BOLIVIEN   7.6. - XX.X.2024   Fortsetzung Xxxxxxxx

Rosaleda/PARAGUAY - Villamontes/BOLIVIEN - Santa Cruz - Concepción - San Ignacio de Velasco   7.6. - XX.X.2024

Heute geht es weiter nach Bolivien, 30km zurück zur 9, in Mariscal Estigarribia kaufen wir das Wichtigste (Yoghurt, Milch, Brot, Wasser) ein und das Allerwichtigste: Diesel auffüllen (Tank und Kanister), in Bolivien wird es dann komplizierter mit dem Preis für Ausländer und dass nicht alle Tankstellen Computer-mässig dafür eingerichtet sind, beste Strasse bis zur Grenze bei Mayor Infante Rivarola, hier nochmals volltanken, ältere Männer kommen aus dem Resti für eine Führung im GeCo und Fotos, sofort taucht auch ein netter Geldwechsler auf dem Töff auf, wir sind froh, haben wir noch ziemlich viele Guaranís, so haben wir für den Anfang genug Bolivianos (10 BOB = 1.30 CHF), die Zoll-Abfertigung erfolgt auf bolivianischer Seite für beide Länder in einer grossen, neuen Anlage.

Hier treffen wir die NL-Familie wieder, sie sind ganz früh los gefahren und warten jetzt, mit der Chile-Nummer hatten sie bisher kein Problem, aber für Bolivien braucht man für diesen Fall seit April ein weiteres Formular, nach 3Std., ist das Problem endlich gelöst, wir warten trotzdem nur kurz, in höchstens 30Min. sind wir fertig.

Die 11 durch die Pampa mit gar nichts ist überraschend gut, einige PWs, keine LKWs (die stehen in einer langen Kolonne vor dem Zoll), unerwartet erreichen wir heute schon Villamontes, stehen beim Eco Hotel Gota del Chaco (sehr speziell, viele alte Sachen werden wieder verwendet, auffällig viele Flaschen), niedrige Einfahrt, aber wir kommen gerade so durch in den Innenhof (an der Staub-Strasse stehen wäre nicht so prickelnd gewesen), Eduardo empfängt uns, bald nach uns trifft auch die NL-Familie hier ein, später noch ein Australier (LandCruiser), die Camper-/Pool-Dusche hat nur kaltes Wasser, wir nehmen uns ein Badezimmer in einem Zimmer (man gönnt sich ja sonst nichts 😉).

Am Samstag mit dem Taxi zu Entel, wo wir eine SIM-Karte und Gigas kaufen, sehr guter und netter Service, danach machen wir uns auf die Suche nach Bolivianos/BOBs, beim 4. Bank-Automaten (Banco Bisa, mit Visa-Karte) klappt es, die anderen wollen nur 4-Nummern-Pins oder ein Konto bei ihnen, per Zufall kommen wir zum grossen Mercado, hier finden wir endlich wieder Avocados, zum Znacht gibt es Guacamole, Villamontes gefällt uns, eine angenehme Stadt, breite Strassen, schöne Plazas, ziemlich sauber, 36° am Tag, 17° am Morgen.

Die anderen Overlander sind bald wieder weg, dafür kommen 2 grössere Familien an (Hotel), es bleibt aber ruhig (ausser ein Hin und Her mit den Autos), wir melden uns für Mittwoch bei Miriam & Ruedi in San Ignacio an, Ruedi erzählt von einem Diesel-Problem, das sich jetzt aber bessert.

Auf der 9 geht es weiter, wir kommen an 2 Tankstellen vorbei und bei beiden hat es lange Kolonnen von LKW, wir fragen gar nicht, es sieht nach "kein Diesel" aus, streckenweise üble Spurrinnen, Kühe, Ziegen, Säuli, Schafe, Ziegen, Esel und unerwartet der 1. Tukan (wunderschön mit seinem goldgelben Schnabel fliegt er in der Morgensonne vor uns über die Strasse), eine ganz schöne Strecke, grün (hinter den Büschen hat es grosse Felder) über Hügel (>1000müM), mit Kurven.

Auftanken in Camiri (Ausländer-Preis, sie müssen die Schweiz im PC einrichten "La Suisse n'existe pas", das dauert etwas, aber sonst problemlos), unzählige Polizei-Posten (hier muss ich aussteigen und das Zoll-TIP abstempeln lassen) und Strassen-Zoll-Posten (wir geben den Ziel-Ort an, bekommen 1 Ticket, bezahlen das, bei den nächsten Posten wird es abgestempelt), am Strassenrand vor, in und nach Orten viel Abfall und Hunde, allgegenwärtig die kleinen grünen Säckli, darin werden die Coca-Blätter verkauft, die werden in die Wangentasche gelegt und machen eine ganz dicke Wange, die Leute (meistens Männer) sehen entstellt aus und man versteht sie nicht, vor Santa Cruz bleiben wir beim Landhaus, bei 2 Apéro-Bieren erzählen uns Sergio und vor allem Rudi viel Interessantes für unsere geplante Route.

Wir erwachen mit Vogel-Gezwitscher, einer tönt ganz exotisch und Urwald-mässig, Rudi klärt uns auf, dass das kleine Affen waren und gestern war ein Faultier im Camping-Wäldchen, schade haben wir die verpasst.

Bei der Tankstelle in der Nähe auftanken (Prozedere wie gehabt, es sieht aus, als wären wir die 1. Schweizer in dieser Gegend), im Hipermaxi auch in der Nähe einkaufen, dann gefühlte 3Std. durch die Stadt (ein Gewusel von Trufi (Sammel-Taxi), Autos, Motorräder, Leuten, links und rechts der Strasse alles Budeli, Lädeli und Abfall.

Endlich wieder über dem Land, auf den grossen Feldern wachsen Sonnenblumen, Mais, Soja, Zuckerrohr wird geerntet, viele Kühe (Brahma) auf Futter-Plätzen, nach der Kafi-Pause eine Strassen-Sperre mit Holz-Prügeln: Erwachsene und Kinder verlangen Geld, die Einheimischen geben etwas, wir also auch, aber was macht das mit den Kindern? was für ein Vorbild!

Wir sehen viele Mennoniten (nur 2 mit Pferd und Kutsche), sie haben sich hier angesiedelt und abgelegene Colonias gegründet, ihnen gehören grosse Ländereien.

Bei San Ramón geht die 9 weiter nach Trinidad (die nehmen wir dann später), jetzt auf der 10 weiter mit Hügeln und Wald in Herbst-Farben, auf einem Feld eine grosse Herde Wasser-Büffel!

Wir machen uns Sorgen: in den Orten Schlangen vor den Tankstellen, LKW, PW, Leute mit Kanister.

In Concepción stehen wir neben der Kirche komfortabel auf einem Gras-Streifen, bei der Municipalidad nebenan erkundige ich mich, ob das so OK ist, ein netter Señor kommt etwas später vorbei und genehmigt unseren Stellplatz, wir kommen in den Genuss einer Orchester-Probe in der Schule nebenan, wenn die Moto-Taxis nicht mehr viele Kunden haben, wird es gleich ruhig und es kühlt auch schön ab.

Nach dem Zmorge wollen wir uns die Kirche und die schönen Häuser anschauen, aber - die Strasse bei der Plaza ist blockiert, viele Leute haben sich mit Stühlen dort eingerichet, wir haben kein gutes Gefühl und brechen ab, auf Umweg und ausgewaschener Erdstrasse erreichen wir wieder die 9, auch das eine schöne Strecke mit guter Strasse fast wie durch Urwald mit Abfall und einigen Löchern.

In Santa Rosa sehen wir von weitem die LKW-Kolonne: No hay Diesel/Es gibt keinen Diesel! Wir haben noch genug, hätten aber gerne aufgefüllt, man weiss ja nie! Dasselbe an unserem Ziel San Ignacio de Velasco, morgen soll es Diesel geben oder dann übermorgen.... wie lange die vielen Leute schon und noch warten müssen.

Endlich wird der GeCo wieder einmal gewaschen, der Lavadero Guapuru leistet ganze Arbeit, er sieht aus wie neu, gleich um die Ecke sind Miriam + Ruedi mit Familie zu Hause, wir stehen wieder im Garten (Camping Lavandería Suiza), ganz herzlicher Empfang, wir haben nicht das Gefühl, dass wir 2 Jahre weg waren, wir freuen uns auf Brot, Empanadas und Zopf von Ruedi und Wäsche wird auch fällg.

Hier erledigen wir kleine Sächeli am und im GeCo, sonst nehmen wir es gemütlich, Ruedi kommt mit der Nachricht zurück, dass am Montag ein General-Streik beginnen könnte, Dauer unbekannt, wir haben uns auf ein paar Tage hier eingerichtet und wollen nicht irgendwohin fahren und dann dort blockiert sein, also bleiben wir und warten ab, der Gmüesler mit Megaphon fährt durch den Ort, bei ihm haben wir uns schon mal mit Ananas, Bohnen und Orangen eingedeckt, morgen gehen wir noch zum Mercado und suchen auch einen kleinen Supermarkt.

Miriam's Schwester kocht am Mittag im kleinen Restaurant, wir holen ein Menu für den Znacht, mit einer Portion haben wir  meistens einen Rest für den nächsten Tag.

Claudia & Armin treffen ein (Duro, sie kennen wir vom Paraíso Suizo im Herbst), sie fahren am nächsten Tag schon weiter nach Brasilien.

Wir bekommen unser Wunsch-Wetter, schön warm, zusammen mit dem Wind ist es angenehm, weniger angenehm ist der feinste Staub, der durch jede kleinste Ritze kommt, alles, was man anfasst, muss erst geputzt werden, der gründliche GeCo-Putz wird verschoben auf einen staubfreien Ort.

Eliane & Pascal kommen an (Hilux, in Chile machen lassen, campertravelchile.com), mit ihnen und Ruedi zusammen wird es am Abend schon mal später/früher, die Zeit vergeht mit Erzählen und ein paar Bieren im Flug, die Männer schauen Fussball-EM, sehr guter Empfang, am Sonntag sind wir zum Brunch eingeladen (11 Personen), sehr viel und alles sehr fein, selbstgemacht: Ananas-Konfi, Zopf, Brote.

Am Montag die Nachricht, dass der General-Streik vertagt ist und am Samstag wieder verhandelt wird, wir überlegen, wie wir weiter fahren, die Streik- und Blockade-Drohungen und die Diesel-Knappheit stressen uns, wahrscheinlich verschieben wir Trinidad und Rurrenabaque auf nächstes Mal und fahren nach Argentinien (hoffentlich hat es hier weniger Probleme), im Norden ist es am Tag angenehm warm, in der Nacht natürlich kühl, auch da haben wir noch nicht alles gesehen.

BOLIVIEN   10.10. - 2.11.2022   Fortsetzung Chile

Sucre - Uyuni - Villa Mar - Hito Cajones/BOLIVIEN   29.10. - 2.11.2022

Bereits um 8Uhr sind wir startklar, herzliche Verabschiedung von Felicidad & Alberto und Familie, bei der YPF-Tankstelle Ausfahrt Sucre können wir problemlos volltanken, allerdings zum Touristenpreis (Hauptsache wir bekommen Diesel), auf der sehr guten 5 geht es bald in die dürren Berge, hinunter und hinauf, Aussicht auf unzählige Bergketten, über Hochebenen von 3'300 - 3'600müM, kleine Ansammlungen von Adobe-Häusern, es sieht aus, als ob das ganze Dorf auf den Feldern arbeitet: 1 Traktor oder 2 Ochsen und viele Leute, es wird gepflügt, gesäht, gedüngt, etwas wächst auch schon, für uns ist das das typische Bolivien, angenehm wenig Verkehr, viele verlassene, verfallene Häuser, neue Backsteinhäuser sind unverputzt (erst wird innen eingerichtet, wenn wieder Geld da ist, geht es aussen weiter), viele km Zug-Geleise begleiten uns, diese Strecke gefällt uns extrem gut, Potosí liegt auf 3'800müM, der GeCo spürt die Höhe bei Beschleunigung/Steigung, wir kommen durch ein rotes Tal mit Pappeln, Kakteen, Flüssen, Lamas, Ziegen, Kühe, Esel, Schafe an und auf der Strasse.

In Uyuny stehen wir beim Parkplatz vor der Militär-Kaserne/Hotel Toñito, bei beiden haben wir uns quasi angemeldet und es ist OK, wir ziehen uns warm an und suchen einen Anbieter für die Salar-Tour (wir wollen nicht mit dem GeCo auf's Salz) und werden bei Tours Trans-Andino fündig, das Büro macht einen guten Eindruck und wir werden von Neyza gut beraten, also buchen wir hier eine Privat-Tour (USD 250 für 9.5Std. mit Fahrer, Guide, Verpflegung, Insel-Eintritt), zum Znacht sind wir bei Minuteman-Pizza im Hotel Toñito, wir versuchen die Pesto-Primavera-Pizza (Vegi) und es ist die erste richtige und beste Pizza in Südamerika!

Um 10Uhr geht es los mit Fahrer Roli und Guide Angela (englisch), beide sehr nett und gut in ihrem Job, 1. Station Cementerio de los Trenes/Eisenbahnfriedhof (gilt als grösster dieser Art, unzählige alte, ausgeschlachtete Loks und Wagen verrosten und verfallen langsam), bei Colchani besuchen wir die Salz-"Fabrik" von Don Juan, kaufen auch etwas feines und grobes Salz der Marke "Juanita", hier geht es auf den Salar, ein spezielles Gefühl, dass wir über meter-dickes Salz fahren, das aussieht wie Eis, das erste Salz-Hotel ist heute ein Museum, das Gebäude ist mit Salz-Bausteinen gebaut, zum Zmittag wird rot gedeckt, mit Sonnenschirm, Geschirr/Besteck kein Plastik, Buffet mit Fleisch, Quinoa, Gemüse, Obst, liebevoll und fein gemacht, danach geht es zur Insel Incahuasi, die ist voller Kakteen, vulkanischem Gestein und versteinerten Korallen, mit Angela machen wir einen Rundgang mit Aussicht auf den Salar, zum Abschluss geht es zum Sonnenuntergang zum Mirror (letzter Fleck auf dem Salar mit Wasser), wir bekommen Gummistiefel und stiefeln damit im Wasser herum, etwa 15 Autos mit Touristen sind da, zum ganz speziellen Sonnenuntergang nehmen wir hier den Apéro (Weisswein Kohlberg, sehr fein), trotz guter Ausrüstung wird uns bald einmal kalt und man bringt uns zurück zum GeCo.

Wir erwachen früh und diskutieren die Weiterfahrt, bei Angela haben wir uns gestern nach der Lagunen-Route erkundigt, die beiden östlichen Strassen sollen ganz übel sein, die westliche jedoch gut befahrbar (die meisten Touren fahren die), und weil Karina & Dani von Chile kommen und in Villa Mar Halt machen, ändern wir wieder einmal unsern Plan, auftanken (wir warten, das System ist tot), nach einigen Fehlversuchen sind 3Std. vergangen, bis wir losfahren können, weiter auf der 5, ziemlich gute Erdstrasse, auch Baustellen mit ruppigen Umfahrungen, üble alte Strasse und Asphalt bis zum Abzweiger zur 701 in Alota, auch hier schönste Gegend, wie man sich Bolivien vostellt, Lamas, Schafe, Flamingos, Lagunen, rote Steinwand (langgezogen wie die chineschische Mauer), vor Villa Mar eine Barriere, wir bezahlen 10 BOB Peaje für den Strassenunterhalt (da wäre etwas mehr nötig als CHF 1.40), gleich bei der Barriere geht es hinunter zum Hotel Mallku Cueva, wir melden uns bei Ariel an der Recepcion, wir können auf dem hübschen Sand-/Gras-Platz neben 2 Bächlein stehen (Möwen, Störche, Vizcacha), wir bekommen Besuch von Pamela, Uma, Sergio und auch Ariel, sie sind GeCo-begeistert, leider haben wir von Karina & Dani noch nichts gehört (kein Internet?), also essen wir alleine im Restaurant vom Hotel (Buffet wie üblich, aber fein)

Wieder einmal eine kalte Nacht: um 5Uhr 1°, es ist 1.11.: Geburtstag von Schwester Erika und Schwägerin Jacqueline, und Allerheiligen: Völkerwanderung zum Friedhof mit vielen künstlichen Blumen, Karin & Dani melden sich und kommen zum Kafi, sie haben ganz in der Nähe übernachtet und leider unsere WhatsApp und SMS erst spät gesehen, schade, aber immerhin haben wir uns getroffen, über die Hochebene geht es langsam von 4'000 auf 4'200müM hinauf, den Pass hinauf geht es mit Untersetzung und 10kmh bis 4'659 ohne Problem, ringsum Vulkane, weitere Hochebenen und noch mehr Vulkane, grosse Laguna Capina mit Salz und Flamingos, ab 11Uhr Gegenverkehr von Touren-Wagen (Mehrheit Toyota, Gepäck und Reserve-Kanister auf dem Dach), beim Eingang zur Reserva Nacional Eduardo Avaroa bekommen wir für 300 BOB/CHF 40 die Tickets für 4 Tage, nach einer blöden Zusatzschlaufe (soll wohl ein neues Verkehrs-Konzept sein, aber jeder sucht sich einen besseren Weg neben der eigentlichen Strasse) erreichen wir gegen 16Uhr die Laguna Colorada, herrlich die vielen Flamingos im verschieden roten Wasser, der Parkplatz ist noch voller Tour-Wagen und Touristen, kurzer Rund-Spaziergang mit Aussicht über die Lagune, nachts ist es kalt, Sternenhimmel, Milchstrasse, Sternschnuppen, wir sind nicht alleine, Maru & Gon (Landcruiser/ARG) treffen später noch ein:

Wir unterhalten uns mit Maru & Gon, Geni hilft ihnen mit dem Trichter beim Diesel Einfüllen, ein Tour-Toyota parkt neben uns, wir werden mit einem "Guete Morge" begrüsst, Weiterfahrt bis zum Geyser "Sol de Mañana" (Enttäuschung: 3 farbige Löcher) auf übler Erdstrasse, wir kommen bis auf 5'053müM hinauf, danach ist der Grader am Werk, der Fahrer fragt nach Trinkwasser und bekommt es auch, Vulkane mit schönsten Farben, wir machen Kafi-Halt bei den Termas de Polques, der Pool ist voll mit Touristen, nach dem Kafi haben wir ihn für uns alleine, Maru & Gon sind auch da, sie bleiben für die Nacht, wir fahren weiter zur Laguna Verde, hübsch türkisfarben mit dem Licancabur dahinter, übelste Strasse, wir haben wohl die falsche Abzweigung erwischt, leider ist Campieren hier nicht erlaubt, wir fahren deshalb bis zur Grenze, Ranger-Station und Hotel, wir stehen windgeschützt dahinter.

Sucre   22.10. - 28.10.2022

Sucre liegt auf 2'800müM, wenn wir schnell laufen, merken wir die Höhe, vom Camping aus sind wir in Kürze beim Mercado Central mit schönsten Früchten und Gemüsen, den Marktfrauen kann man nicht widerstehen, wir müssen Chirimoya, Mango und Pfirsiche versuchen und kaufen dann natürlich auch Früchte und Gemüse (später auch die Desinfektions-Tröpfli), zum Centro mit vielen schönen Häusern, Lädeli, Restaurants auf dem Weg und um die Plaza de Armas sind es 15Min.

Mit Ilka & Günther essen wir im La Posada (fein und schöne Innenhöfe), am nächsten Abend entdecken wir das La Taverne (alles vom Feinsten, schön angerichtet, Pastis) und bleiben dabei, zur Abwechslung nehmen wir bei Napolitana eine Pizza mit, Geni muss sie mit Oliven, Kapern, Sardellen und Gewürzen upgraden, das war wohl der letzte Versuch, eine richtige Pizza zu finden, vis-à-vis vom La Taverne gibt es im Hauseingang knuspriges Bauernbrot und Baguette

Ilka & Günther brechen in Richtung Argentinien auf, trotzdem wird es auf dem Camping eng, am Morgen treffen Nina & Sergío mit Hund (Bretzel?) ein (Sprinter/Chile-Nummer), etwas später 2 Pick Ups (Ford und Land Cruiser) aus Frankreich

Es ist wieder einmal Zeit für einen Coiffeur-Besuch, beim 3. Anlauf habe ich Glück, 20Min. warten, es kommt recht gut, über den Ohren fehlt etwas viel, aber das wächst ja schnell nach. Die kleine Kamera (Panasonic Lumix DMC-TZ 81) streikt, sie ist noch nicht alt, lässt sich aber nicht mehr einschalten, alle Tipps von Google und Panasonic helfen nicht, wir müssen wohl nach einer neuen Kamera Ausschau halten, wird nicht so einfach sein

Ein Taxi bringt uns hoch zum Parque Cretácico (Kreidezeit-Park/Dinosaurier), gut gemachte Nachbildungen von vielen Arten von Dinosauriern, Reptilien, Amphibien in der Flora/Fauna der Kreidezeit, mit einem Führer kommen wir in einer grossen Gruppe (viele Ausländer, auch CH) zum Fusse der 1'500m langen und 110m hohen Kalksteinwand (das war vor 68Mio. Jahren ein See-/Meeres-Ufer) mit über 12'000 Dinosaurier-Spuren von mind. 8 Arten

Wir kommen vom Einkaufen zurück und hören, dass am Freitag entschieden wird, ob in ganz Bolivien gestreikt und/oder Strassen blockiert werden, die Franzosen sind nach 1 Nacht schon wieder weg, erst wollten wir auch am Freitag weiter, dann am Montag, jetzt aber am Samstag, die Unsicherheit ist so blöd

Dank Günther's Tipp können wir wieder etwas von der Liste streichen: "Röllchen", die Holzkugeln für die Sitze, bei Hitze sind sie angenehmer als die Frottéetücher

San Ignacio de Velasco - Santa Rosa de la Mina - Santa Cruz - Samaipata - Sucre   17.10. - 21.10.2022

Auf der 10 fahren wir ein langes Stück auf Asphalt ohne Löcher, Polizei-Kontrollen (mal mit Stempel, mal ohne), viele Männer mit dicken Coca-Wangen (sieht furchtbar aus), Felder, Wälder, Hügel, Kurven wie im Tösstal, viele kleine Dörfer mit 2-3 Topes, viele Estancias, wenig Verkehr, schon 2 Tankstellen ohne Diesel, bei einer stehen die LKWs in einer langen Kolonne an, wir haben noch 1/2 Tank, aber es beunruhigt, die 3. Tankstelle hat Diesel, aber nicht für Ausländer (für Einheimische ist er subventioniert),  immer wieder Abfall am Strassenrand, in San Javier schauen wir uns die Jesuiten-Mission an (Kirche geschlossen, wie fast überall), ein Ralley (Auto + Töff) geht an der Plaza zu Ende, in Santa Rosa de la Mina stehen wir beim Club de Campo (grosse Wiese, Baño OK, Señora und Hunde nett)

Bei der 4. Tankstelle in San Ramon füllt uns der nette Tankwart 20l direkt in den Tank, dann taucht ein Kontrolleur auf, Abbruch und auf die Seite fahren, 3x20l via Kanister einfüllen, alles zum Einheimischen-Preis, auf der 9 geht es flach weiter, Mennoniten-Gebiet mit grossen Getreide-Feldern und -Silos, an der 5. Tankstelle können wir problemlos 60l zum Einheimischen-Preis auffüllen, zum Glück fasst unser Tank 255l, so hält sich der nervige Aufwand in Grenzen, der Verkehr nimmt zu, ziemlich chaotisch (man hält sich nicht an Verkehrsregeln), wir kommen aber gut durch Santa Cruz und zum Landhaus El Fuerte, am Abend begrüsst uns Sergio mit Töff, im Schlepptau ca. 10 Hunde (alle lieb), am Abend recht viele Black Flies

Regen in der Nacht, am Morgen erwachen wir mit Vogelgezwitscher und Affengebrüll, mit dem Taxi in's Centro (1Std.), wir sehen uns die Plaza und Gebäude darum an (nichts Spezielles), im BecCafé feiner Flat White/Browny, zum späten Zmittag sind wir zurück im Landhaus (Fleisch vom Grill, Pommes, Salate - alles fein), Reis und Fleisch-Reste packen wir ein für morgen, Sergio ist der Landhaus-Besitzer, er hat Infos betr. Streik und Bolivien allgemein, später treffen wir Rudy (Schwager von Sergio und zuständig für die Overlander), auch er hat uns viele Tipps und Infos, wegen dem für Samstag angekündigten Streik fahren wir morgen Donnerstag bereits weiter

Im Dunkeln sind gestern Mathilda & Michel (Hilux mit Dachzelt/UY) angekommen, sie sind nach Norden unterwegs, wir erwachen früh und sind früh unterwegs, auf der 7 ein Dorf nach dem anderen, Topes unendlich, komische Polizei-Kontrolle (hässiger Polizist reitet auf dem Einreise-Datum herum), nach La Angostura kurvig und Hügel, durch's Tal dem Rio entlang, dann durch die Schlucht, 60km Baustelle, kurzer Halt hinter langer Kolonne wegen Einbahn-Verkehr, Baum-Wälder, kleine Dörfer, viele Plantagen (auch im Flussbett) von Blumen (Bougainvillea), Obst (Mandarinen, Pfirsiche) und Gemüse (Kohl), vor Samaipata führt eine schmale, steile Strasse zu "El Fuerte/Die Festung" auf 1'800müM, auf einem 2-stündigen Rundgang sehen wir uns die Anlage an (ca. 1000vChr. von Chiriguanos gegründet, später von den Inkas und dan von den Spaniern übernommen), sehr guter Überblick von den Laufstegen und Plattformen, mit Untersetzung fahren wir ganz langsam hinunter, durch Samaipata hindurch zur Quinta Gutierrez, in der Einfahrt bleiben wir stecken: GeCo + Ast + Leitung, Geni zwickt den Ast mit der Macheta ab, Aida ist zu Hause, wir könnten Terrasse, Küche und Bad benützen, sehr nett, in der Nacht immer wieder Regen, kühler, 1'660müM

Auch heute sind wir wieder früh unterwegs, bei der Baustelle Ende Dorf hat der Regen die Strasse auf ca. 1m gefährlich verschmälert, PWs und auch wir kommen noch durch, LKWs und Busse stehen Kolonne, in kurzer Zeit wird hier gar nichts mehr gehen, weiter auf der 7, asphaltiert und schön ausgebaute Strasse/Kurven, unterbrochen von kurzen Baustellen oder Stücken der alten, üblen, löcherigen Strasse, auch gute Erdstrasse, über unzählige Pässe (bis 2'000müM) von einem Tal in's andere (von eng bis breit), sehr fruchtbar, auch Trauben, mühsam für die Bewohner: die Strassen durch die Dörfer sind nicht geteert, Löcher und viel Staub, Geni Geni ereifert sich, wie hier ohne Maschinen und ohne richtiges Werkzeug gearbeitet werden muss, auffällig viele Busse und Policia kommen uns entgegen, wir nehmen an, dass sie in Santa Cruz gegen den Streik eingesetzt werden, bei La Palizada nehmen wir die 5 (auf der Karte als "befestigt" eingetragen, sie ist aber durchgehend asphaltiert - Tipp von Nicholas in San Ignacio),  wir kommen durch Felder, die steilen Pässe sind dürr, immer wieder einem Fluss entlang, Schutzgebiet für Condor und Rotbrust-Ara (gezeigt hat sich keiner), wenig Verkehr, Kühe, Ziegen und Hunde auf der Strasse, trotz des chaotischen Verkehrs kommen wir gut durch Sucre und zum Camping von Felicidad & Alberto, Ilka & Günther sind da, sowie eine Familie mit 4 Kindern aus Frankreich, mit uns ist der Platz fast voll, ganz herzig, nett und gepflegt

Corumbá/BRASILIEN - Chochis/BOLIVIEN - San José de Chiquitos - San Ignacio de Velasco   10.10. - 16.10.2022

Die beiden Brasileros fahren vor uns los, man trifft sich wieder an der Grenze, die Ausreise Brasilien für uns ist in 5 Min. erledigt, für den GeCo sollten wir bis 19Uhr warten, bis der TIP-Stempel-Spezialist auftaucht - gaahts na?! wir datieren und signieren das TIP, machen eine Kopie und geben das Original am Schalter ab, wir sind dann gespannt, wenn wir nächstes Jahr wieder nach Brasilien wollen, Einreise Bolivien für uns ist in 5 Min. erledigt, für den GeCo über 1Std., keine Organisation, sehr kompliziert, kein Parkplatz, umparkieren für Fotos von Camper und Chassis-Nr., warten (hier unterhalten wir uns mit den Brasileros und einer brasilianischen Sprachlehrerin, die deutsch spricht, sie kennt Sigriswil!), bei der Policia vis-à-vis die Orden de Circulación ausstellen lassen (kostet BOB 100/CHF 15, kein Mensch weiss, wofür das gut ist, es wird an Polizei-Posten im ganzen Land verlangt und abgestempelt), beim Kiosk kaufen wir eine SIM-Karte, man spricht deutsch und richtet unser Mobile ein (so gut und schnell wurde das in keinem Provider-Shop erledigt), damit haben wir alles beisammen und treffen die 2 Brasileros wieder: sie haben vom Orden de Circulation nichts gewusst, beim 1. Posten nach 20km werden sie an die Grenze zurück geschickt

Auf der recht guten 4 (wenig Verkehr, eintönig, viel Abfall am Strassenrand) fahren wir bis Estancia Aguas Calientes, aber der Camping El Tucan ist am Montag geschlossen, wir sind froh, fahren wir weiter bis Chochis, hier stehen wir bei der Cabaña de Cesar, herziger/freundlicher Mann, schöne Baños (Dusche kalt, aber egal)

Besuch bei Cesar, ich bin neidisch auf seine Cabaña und Garten, soo hübsch gemacht in 15 Jahren und er arbeitet immer noch daran, ausserdem schnitzt er Holz und Stein, ganz schön die riesige, rote Felswand im Hintergrund, kurze Wanderung auf Steinplatten zur Cascada "Velo de Novia/Brautschleier", immer wieder dunkle Wolken und kurzer Regensprutz, weiter auf der 4 durch die roten Fels-Formationen, nachher wieder langweilig durch Büsche links und rechts, man sieht keine Dörfer, nur Zufahrten, bei Kreuzungen Foodstände und Gomerias/Reifenflicker, in San José de Chiquitos holen wir Bolivianos/BOS bei einem ATM bei der Plaza (wir staunen, dass es funktioniert, max. BOB 500, aber mind. 4x ist möglich), dann fragen wir beim Hotel Villa Chiquitana, obwohl wir vom iOverlander wissen, dass man dort nicht mehr stehen kann - es ist definitiv NEIN, also bleiben wir beim Balneario El Quebracho, auch das eine in die Jahre gekommene Anlage, aber nett, ruhig, die Hunde bewachen uns

Mittwoch, 12.10. ist ein Feiertag, bereits ab 7 Uhr treffen vor allem Schulkinder ein, schnell haben wir gepackt und machen uns auf den Weg, im Dorf und auf der Strasse sind Mennoniten unterwegs (gut zu erkennen an ihrer Bekleidung: Latzhose, Strohhut, langer Rock), die 17 ist eine Erdstrasse, z.Zt. sind es 200km Baustelle, der Strassenzoll dafür kostet BOB 20/CHF 2.90, unverständlich, wie hier Strassen gebaut werden, die Chinesen sind da involviert (LKWs und Campamento mit China-Fahne), mit Regen zusammen ist es streckenweise sehr rutschig, ABS, eine bränzlige Situation hat Geni sehr gut gemeistert (Schieflage im Hang), Halt in San Miguel: kalte Getränke kaufen und die Missions-Kirche anschauen, Beinahe-Zwischenfall mit Tukan: er fliegt auf Geni's offenes Fenster zu und dreht im letzten Moment ab, so nah haben wir noch keinen gesehen

In San Ignacio de Velasco stehen wir bei der Lavanderia/Panaderia Suiza (Ruedi, Miriam, Liliana, Lorena) im Garten, Baño gross und sauber, junger Hund Luna und Büsi Tigrita, viel Betrieb wegen Wäsche/Brot und Besuchern, am Sonntag sind wir zum feinen Brunch eingeladen (Geni bäckt einen Zopf), Camping mit Familien-Anschluss! wir füllen den Tank mit Trinkwasser aus 20 Liter-Garafones, das Pümpeli von Mexico funktioniert immer noch, auf dem Markt kaufen wir ein, das Notwendigste finden wir, der Rest hat Zeit bis Santa Cruz, ab Samstag, 22.10. droht in der Provinz Santa Cruz ein unbefristeter Streik, weshalb wir am Montag unsere Zelte hier abbrechen, wir wären gerne noch länger geblieben