Los Barriles - Santiago (El Chorro, San Jorge, Sol de Mayo) - Los Barriles - 25.2.2018

Nach einkaufen und auftanken fahren wir auf der MEX1 nach Süden, erst zum Wendekreis des Krebses, ein paar extra-km für ein Foto, retour nach Santiago (Ausgangspunkt für 4 Cañóns) und auf Wellblech-Piste zum Cañón de Agua Caliente, das Ziel sind die heissen Quellen von El Chorro, hübscher Sandstrand, sogar Fische im warmen Wasser, kleine "Badewanne" mit dem unverdünnt heissen Wasser, wir überqueren den Rio Santiago mehrmals auf Brücken (der ist ja sooo breit) und einige Zuflüsse ohne Brücken, wir fahren weiter auf Nebenstrassen nach San Jorge, nach Besichtigung der hübschen Kirche weiter zum Cañón de la Zorra, die Strasse ist schmal und überwachsen, de GeCo bekommt einige Kratzer ab,. uns stören nur die auf dem Dach und hoffen, dass die Solar-Panels keinen Schaden nehmen, weiter viel Wellblech, einige Fluss-Überquerungen und hinauf auf 240m, wir campieren im Rancho Ecologico Sol de Mayo in der Reserva Biosfera de La Laguna, dunkle Wolken, Regen, Nebel in den Bergen, Geni versucht ein komisches Geräusch zu eruieren, das uns bei Wellblech aufhorchen liess, ohne Erfolg. 

Nach dem Zmorge ein kurzer aber intensiver Spaziergang hinunter zum Wasserfall, es wäre sonnig und warm, aber ich habe keine Lust auf einen Taucher, Geni hat Stress wegen Hunden, die an Rad und Keil pissen, deshalb sucht er einen Handschuh irrtümlich im Gasflaschen-Kasten und sieht, dass sich die Halterungen gelöst haben, er zieht sie an und kein komisches Geräusch mehr! auf Wellblech-Pisten zurück bis Santiago und wieder auf der MEX1 nach Los Barriles, durch das Städtli (sehr viele Snowbirds mit ATV und in Beizen) und auf der alten Strasse (Typ 2: gravel, schmal, kurvig, steil hinauf und hinunter) dem Meer entlang nördlich nach Punta Pescadero und El Cardonal, von dort auf der neuen asphaltierten Strasse über die Berge zurück nach Los Barriles und wieder auf den Camping Baja Sunrise, hier wollen wir ein paar Tage bleiben, zum Znacht wieder Spare-Ribs und Margaritas.

La Paz - El Pescadero - vor La Fortuna - vor Cabo Pulmo - Los Barriles - 19.2.2018

Wir verabschieden uns von unseren Nachbarn Peter und Nora, dazu kommen noch Brigitte und Edy (Pick up Camper/CH), gegen Mittag fahren wir (endlich) los, einkaufen bei Chedraui (einem der vielen Supermärkte hier), via MEX1 und MEX19 durch ziemlich grüne Gegend nach Todos Santos ("Künstler-Kolonie"), schön restaurierte Häuser, amächelige Restaurants, viele Läden mit schönen Sachen, viele Leute (Sonntag!), den Camping schauen wir uns an und machen rechtsumkehrt (gefällt uns nicht, sieht auch voll aus), wir bleiben in El Pescador auf dem RV Park Baja Serena, ganz klein, hübsch, Hunde-Gebell, Musik bis in alle Nacht, nur der Bass stört etwas.

Wir fahren nochmals nach Todos Santos und nördlich davon zu Stränden, an denen die Meeres-Schildkröten ihre Eier legen, die werden ausgegraben, in der Schutz-Station schlüpfen dann die kleinen Schildkrötchen und werden ins Meer frei gesetzt, bei Punta Lobos kaufen wir 2 Fisch-Filets vom Yellowtail frisch vom Fischer und schauen zu, wie die Fischer-Boote auf den Strand gezogen werden, über den Wendekreis des Krebses, wir sind jetzt in den Tropen, zurück auf den RV Park Baja Serena. 

Gegen Morgen ganz leichter Regen, bewölkt, gemäss Wetterfrosch hat Adliswil heute mehr Sonne als El Pescadero, wir fahren auf der MEX19 weiter, durch fruchtbare Gegend, dem Meer entlang (viele Bau-Ruinen), auf guter Strasse erreichen wir recht schnell Cabo San Lucas (das wir durchfahren) und wieder auf die MEX1 kommen, zwischen Cabo San Lucas und San José de Cabo heisst sie "Cabo Corridor" (4-spurig, Hotel-Anlagen, Baustellen, Supermärkte, Autohäuser etc.), beim Kreisel am Stadt-Eingang einkaufen im Chedraui (schönster Laden seit jeh und ganz neu: feinstes dunkles Brot, schönste Wein-Abteilung, grosse Käse-Auswahl, tolle Gemüse-Abteilung mit begehbarem Kühlschrank, kleine aber feine Fleisch-Auswahl (für uns wieder einmal Rindsfilet-Medaillons) uns ist es hier zu hektisch und touristisch (wie Mallorca), hat keinen Camping und keinen Stellplatz, der uns gefällt, deshalb fahren wir weiter auf der Strasse Camino Cabo Este, ein langes Stück ist neu betoniert (dafür ist leider die Sandstrasse direkt dem Meer entlang gesperrt), dann urplötzlich wieder Sandstrasse, wir bleiben auf einem Platz Tipp iOverlander (Camino Cabo Este Playa Camp, ein paar km vor La Fortuna), direkt am Meer, Apéro mit Sonne und Whale Watching (leider ziemlich weit draussen, aber viele Wale, die hoch aus dem Wasser springen), aus dem 2. Filet des Yellowtail machen wir ein Ceviche mit dunklem Brot (sooo fein!), 2 Trailer stehen noch hier, Zelte am Strand.

Wir bleiben hier, sitzen am Strand und beobachten wieder viele Wale/Delphine, ich war sogar kurz im Wasser, Temperatur angenehm, aber der Strand ist steil und die Unter-Strömung sehr stark, die erste Freiluft-Dusche - luxuriös!, einige Surfer mit Pick ups am Strand, ein Paar aus Frankreich (MAN) kommt an.

Weiter auf dem Camino Cabo Este, etwa 35km Sandstrasse mit 15kmh im Schnitt, viel übles Wellbleck, Löcher, Auswaschungen, durch unzählige Fluss-/Bach-Bette, immer wieder Aussicht auf Meer und Sandstrände, viele tolle Häuser, vieles in Bau, vieles zu verkaufen (überall Schilder "Se Vende" und "For Sale"), der bekannte grosse Stellplatz "Los Frailes" ist voll mit Campern (absolut KEINE Infrastruktur!), wir bleiben kurz vor Cabo Pulmo in der hübschen Bucht Playa Los Arbolitos im Parque Marino Nacional Cabo Pulmo, davor liegt ein Korallen-Riff, ist aber zu wellig zum Schnorcheln, Camping sehr klein, 4 Camper und einige Tages-Ausflügler, WC/leicht temperierte Dusche.

Weiter nach Norden auf der üblen Sand-/Schotter-Strasse, einige happpige Steigungen, wir geniessen es, als wir auf Asphalt und bei La Ribera auf die MEX1 kommen, in Los Barriles treffen wir bei der Pemex-Tankstelle Fran und Barry (VW-Bus/Canada), sie waren bis heute morgen auf dem Camping Baja Sunrise, auf dem wir auch bleiben, der MAN aus Frankreich und die Familie von gestern (Wohnwagen) sind auch da, einkaufen im Städtli, wir treffen Lydia und André (Mercedes James Cook/SG), hier wie auf dem Camping viele Snowbirds, das brauchen wir eigentlich nicht mehr, aber die meisten sind nett, Land Cruiser mit AlphaCAB (Namen leider vergessen) trifft ein, Znacht vis-à-vis, feine Crevetten, auf die Margaritas haben wir uns schon seit Tagen gefreut, sie sind ziemlich stark.

2 Tage Strand-Ferien: am Samstag laufen wir in diese Richtung (Boote, Surfer und Kite-Surfer), am Sonntag in die andere Richtung (Fischer-Boote) und immer die scheusslichen ATV (der Strand ist wie eine Autobahn), Wäsche, Büro (das Internet war bei der Ankunft ganz lausig, danach die ganze Zeit super, sogar Fotos werden in kürzester Zeit hoch geladen), lesen, sünnele, immer wieder mit Nachbarn gsprächle, die Begeisterung für unseren GeCo hat noch nicht gross nachgelassen, Znacht am Samstag in der gleichen Beiz wie gestern, ganz fein: Spare-Ribs und Baked Potatoe, dazu Live-Musik, am Sonntag im Fisch-Beizli: Seafood-Suppe, ganz fein und wir hatten Glück, dass noch nicht geschlossen ist!

Ciudad Constitución - Puerto San Carlos - La Paz - 11.2.2018

Nachts leichter Regen, am Morgen bedeckt, schwül, die Fliegen sind auch wieder da, Zmorge drinnen, einkaufen bei Ley, Orangen vom Bauern an der Strasse, auf der MEX22 rund 60km durch die Ebene nach Puerto San Carlos, erst Orangen-Plantagen und Felder, danach wieder einmal Halbwüste, wenig Verkehr aber auffallend viele Kreuze/Schreine zur Erinnerung an Unfälle, viele Fisch-Adler haben ihre grossen Nester auf Masten gebaut und brüten, der Stellplatz beim Mar y Arena gefällt uns erst nicht so, aber wir bleiben, ein VW-Bus und ein PW mit Wohnwagen (und 2 Hunden) treffen ein, am Abend auch Jens und Silke, feines Znacht im Restaurant (schönes Ambiente, bestes Ceviche, ganz fein Crevetten/Fisch).

Wieder leichter Regen in der Nacht, bewölkt, kühler Wind, leider müssen wir uns heute von Jens und Silke verabschieden, sie fahren wieder nach Norden, wir nach Süden, die Tage mit ihnen werden uns in bester Erinnerung bleiben, speziell die Rettungs-Aktion! Wir überlegen uns div. Routen für die Fahrt nach La Paz, nehmen aber schlussendlich die MEX22 zurück nach Ciudad Constitución und dort weiter auf der MEX1 (ohne Abstecher an's Meer, dafür sollten wir noch genug Gelegenheiten haben), über Hügel bis La Paz, kurz davor bei je einem Militär- und Polizei-Kontrollposten durch gewunken, wir stehen auf dem Campestre Maranatha, teuer aber das Geld wert (Bus-Haltestelle davor, gepflegtes Areal, schöne und total saubere Waschräume), Apéro mit Sonne.

Am Morgen immer wieder etwas Regen, mit dem Bus in ca. 20Min. in die Stadt, bei der Tourist Information einige Karten der Baja Süd und Infos betr. Fähren erhalten, eine "gute" Strassenkarte von Mexico in der Buchhandlung nebenan, kurz durch hübsche Fussgängerzone und auf der Malecón, danach ziemlich weit zur Baja Ferry gelaufen, buchen konnten wir nicht, weil wir erst das TIP (Zoll-Papier für den GeCo) besorgen müssen, das wird auf morgen verschoben.

Nachbar Peter (Wohnwagen/Kelowna BC Canada) kommt auf einen (langen) Schwatz vorbei, er ist begeistert vom GeCo, von ihm hören wir, wie es in Nordamerika betr. Camper zu und her geht (billig gemacht, schlechter Service, Garantie nur 1 Jahr), wir umfahren La Paz Richtung Pichilingue, bei einer komischen Einmündung fahren wir ein riskantes Manöver, damit wir direkt auf die richtige Strasse kommen, leider wurde das von Polizisten beobachtet, die uns kurz darauf anhalten, es kostet 3'000Pesos auf dem Posten oder 2'000 bei ihnen direkt, wir verstehen ganz schlecht spanisch und haben nicht so viel Geld dabei, sie sind mit 970Pesos zufrieden (immerhin CHF 50!), das TIP bekommen wir beim Schalter von Banjercito, nachdem wir dann noch durch Zoll-Kontrolle und Waage sind, können wir die Tickets für die Fähre am 3. März nach Topolobampo kaufen, in den 3 Wochen haben wir schön Zeit für den Rest der Insel, zurück in La Paz laufen wir durch die Altstadt und der Malecón entlang, die ist teilweise für den Durchgangs-Verkehr gesperrt wegen Carneval, wir essen sehr gut in einem kleinen Restaurant, den Abend verbringen wir mit Peter und Nora, dazu kommen Mel und Katie (Bigfoot/Oregon) .

Loreto - km87 MEX1 - km28 Agua Verde/Rancho San Cosme - Ciudad Constitución - 7.2.2018

Ein aufregender Tag: gestern beim Znacht erhalten wir eine SOS-Mail von Jens und Silke, sie sind auf der Suche nach einem schönen Stellplatz auf einem eingetrockneten See eingebrochen, sie stecken so tief fest, dass sie alleine nicht mehr rauskommen! In der Nacht Regen, wir sind früh auf, das volle Programm und einkaufen bei Ley (falls wir ein paar Tage am Strand stehen), bei km87 biegen wir ab auf eine Sandstrasse, zum Anfang gleich 2 üble Sandlöcher, Jens kommt uns dann bald entgegen und zeigt uns den RICHTIGEN Weg, Riesen-Schreck: auf der festen Spur bleiben auch wir beinahe stecken, durch den Regen ist alles noch matschiger geworden, aber in recht kurzer Zeit schaffen es die Männer, dass der GeCo frei kommt und den bis zum Chassis eingebrochenen Camper rausziehen kann - JUPPIIII! Wir bleiben in der nächsten Bucht, uns und alles, was für die "Rettung" gebraucht wurde, wird im Meer gewaschen, wir werden von Jens und Silke bekocht (Nudeln mit feinster Gemüse-Sauce!), ein Delphin schwimmt in der Bucht, leider keine Sonne, später wieder Regen.

Wir fahren zusammen weiter auf der MEX1, bald kommt die Abzweigung der Strasse nach Agua Verde, nach 10km ist sie nicht mehr geteert, die weiteren 30km Schlaglöcher, Wellblech, Sand, viele Bach-/Fluss-Durfahrten (trocken, aber sehr ruppig), wir überqueren grüne Berg-Ketten, heftig wird es bei der Abfahrt hinunter zur Küste, sehr enge und steile Strasse, in der Bucht der Camping Rancho San Cosme, wir fahren aber 20km weiter (über 1Std.), in Agua Verde Fisch-Tacos in winzigem Restaurant am Strand, leider kein Platz für uns zum Übernachten (hier gefällt uns nichts), wir machen einen Versuch, zum Stellplatz am Hafen zu kommen, die Männer rekognoszieren mit dem Ergebnis: die letzten 50m sind definitiv zu steil, als dass wir da ohne Schaden wieder hochkommen, weitere Versuche (gemäss iOverlander) an eine Bucht zu kommen, die sind uns aber von der Strasse her zu unsicher (das Erlebnis von gestern sitzt allen noch in den Knochen!), es dämmert, ein letzter Versuch (sonst fahren wir zurück bis Rancho San Cosme) und wir finden einen Stellplatz, nicht sooo schön, viele Steine und Treibholz, Steinstrand, aber wir können gut stehen, haben ein Feuer, Muschel-Schalen in allen Grössen, herrliche Mond- und Sonnen-Aufgänge, Sternenmeer - einfach toll!

Ein schöner Ruhe-Tag, Geni fischt (er fängt nur 2 kleine, die er schwimmen lässt) und bäkt Brötchen, das Wasser lädt zum Bade, es wäre nicht sooo kalt, aber die glitschigen Steine halten mich ab, ein Fisch-Adler mit Fang, am Feuer bis spät.

Ein Seehund schaut kurz vorbei, Pelikane, Reiher, grosse Fische springen, eine Enten-Familie, viele Delphine jagen in der Bucht, auch heute fängt Geni kein Fisch, schade.

Wir brauchen Internet (und Bier, Wasser, Dusche), deshalb müssen wir diesen friedlichen Ort verlassen, nach 5km geraudeaus geht es wieder an den steilen, schmalen Aufstieg, zum Glück ohne Gegenverkehr, erst nach der Krete kreuzen wir andere Autos und treffen auf Boris und Christi (Ford/Minnesota), gleich danach ist die Strasse wieder geteert, zurück auf die MEX1, über Hügel mit einigen Kurven kommen wir nach Ciudad Constitución, feines Zmittag, danach einkaufen und auf den Misiones Trailer Park (ehemals Manfred's), ein Trailer aus USA und wir sind die einzigen, der Platz ist vom Hurrikan verwüstet, auf die Hälfte reduziert, WC/Duschen rustikal, aber die Wasser-/Strom-Leitungen werden saniert.

Ein erfolgreicher Tag: Video-Konferenz mit Maria zum Pensionierungs-Fest hat nach Anlauf-Schwierigkeiten doch noch geklappt, der GeCo wurde gewaschen (gründlichst für 150Pesos, CHF 7.50! aufgerundet auf CHF 12.50), sieht aus wie neu, aufgetankt, Pesos am Automaten geholt (dieses Mal problemlos), die Wäsche zurück aus der Wäscherei, ich war beim Coiffeur (70 Pesos, CHF 3.50), es ist schwül, die Millionen von Fliegen plagen uns!

Guerrero Negro - Laguna Ojo de Liebre - Santa Rosalía - Bahía Concepción - Loreto - 1.2.2018

Der Camping leert sich wie jeden Morgen, am Abend ist er wieder fast voll, wir kaufen noch etwas ein im Mercado Sonoma, treffen den Surfer aus Biel und fahren weiter zur Laguna Ojo de Liebre (Hasen-Auge-Lagune), 37km auf der MEX1 und nach der Abzweigung auf der Sandstrasse durch eine riesige Salzgewinnungs-Anlage, wir haben Glück, 15Min. später fährt ein Boot zu den Walen hinaus, wir sehen viele Wale von Weitem, einige von ganz nah, eine Mutter mit ihrem Jungen bleibt längere Zeit in der Nähe unseres Bootes, wirklich ein tolles Erlebnis (die Bootsführer fahren nicht zu den Walen, die Wale sind neugierig und kommen zum Boot, aber streicheln ist erlaubt), der Camping ist direkt am Strand gelegen, sehr rustikal, Outhouses, aber beim Parking gibt es Spezial-Toiletten im 1. Stock mit Aussicht auf die Bucht und sogar Solar-"warme" Duschen, die 3 Expeditions-Mobile (EM) sind auch da, wir sind mutig und essen im kleinen Restaurant: panierte Crevetten (wie immer dazu Reis, Tortillas und Gemüse), Meeresfrüchte-Cocktail mit Tomaten-Sauce, Zwiebeln, Cilantro (Koriander), dazu versuchten wir Michelada (Bier, Gewürze, sauer, eigentlich ungeniessbar), ein Drink, den wir NIE mehr bestellen, auch die rohen Meeresfrüchte sind ab sofort gestrichen, das Risiko von Montezuma's Rache ist zu gross.

Nebel über der Bucht, aussen ist der GeCo davon tropfnass (Geni kann die Scheiben ohne zusätzliches Wasser putzen), ein Coyote heult hinter dem GeCo, zurück zur MEX1, bei der Einmündung Polizei-Kontrolle, wer werden durch gewunken, durch die Viscaino-Wüste, viele Felder und riesige Plantagen, Militär-Kontrolle kurz vor San Ignacio, hier sammeln Jugendliche auch für die Volleyball-Mannschaft, in San Ignacio (Dattelpalmen-Oase, alles zerfällt) stehen die 3 EM am Zoccalo, wir laufen durch's Dorf (eigentlich suchen wir den Bücherladen, aber den gibt es nicht mehr, wie so vieles hier) und besichtigen die Missions-Kirche, danach geht es über die Hügel langsam hinauf (inzwischen sind die 3 EM vor uns) aber steil hinunter nach Santa Rosalía, die Hauptverkehrs-Strasse voller Löcher, einkaufen bei Ley (toller Laden mit ganz toller Bäckerei) und weiter zum RV Park San Lucas Cove (16km südlich), auch hier haben sich die 3 EM schon installiert, Jefe Manuel empfängt uns, wir bezahlen 2 Nächte, es ist sehr ruhig, nett, grosszügige Plätze, sauber.

Wir fahren zurück nach Santa Rosalía, dieses Städtli wurde von Franzosen gegründet, ganz hübsche Holzhäuser, eine Kirche von A.G. Eiffel designe und eine Bäckerei mit tollen Brötli uns sonstigen Leckereien, einmalig die Kassiererin: sie isst mit links ein Stück Pizza, mit rechts macht sie Kasse! Wir laufen noch durch einige Strassen, danach nochmals einkaufen bei Ley und zurück den Camping-Platz geniessen bis der Wind aufkommt und die Sonne untergeht.

Volles Programm mit WC leeren, Abwasser entsorgen, Frischwasser auffüllen (das Wasser im Tanken trinken wir nicht mehr, es läuft trotzdem durch einen Filter und wird noch mit einigen Tropfen Cloralex desinfisziert, Trinkwasser kaufen wir in Bidons), auf der MEX1 weiter nach Süden, leicht hügelig und kurvig, in Mulegé ein Abstecher dem Fluss entlang bis zur Mündung am Golf, kleiner Leuchtturm, die Schäden des Hurrikan von 2017 sind hier noch gut sichtbar, im Dorf wirklich ganz enge Strassen, wir finden einen recht guten Mercado, wo wir alle Zutaten für ein Chili con Carne (und mehr) bekommen, der Bahía Concepción entlang, bei der Anfahrt von oben schöne Ausblicke, die Campings überzeugen nicht so, aber wir bleiben auf dem El Requesón, kleine Bucht, bei Flut heller Sand und türkises Wasser, bei Ebbe alte Muschelschalen und Seegras, aber dann kann man auf der Sand-Zunge auf eine kleine Insel laufen, die Outhouses sind übel (soll auch vom Hurrikan her sein), vor dem Eindunkeln füllt sich der Platz, sehr starker Wind (unser mexicanische Nachbar weiss, dass er noch 3 Tage so sein wird), wir sind Sand-paniert, im GeCo hat es auch ganz feinen Sand-Staub, weil es so schön warm ist wollen wir nicht alle Türen und Fenster schliessen.

Eigentlich wollten wir weiter, aber am Morgen bei Flut ist es hier recht schön, der Wind ist nicht mehr sooo stark, die üblen Outhouses nehmen wir in Kauf und bleiben, ein Händler kommt vorbei, wir kaufen Crevetten und Tamales (Poulet/Gewürze in Maisbrei und in trockenen Maisblättern gedämpft), sünnele, lesen, wir warten bis die Ebbe soweit ist, dass wir zur kleinen Insel laufen können, hinauf und herum durch Mangroven so weit es geht, zurück erwarten uns Souvenir-Verkäufer, wir erstehen eine kleine geschnitzte Tortuga (Schildkröte), bei den Decken/Teppichen müssen wir leider "No, Gracias" sagen, im Moment brauchen wir nichts dergleichen, es ist Sonntag, ziemlich viele Besucher kommen vorbei, auch ein Car mit italienischer Reise-Gesellschaft, einer spricht uns an, seine Frau ist Tessinerin.

Es geht weiter auf der MEX1 kurvig und hügelig der Bahía Concepción entlang, über ein Sätteli und hinunter in ein breites, fruchtbares Tal mit einigen Ranchos, dem entlang bis Loreto, auf dem Supermarkt-Parkplatz treffen wir Caroline (VW-Bus mit vielfarbigem Hund), von ihr wissen wir, dass Fern und Barry (VW-Bus mit Katze) auf dem Camping Rivera del Mar RV Park sind, den haben wir uns auch ausgesucht, wir bezahlen gleich 2 Nächte (Wind und recht viele Fliegen), die Laundry wird ausgenützt, morgen laufen wir in's Dorf, es soll ein Tourist Office und einen Buchladen geben (wir hoffen immer noch auf Strassen-Karten), Jens und Silke treffen noch ein (Pick up Camper/D, in Ensenada getroffen), die letzten Tage sind wir nicht so vorwärts gekommen, heute fuhren wir 95km.

Ganz gemütlicher Morgen, wir verabreden uns mit Jens und Silke zum Zmittag bei El Rey del Taco, wir laufen auf der Malecón dem Meer entlang, beim Hafen/Leuchtturm treffen wir Fern und Barry mit den Velos, durch die Fussgänger-Zone kommen wir auf die Plaza mit herzigen Restaurants (ein MUSS: Margarita zum Apéro), besuchen die Missions-Kirche Nuestra Señora de Loreto (ganz schmal, lang, Holzdecke), wir bekommen ganz wenig Infos im Tourist-Office, die Tacos sind sooo fein, zurück auf dem Camping sind die 3 EM eingetroffen, überhaupt ist der Platz ziemlich voll, obwohl klein und eng, sind einige richtig grosse Camper da, Schlu(mmer)Be(bei Jens und Silke).

Fern und Barry verlassen Loreto Richtung La Paz (sie haben ein Problem mit Benzin-Zufuhr, das sollte in La Paz gefixed werden, hoffentlich kommt alles gut für sie), auch Jens und Silke aber Richtung Puerto Escondido, wir lassen uns eine Weile vom "Rugel" belabern (er hat den Blue Blood Moon um 4 Uhr gesehen, haben wir leider verschlafen), machen Büro, putzen das Bad, nach einer Dusche laufen wir zur Plaza zum Znacht, Margaritas zum Apéro, Fisch, alles ganz fein.

Bahia de los Angeles - San Rafael - San Francisquito - Guerrero Negro - 24.1.2018

Tatsächlich ist die schöne MEX5 kurz nach Bahia San Luis Gonzaga fertig, wir fahren mit 10-20kmh während 2.5Std. über Schotterstrasse, neben der unfertigen neuen Strasse, gearbeitet wir nur an einem kurzen Stück, wir sind gespannt, wo wir einkaufen können, Einmündung in die MEX1 bei Laguna Chapala: nichts, Abzweigung zur MEX12 bei Parador Punta Prieta: nichts, wir fahren die 66km nach Bahia de los Angeles, wunderschöner Ausblick über Bucht, Inseln, Campings und Dorf! Das Nötigste bekommen wir in den beiden Mercados, wir haben uns Dagett's Beach Camp ausgesucht, die Plätze sind alle besetzt, wir können uns aber zu Fern und Barry aus Vancouver stellen, sie gehören zu den 6 VW-Bussen, die wir schon auf dem letzten Platz getroffen haben, sehr nett, ruhig, windig, kühl, wir laufen lange dem Strand entlang, sehen viele Pelikan, Möwen, Wasser-Rallen und unbekannte Wasservögel.

Bereits um 7:30 aufgestanden, alle rundherum sind schon auf, sitzen mit ihren riesigen Kaffee-Tassen an der Sonne, wir wechseln auf einen eigenen Platz, laufen auf die andere Seite der Bucht, neben den üblichen Wasservögeln und einem Taucher schwimmen 5 Delphine in der Bucht, leider ist das Internet schlecht und langsam, beim Router zwischen den Motel-Zimmern 5 und 6 haben wir Mails erhalten (ohne Fotos), Barry hat die Verbindung mit seiner Antenne verlängert,  bringt aber nicht viel, am besten sei es um 4Uhr morgens! 

Wie die anderen rundherum sind auch wir um 7Uhr auf, Thomas (VW-Bus, ein CH, der vor X Jahren in Vancouver hängen geblieben ist) kommt noch auf einen Schwatz vorbei, die ersten VW-Busse fahren weiter, auch wir verabschieden uns, "Gross-Einkauf" in unserem Lieblings-Mercado, wir müssen nach der Strasse nach San Rafael fragen (kein Wegweiser, keine Nummer), gleich im Dorf beginnt die Staub-Strasse, mit Schotter, Sand, Wellblech ist sie nicht einmal so schlecht, wir fahren mit 20-40kmh, nach 3.5Std. durch Halbwüste, links und rechts Hügel, erreichen wir San Rafael, die bekannten Plätze sind nicht mehr zugänglich, weil hier Meeres-Schildkröten ihre Nester haben(leider erst im Juni), Pancho (nett, voll Alk, ohne Zähne) empfängt uns, zeigt uns den Stellplatz am Strand, sehr rustikal, wir bleiben, leider ist die Düne dahinter voll verkackt, das Toiletten-Papier über die ganze Düne verteilt und das, obwohl es ein liebevoll hergerichtetes Plumps-Klo gibt, auch die anderen Fischer sind nett, leider kein Fisch heute, am Abend fährt 1 Boot hinaus für Pulpo und Callo (Muscheln), sehr ruhig, grandioses Sternenmeer wie jede Nacht auf der Baja. 

Weiter auf der nummernlosen Strasse, heute etwas mehr Grün, immer noch riesige Saguaro-Kakteen, Kühe, der Grader ist noch nicht so lange vor uns durchgefahren, trotzdem gibt es einige üble Bachbett-Durchfahrten, Steigungen mit Löchern und Felsen, schöne Anfahrt hinunter zur Bucht von San Francisquito (60km, 2.5Std.), den Camping beim Hafen haben wir nicht angeschaut, wir stehen bei Punta San Francisquito, auch hier sind die Häuser herunter gekommen, der Camping verwahrlost (Flush-Toilette funktioniert), der bisher schönste Strand (Karibik-mässig), wir wundern uns, dass sonste keine Touristen da sind, wir erkundigen uns betr. fischen, laufen an's Ende der Bucht, beim 1. Wurf hat Geni einen grösseren Fisch dran (keine Ahnung, was es ist) und später noch einen 2., passt perfekt zu den Kartoffeln, die wir essen wollen, bevor wir zur Grenze Baja California Sur kommen, Zitrusfrüchte, Äpfel, Avocados und Kartoffeln dürfen nicht mitgebracht werden (wenn es denn kontrolliert wird).

Wir haben noch keine richtige Strassenkarte, zum Glück funktioniert das GPS plötzlich wieder wunderbar, es führt uns weiter auf der "Strasse" ohne Nummer, recht passabel, viel Sand, ein kurzes Steil-Stück hinauf zu einem Sätteli ist sogar betoniert! Zum Zmittag essen wir unsere letzten Äpfel (wegen Kontrolle), nach El Arco bei der Grenze Baja und Baja Süd stehen verlassene Gebäude vom Militär, Kontrolle ist aber gar nicht! Leider auch kein Hinweis auf den 28. Breitengrad, wir dürfen die Uhren 1Std. vorstellen, d.h. noch 8Std. zurück zur Schweiz, in El Arco kommen wir auf die MEX18, schön breit aber so tief Schotter und so viel Wellblech, wir zuckeln die letzten 30km mit 10-20kmh bis zur MEX1, darauf ein kurzes Stück nach Guerrero Negro, wir stehen im Malarrimo RV Park, nett, sauber, 3 VW-Busse (Barry + Fern, Thomas, Caroline) sind auch da, feines Znacht im Malarrimo-Restaurant (Ceviche, Lobster, Fisch-Eintopf), bis zum Einschlafen hören wir noch lange mexicanische Musik von irgendwo in der Nähe.

Leider funktioniert das Gratis-WiFi und unser MEX-Hotspot hier nicht, zum Glück haben wir noch den US-Hotspot! Unsere Wäsche haben wir in der EXPRESS-Wäscherei abgegeben, nach 2.5Std. war sie fertig, länger nach so etwas wie ein Supermarkt gesucht, eine Panaderia (Bäckerei) gibt es schon gar nicht, wir waren draussen beim Faro/Porto Viejo, ein Vogelschutz-Gebiet, viele Reiher und Rallen, die anderen kennen wir nicht, wir haben auf den besten Platz umparkiert, hier kann sich niemand vor die Sonne stellen (wie gestern ein Monster-Camper), Geni putzt die Fahrer-Kabine innen: so viel Staub hatten wir noch nie! Hinten drin hat es auch etwas Staub, aber wirklich nur GANZ wenig, wir sind happy, dass die Wohn-Kabine so gute Qualität ist! Nach dem Znacht (Tacos mit Guacamole (Avocada-Mus), Fischplatte für 2) treffen wir Josh und Rita (Fire Island NY) und den Surfer Scott, Geni spielt eine Runde Billard und gewinnt, kostet ihn eine Runde Tequila, ich bleibe beim Margarita, sehr lecker!

Wir bleiben einen weiteren Tag, laufen in's Dorf zum Einkaufen, Geni putzt die Fahrer-Kabine fertig und bäckt ein Brot im Dutch Oven (braucht viel länger und viel mehr Kohle als im Rezept, wird aber trotzdem recht gut), ich mache endlich wieder einmal Büro, einige Mails und die Homepage aktualisieren, wir sind überrascht, wie schnell die Fotos auf die Homepage kommen, zum Znacht wieder im Malarrimo-Restaurant: Callo-Carpaccio, Fisch-Suppe, Fisch-Filet, Callo paniert.

San Diego - Ensenada - San Felipe - Bahia San Luis Gonzaga - 17.1.2018

Obwohl "frühe" Tagwach sind wir erst am Mittag fertig mit Putzen, Waschen, GeCo einräumen, den Condo-Schlüssen haben wir zu Ruth's Schwester Doris in der Nähe gebracht, dann auf den I-5 und I-8 zügig aus San Diego hinaus, auf den Hwy 125 und 94 durch dürres Gebiet zur Grenze Tecate, beim US-Zoll wollten wir unsere Ausreise bestätigt haben (weisse Karte entfernen lassen), damit wussen sie nichts anzufangen, wir sollen nach Mexico einreisen und dann zurück in die USA einreisen um wieder auszureisen - Hä!!?? Wir reisen in Mexico ein, ganz kurze GeCo-Kontrolle (eher Neugierde) und wir sind in Mexico, auf die Frage nach der Touristen-Karte schickt man uns zurück zur Migración: Karte ausgefüllt, zur Bank: Gebühr bezahlt, zurück zur Migración: Stempel und FMM (Forma Micración Multiple) erhalten, aber sollen wir wegen der weissen Karte zurück in die USA? Ist das wichtig für uns? Wir wissen nicht ganz definitif, dass wir NIE mehr in die USA wollen, um dann keine Probleme zu bekommen sind wir als Fussgänger wieder in die USA (rechnen mit 2 Std. Aufenthalt), Erklärungen, 2 Beamtinnen befassen sich damit, es wird diskutiert, dann die weisse Karte entfernt, wir fragen nach einem Ausreise-Stempel, was wieder Diskussionen auslöst, aber nach rund 15Min. ist alles erledigt, eine Beamtin bringt uns zurück nach Mexico und wir sind einer ganz anderen Welt! Auf der MEX3 (später auch Ruta del Vino) gelangen wir via die Valle de Tanamá und Valle de Guadelupe (Reben, Oliven) nach Ensenada (Strassen voller tiefer Löcher), wir übernachten auf der Halbinsel Punta Banda im La Jolla Beach Camp, direkt am Strand, SEHR rustikal, eigentlich wollten wir auswärts essen, weil unser Kühlschrank leer ist (wir wollen nichts mitnehmen, das dann nicht über die Grenze mitkommen darf), aber es dunkelt bereits, wir begnügen uns mit Suppe, Zwieback (unser Notfall-Brot) und Pancetta, es sind etwa 10 Camper/Zelte hier, es gefällt uns, wieder im GeCo zu sein, herrlich das Meeresrauschen!

Neben uns steht der Pick up von Jens und Silke aus Ravensburg, während wir plaudern kommen 3 "Expeditions"-Mobile mit Ewald (Unimog/A), Max und Margrith (Bucher/CH), Maggi und FRanz (Iveco/CH und A) an, wir fahren nach Ensenada, an fast jeder Ampel will etwas verkauft werden, bei Rot werden vor den Autokolonnen Machetas und Feuerspiesse jongliert (die bekommen je 50 Pesos/CHF 2.50), einkaufen bei Walmart (auf dem Parkplatz wird auf Wunsch das Auto gewaschen, 100 Pesos), Geld wechseln (bei 2 Geldautomaten gab es nichts, beim 3. hat's dann geklappt), bei AT&T ein Abo für's Internet gemacht, das hat lange gedauert: langsames Internet, das USA-Mobile ist locked, deshalb haben wir das Canada-Mobile wieder aktiviert, am Nachmittag zurück auf den Camping, rustikale heisse (!) salzige Dusche, T-Bone vom Grill.

Wir bleiben einen weiteren Tag, endlich wieder Zmorge draussen, warm obwohl erst 8Uhr, wir fahren zu La Bufadora auf der anderen Seite der Halbinsel (mit den Wellen wird Wasser in eine Höhle gedrückt, das dann 20m hoch spritzt), viele Besucher, noch mehr Stände und Verkäufer, auf ca. 500m ein Laden nach dem anderen, alle wollen ein Geschäft machen, auch daran müssen wir uns gewöhnen, bei einem Topez (Tempo-Bremse) wird für die Operation eine Frau gesammelt! Wir nehmen an, dass es stimmt, so spenden wir immer wieder etwas (Ersatz für meine Spenden, die zu Hause wegfallen), zum Znacht soll es Poulet geben, wir fahren dafür ca. 20km bis zur Abzweigung Maneadero, dort haben wir gestern eine schöne Poulet-Braterei gesehen, zurück auf dem Camping laufen wir dem Strand entlang, bei Ebbe kommt an mehreren Stellen heisses Wasser aus dem Sand, ich finde unzählige Sand Dollars (vertrocknete Seeigel-Art), sünnele, lesen, Haare schneiden.

Kurz nochmals beim Walmart vorbei, beim Tourist Office sehr wenig Infos/Karten! dann geht es nach Osten auf der MEX3 (recht gute Strasse, bis 1200m hinauf), durch fruchtbare Täler, über die Sierra de Juárez, nach der 2. Militär-Kontrolle kommen wir auf die MEX5, auf der wir nach Süden bis San Felipe fahren, tolle Strasse, wenig Verkehr, wir übernachten im RV Park Campo San Felipe, wir können "in's Dorf" laufen und essen fein in der Taco Factory (Margarita grande, Fisch-Ceviche, Fisch-Eintopf, inkl. abendliche Action der Einheimischen (Musik, Ess-Stände, Kinder, Polizei etc.).

Die neuen Duschen/WC beim Pool (am Strand!) sind hübsch, aber noch nicht fertig und verfallen schon wieder, die alten Duschen/WC sind SEHR rustikal/alt/verrostet, wir haben trotzdem geduscht, müssen uns daran gewöhnen, aber dass wir das WC nach dem Znacht nicht mehr benutzen können, weil Leute darin übernachten, daran können wir uns nicht gewöhnen, wir wollten deswegen über den Preis diskutieren (bei der Ankunft war niemand im Office, bei der Abreise auch nicht), also eine gratis Übernachtung mit Wasser auffüllen (mit Filter und Clorolex) und WC leeren! Nach Auftanken (wir gewöhnen uns an, bei halbvollem Tank aufzufüllen, die Möglichkeit, dass es keinen Diesel gibt ist gross), weiter auf der MEX5 mit einem Abstecher zum Valle de los Gigantes (Saguaro-Kaktees grösser als im Saguaro NP), der Wächter Sergio war ganz aus dem Häuschen wegen "Switzerland"! Wir sind eine schöne Strecke (sehr sandig) durch die Kakteen gefahren, anschliessend noch etwas löchrige Strasse, mit Dips (in einen sind wir hinein geknallt), danach neu, breit, über Hügel dem Golf entlang, Abstecher nach Puertecitos und weiter bis San Luis Gonzaga, der Camping Rancho Grande ist direkt am Strand, jeder Platz hat eine eigene Palapa (Palmblätterdach-Unterstand) und ein Outhouse (Plumps-Klo).

Eigentlich waren wir fast bereit zur Abfahrt, aber wir bleiben noch, Alemania (Riesen-Camper+ATV) gibt uns Tipps für Campings im Süden, wir laufen die eine Seite der Bucht, so viele Muschelschalen wie noch nie, einige kleine kommen in die Sammlung, die grössen werden von Geni gelocht (dafür hat Mann eine Bohrmaschine dabei) und aufgereiht, lesen, sünnele, das Wasser ist zu kalt für ein Bad, am Abend kurzer Rundgang auf die andere Seite der Bucht, 6 VW-Busse und ein paar andere Camper sind da, improvisierter Znacht: Avocado mit Balsamico, Brathärdöpfeli mit Resten-Hacktätschli.