Cuenca, Ecuador - Zorritos, Peru - Lobitos - Piura - 16.5.2019

Um 9Uhr sind wir startklar, Humberto & Maria treffen wir leider nicht an (sonst wären wir sicher 1Std. später ;-), weiter auf der E35 durch ein breites Tal mit grossen Vieh-Weiden, noch in der Ebene zweigen wir ab auf die 59 und hinauf geht es bis Portete, tolle Aussicht in's nächste Tal, der Strasse entlang Früchte-/Gemüse-Stände, Bananen in allen Farben und Grössen, es geht eine steife Brise, danach geht es lange hinunter und durch einen Cañon, schöne Farben von Sand und Felsen, es wird wärmer, Bananen und Hibiskus säumen die Strasse, erstaunlich viele Busse kreuzen uns, es warten auch viele Leute an den Haltestellen, viele Hundimientos, Derrumbes und Fallas Geograficas (Absenkungen, Erdrutsche und geographische Fehler), in eine sind wir reingeknallt, man hat erst ganz nah gesehen, dass sie soo übel ist! um Pasaje herum nochmals üble Piste aber danach kommen wir auf die 6-spurige E25, recht viel Verkehr in Richtung Grenze, die meisten fahren nach Huaquillas, nur wenige zur Grenze, trotzdem wir es gehört und gelesen haben fahren wir an dem Gebäude vorbei, wo wir das Zollpapier für den GeCo abstempeln und abgeben sollten, nachdem wir die Ecuador-Ausreise- und Peru-Einreise-Stempel haben, werden wir zurück geschickt, kein Problem um über die Grenzen hin und her zu kommen, trotz Umweg dauerte die ganze Prozedur gerade 1Std., vom GeCo interessierte nur das Nummernschild und die VIN-Nummer, wir hatten dann keine grosse Lust mehr, uns in Tumbes um Einkauf und Telefon-Karte zu kümmern, wir fahren durch bis Swiss Wassi unterhalb von Zorritos, netter Empfang von Jacques, Carola & Peter (WoMo Carthago chic c-line/D) stehen da, sowie ein Riesen-MAN (BL), wir stehen vor den Cabañas, morgen fahren die BL weiter und wir übernehmen deren Platz in der 1.Reihe, Jacques bestellt uns Ceviche und Reis mit Meeresfrüchten vom Restaurant Luz del Mar, ganz fein, viel zu viel! es ist herrlich warm, schönster Sonnenuntergang, in der Nacht kühlt es angenehm ab.

Bevor wir die Strandferien geniessen können, müssen wir noch einen Arbeitstag einschalten und die 40km zurück nach Tumbes fahren, keine schöne Stadt aber ein gutes Einkaufs-Zentrum mittendrin mit Claro (Telefon) und Metro (Lebensmittel), wir stehen jetzt direkt am Stand, herrlich wenn die Wellen bei Flut so richtig laut aufschlagen, es wird gründlich gewaschen, vor allem die warmen Sachen, Znacht kochen wir abwechselnd selber und lassen uns beliefern (immer "fischigs", immer fein), der grosse Hund "Atschi" ist oft bei uns (er frisst Reis und Spaghettini, das alte Brot vergräbt er im Sand und Blumenbeet), nach der Abreise von Carola & Peter übernimmt Natalie (Velo mit Zelt/USA) den Platz nebenan, eines Abends trifft die F-Familiemit Hund ein (in Cuenca getroffen), viel action, auch am Morgen, und schon sind sie wieder weg, Maria & Ignaz (LandCruiser GeoCab/A), LandCruiser/B und Dominik, Andrea mit Mael und Luan treffen fast gleichzeitig ein, sie kommen von Süden und haben uns viele Tipps, Barbara & Peter (LandCruiser/AUS) und Marcel (Sprinter/F) kommen später, mit 5 Partien ist es recht voll, wir können zusätzlich das Bad einer Cabaña benützen, für die Waschmaschine hat es gerade kein Wasser (das bräuchte 200Liter, das wird für WC/Dusche benötigt), nach 2 herrlich warmen Sonnentagen ist der Sonntag bewölkt, sogar mit etwas Regen, seit  letzten Sonntag sind wir hier, morgen fahren wir definitiv weiter.

Montag und Dienstag sind Wüsten-Tage: die Fahrt dem Meer entlang auf der 1 (Panamericana) führt durch total trockenes Gebiet, kleine gelbe Lehm-/Sand-Berge mit Aussicht auf Buchten/Fischerhafen und tief ausgewaschene Cañons, am Strassenrand wieder viele Kreuze und andere Erinnerungen an tödliche Unfälle, aber auch Abfall wie gewarnt, die schweren Teile bleiben liegen, der Plastic verteilt sich überall und bleibt in Bäumen/Sträuchern hängen, Nach El Alto lassen wir Berge und Kurven hinter uns, fahren lange gerade Stücke, erst Wüste, später Zuckerrohr-Plantagen, immer wieder kurze Umleitungen, weil neue Brücken gebaut werden, bei San Jacinto ist dann Schluss: die Strasse ist blockiert, Streik/Demonstration! Kolonne von LKWs, uns fällt erst jetzt auf, dass sehr wenig  Busse/LKWs unterwegs sind, wir müssen unbedingt einkaufen und fahren dafür zurück nach Talara, finden dort auch einen guten Laden, der GeCo wird von einem netten Mannli bewacht (kostet 1Soles, mit Quittung!), wir erfahren, dass auch die Alternativ-Strecke über Paita blockiert ist, deshalb bleiben wir in dieser Gegend, fahren über eine breite Piste durch Ölförderungs-Gebiet ("Giraffen" pumpen Öl, dicke und dünne Leitungen kreuz und quer) hoch nach Lobitos und stehen bei den Cabañas Neto fast am Strand (rustikal, herunter gekommener Surfer-Spot), Neto weiss, dass die Blockade um 24Uhr beendet wird, starker Wind, schöner Sonnen-Untergang, Meeresrauschen, später Znacht, wenig Hunger, wir spysled mit frischem Brot.

Über die Piste durch die Mondlandschaft zurück zur Panamericana, es hat mehr Verkehr als gestern, ein gutes Zeichen, und wirklich sehen wir ab San Jacinto 4x Überreste von Blockaden, nach Sullana 4-spurige Strasse, etwas sauberer, Bananen und Reis werden angepflanzt, nach dem Mittag treffen wir in Piura ein, einkaufen beim grossen Center Plaza Vea (Lebensmittel ok, Baumarkt auch hier nichts für uns), dann fragen wir bei einigen Pneu-Händlern nach und kaufen schliesslich bei Freddy Sanchez (Piura Top Llantas) Bridgestone, nicht unsere Wunsch-Marke/-Dimension (245 75R17 suchen wir seit Panama erfolglos), gemäss unseren Nachforschungen und der Bestätigung unseres Auto-Spezialisten Flury funktioniert es auch mit 265 65R17, die kurze Testfahrt zum Camping Porta Verde ist problemlos, Gonzalo empfängt uns, wir stehen auf dem Parkplatz, etwa 20 Gänse schnattern im Teich, auch 4 Hunde sind da und 2 Katzen mit 4 herzigen ganz kleinen Büsis, auch ein paar Leute mit Kinder, am Abend ist niemand mehr da, ausser dem Nachtwächter Pablo, die Aussendusche beim Pool benützen wir erst im Dunkeln.

Ruhetag, wir schauen uns die Route nach Kuelap (Ruinen) an und merken, dass wir 2-3 Tage dafür brauchen (wir sind nach dem kleinen Ecuador noch nicht an das grosse Peru gewohnt), dass die Strasse hinter Kuelap die ganze Woche wegen Bauarbeiten gesperrt und nur am Sonntag offen sein soll, stresst jetzt etwas, aber wir wir werden sehen,