Cuzco - Quince Mil - Puerto Maldonado - Iñapari/PERU - Assis Brasil/BRASILIEN   28.7. - 31.7.2019

Wir sind wieder unterwegs, einerseits endlich, andererseits wären wir gerne noch länger geblieben, jetzt wo gerade eine so nette Gruppe Overlander da ist, aber wir wollen nicht am allerletzten Tag an die Grenze kommen und für mein Bein ist es gut, wenn wir von der Höhe runter kommen.

Das GPS schlägt die Route über Pisac vor und wir nehmen die, der kleine Umweg hat sich gelohnt,auf der 28G hinunter in ein grosses, fruchtbares Tal und auf der 28B dem Rio Urubamba entlang, ganz kurz auf der 3S bis wir nach Urcos auf die 30C (Transoceanica, die geht von Lima bis São Paulo) abzweigen, in fast allen Dörfern wird der Unabhängigkeitstag gross gefeiert, etwas Dekoration über der Strasse, ein Ess-Stand am anderen, im Dorf und auf Fussballplätzen ist etwas los, wir kommen auf 2900müM hinunter, aber unerwartet über 2 Pässe und wieder auf 4185müM und sogar 4800müM hinauf, hier ein kurzer Halt, wir spüren die Höhe (ganz leicht schwindlig), sehr gute Strasse mit wahnsinnig viele Kurven, wir kommen den Gletscherbergen immer näher, Schnee und Eis am Strassenrand, unzählige Hunde schauen uns erwartungsvoll an, endlich geht es definitiv hinunter, einem Fluss entlang, die Landschaft wechselt von Braun zu Grün, erste Bananenstauden, Holzhäuschen, an der Zahlstelle werden wir nach unserer Herkunft gefragt und brauchen nichts zu bezahlen, so nett! Die 30C wird etwas weniger kurvig, es wird wärmer, beim letzten Halt wird Geni schon von Black Flies gebissen (willkommen im Urwald!), wir wollen in Quince Mil bleiben (Hälfte der Strecke von Cuzco nach Puerto Maldonado) und checken das La Casona, wir können da bleiben, stehen im grossen herrlichen Garten umgeben von Urwald, kleine grüne Papageien fliegen in Schwärmen vorbei, grosse laute Vögel haben ihre Hänge-Nester im grossen Baum, Dusche/WC in einem Zimmer, gefällt uns sehr, Diät-Menu Avocado und Zwieback, vom Dorf her hören wir noch lange die Musik vom Fest, heute haben wir es geschafft, alle 2Std. einen Halt zu machen, uns zu bewegen und mehr zu trinken als bisher.

Verabschiedung von Ilaria und Lilly, weiter kurvig, immer wieder einem Fluss entlang, viele Brücken und Dips (Senke in der Strasse, in der es Wasser, Löcher oder einen Bach haben kann), statt mit 50km im Schnitt sind wir jetzt sogar teilweise im 5.Gang unterwegs, am frühen Nachmittag kommen wir in Puerto Maldonado an und fahren die Anaconda Lodge an, herzlichen Empfang von Wadee, wie befürchtet ist die vordere Einfahrt zu niedrig für uns, die hintere Einfahrt wäre ok, aber es steht ein Touristen-Büssli dort, wir haben keinen Platz und sollen 1 Nacht vor dem Tor stehen, dankend lehnen wir ab und fahren weiter zur Villa Hermosa (Anlage mit Pool und Restaurant), ist sehr gut besucht (immer noch Feiertag) und wir treffen hier Vera & Vinzent (VW-Bus, CH-BS/SG), sie sind auch unterwegs nach Brasilien, eigentlich Pantanal, aber evtl. treffen wir sie auf dem Weg nach Manaus (den Floh haben wir ihnen in's Ohr gesetzt), Znacht im Restaurant (recht gut: Huhn, Platanos, Yuca, Papas), ich habe mich soo auf ein Bier gefreut, aber immer noch kein Alkohol, Geni bekommt von Vera & Vinzenz ein Stück (Bündner?) Nusstorte (von ihrem Vater gebacken und mitgebracht), so fein! es kühlt schön ab in der Nacht (die letzten Tage sei es kalt und nass gewesen), wir schlafen sehr gut.

Im letzten Moment denke ich daran, den Kompressions-Strumpf anzuziehen, den muss ich jetzt "einige Wochen" tragen (ideal bei diesen Temperaturen), Verabschiedung von Vera & Vinzent (wir sind ja gespannt, ob wir sie im Norden oder erst im Süden von Brasilien wieder treffen, wir verabschieden uns auch hier in der Anlage, wir haben in der Stadt einiges zu erledigen, evtl. fahren wir dann zur Anaconda Jungle Lodge (Besitzer Schweizer, Wadee ist Thailänderin und kocht Thai-Food), als erstes zur Lavanderia, 10kg Wäsche holen wir sauber morgen ab, ich sitze wieder bei einer Coiffeuse rein, sie macht es sehr gut, dann suchen und finden wir neue Scheibenwischer, war gar nicht so einfach, die Stadt ist voller Motos und Moto-Taxi, dafür gibt es Mechaniker und Ersatzteil-Geschäfte en masse, für Autos nicht, einkaufen im Supermarkt Pacifico (beschränktes Angebot) und wir finden sogar eine Panaderia (in anderen Städten gibt es an jeder Ecke eine Bäckerei und ein Obst-/Gemüse-Lädeli, hier aber nicht), wir fahren zurück zur Villa Hermosa, Einkäufe verräumen, Bett/Kissen neu beziehen (warme 31°), während wir Pause machen treffen ein Moto/Auto nach dem anderen ein, viele Kinder, die springen vom Auto fast direkt in den Pool, in der Dämmerung ist der Spuk vorbei, wieder Znacht im Restaurant (Filet, Fisch-Chnusperli, Reis, Platano, Yuca, Papas).

Kurzer, herzlicher Abschied von Blanca und Familie, Wäsche abholen (sauber und riecht fein), weiter auf der 30C über die Billinghurst-Hängebrücke über den Rio Madre de Dios, durch viele kleine Dörfer mit ganz vielen Gibas, an der Grenze Peru ist der Zoll schnell erledigt (ein Blick in die Kabine, die Motornummer interessiert nicht), auch die Ausreise bei der Migracion (man fragt uns nach Impfungen, ich verstehe ganz schlecht weil ich keine Lust habe, das Impfzeugnis hervor zu kramen, es stellt sich dann heraus, dass ab 59 nicht aktuell ist), Soles in Reais wechseln (sogar Münzen) und anschliessend an die Grenze Brasilien, Einreise für uns geht schnell, das Papier für den GeCo dauert etwas länger, der junge Beamte spricht englisch und ein wenig deutsch, der GeCo wird nicht einmal angeschaut, zwischen den beiden Grenzen zweigen wir ab nach Assis Brasil und zur Pousada Renascer, wir stehen auf dem Parkplatz, benützen Dusche/WC eines Zimmers, endlich wieder draussen Znacht essen, es kühlt schön ab, in der Nacht brauchen wir sogar die Decken.

Cuzco   7.7. - 28.7.2019

Montag: wir laufen nach Cuzco hinunter, kommen an einem kleinen Lädeli mit ganz dunklem Brot vorbei und kaufen das letzte, wir schauen bei einem Zahnarzt rein (Geni hat wieder kalt-warm-Schmerzen und ich will meine Beschwerden nochmals checken lassen), am Mittwoch haben wir einen Termin, beim vom  Camping empfohlenen Bäcker Qosqo Maki holen wir die feinen Croissants (sie haben eine schöne Auswahl an Broten, wie wir sie lieben), mit dem Taxi zum einkaufen, auf dem Rückweg bei Toyota einen Termin für Dienstag (8Uhr!) machen, ausser Service gibt es recht viel zu kontrollieren/tun.

Dienstag: Tagwache um 6Uhr, um 7:45 sind wir bei Toyota, der Werkstatt-Chef kümmert sich nett um uns, trotzdem geht erst einmal nichts, der GeCo wird in die Reihe für die Waschanlage gestellt (wäre nicht nötig), ca. 11Uhr wird er gewaschen (aussen, innen und Motor), ca. 12Uhr wird er in Angriff genommen, um 16Uhr sollte er fertig sein - es wird 17:30! und eines vom Wichtigsten "Spur einstellen" ist nicht gemacht! wir müssen im Dunkeln zur Quinta Lala zurück fahren, sind total hässig und haben das auch so kommuniziert.

Mittwoch: um 10Uhr beim Zahnarzt (wir laufen hinunter, im Schatten ist es richtig kalt), der Zahni kommt 10:45! bei Geni gibt es eine Wurzel-Behandlung, der Spezialist dafür trifft auch bald ein, Joe kümmert sich um die Krone für's Implantat, es soll möglich sein, dass er den passenden Typ findet, bei meinem Problem findet er auch nichts, das Röntgenbild zeigt dort eine kleine Entzündung, ca. 14:30 sind wir draussen an der Sonne, Geni ist fast erfroren, so lange auf dem Stuhl liegen, in der Apotheke kaufen wir die Medis für 2 resp. 4Tage (natürlich ist es nicht so einfach, die 600mg gibt es nicht, bei der 2.Apotheke kaufen wir halt 400mg), das kleine Lädeli mit dunklem Brot finden wir nicht mehr, entweder ist es geschlossen oder wir waren in einer anderen Strasse, bei der Norton Bar an der Plaza auf einem winzigen Balkönli wärmen wir uns, dazu ein kühles Artesanal Bier.

Donnerstag: um 9:15Uhr beim Zahni (noch kälter zum Laufen, Geni ist mit der Daunen-Jacke ausgerüstet), Joe kommt um 9:30!, er pröbelt mit dem Implantat und nimmt Abdrücke, der Spezialist arbeitet danach weiter an der Wurzel (er muss immer wieder nachspritzen), um 14:30Uhr endlich fertig, bei DHL klären wir ab, ob wir eine Sendung unseres Treuhänders dort abholen können, es werde aber nur an die Adresse der Quinta Lala geschickt, Edgar meint aber, dass wir das dann im DHL-Office abholen können, im Carpe Diem werden wir wieder erkannt und herzlich begrüsst, wir holen uns Pizza zum Znacht, während wir warten gibt es natürlich ein Bier und dazu offeriert warme Focaccia-Stückli mit eingelegtem Gemüse, sehr lecker.

Freitag: Zahni-Termin "Anprobe Implantat" erst um 17Uhr, Geni liegt unter's Auto und kontrolliert alles, es fehlt eine Schraube, Abdeck-Bleche sind übereinander anstatt nebeneinander, Abdeck-Gummi fehlen, Rad-Muttern nachziehen, also nochmals so richtig hässig, wir werden das Bewertungs-Formular ausfüllen, wird nichts ändern, aber den Ärger los werden hilft manchmal, auf dem Weg zum Zahni ein Anruf, dass es später wird, wir verschieben den Termin auf morgen, wir finden das Schwarzbrot-Lädeli (wir haben in der falschen Strasse gesucht) und essen fein im Carpe Diem, Tiramisú wird am Tisch zubereitet, nur wenig Gäste, nette Unterhaltung mit 2 jungen CH-Männern am Nebentisch.

Samstag: Anprobe Implantat und Kontrolle der Wurzelbehandlung, den Rest des fast freien Tages geniessen wir auf dem Platz, zum Znacht verabreden wir uns mit Karin & Lars im Morena (lustig: vis-à-vis vom Carpe Diem), peruanische Küche, sehr empfehlenswert (Athmosphäre, Service, ganz feines Essen (Ceviche, Hamburger) und Getränke (spezielle Apéros, Wein), zurück auf dem Platz staunen wir über weitere 5 Argentinier, die im Dunkeln noch angekommen sind (mit WoMos und Wohnwagen), sie stehen kreuz und quer.

Sonntag: Edgar managed das Umparkieren der Argentinier, so ist es etwas luftiger, es stehen mind. 15 bewohnte Overlander hier, geht aber ganz gut mit der vorhandenen Infrastruktur (nur das Internet ist reduziert), an der Sonne lese ich den halben Tag ein Buch fertig (sehr spannend: the girl on the train), die Argentinier rüsten, grillieren und essen auch den halben Tag (wir schauen dem Treiben gerne zu, so richtig südländisch), zum Znacht Risotto und Salsiccia, in der Nacht wieder heftige Magen-Probleme, am Morgen Ausschlag (ich will wieder beobachten, was ich esse).

Montag: die Implantat-Krone passt, morgen wird sie eingesetzt, bei der Plaza de Armas führen Schulkinder Tänze auf (für uns tönt die Begleitmusik ziemlich gleich und die Tänze werden immer wieder wiederholt, die einen Kinder sehen recht erschöpft aus, sehr schön zum Zuschauen, farbenfroh, wir erfahren, dass das ein Fest zum Geburtstag eines Geschäftes "La Molina" ist, sollten die Kinder nicht eher in die Schule? und Übungszeit wurde dafür auch noch verbraucht! in der Apotheke gibt mir die Doctora Tabletten (Crema reicht nicht), ich hoffe, zum Znacht sind wir wieder im Morena (das Carpe Diem hat leider geschlossen), wieder ganz fein (Ceviche, Lomo Saltado, Huhn gebraten, Apéro del Dia).

Dienstag: die Krone ist fertig und sitzt, auch der Zahn mit Wurzel-Behandlung wird definitiv verschlossen, für Donnerstag, steht noch eine Zahnreinigung auf dem Programm, immer noch starker Ausschlag, nochmals zur Apotheke, ich bekomme andere Tabletten, die Doctora ist nicht da, bin nicht so überzeugt, zurück auf dem Platz Regen mit leichtem Hagel, evtl. habe ich Fieber, verbringe den Rest des Tages im Bett, zum Znacht soll es Spiegeleier auf Schwarzbrot geben, der Gaskocher streikt immer wieder (Gas kommt schön, bleibt aber nicht), mit viel Fluchen klappt es doch noch mit dem warmen Znacht.

Mittwoch: Wolken und kalt, wir fragen Milly nach Gas und Arzt (immer noch starker Ausschlag), Edgar fährt mit Geni zu Eco-Gas, es dauert, aber die Flasche ist gefüllt, auf 16Uhr fahren wir zu Milly's Hautarzt, der kommt erst um 17Uhr und Termin gibt es erst ab morgen, sicherheitshalber fixieren wir einen, fahren aber zur Clinica Pardo (ist im Reiseführer aufgeführt), eine Señora ist für Touristen zuständig, wir warten auf den Dermatologen, sie bringt uns an den Einheimischen vorbei zu ihm, er tippt auf Parasiten, 14 Tage Diät (kein: Fisch/Meeresfrüchte, Milch-Produkte, Eier, Erdnüssli, Pikantes, Alkohol, Citrus-Früchte, alles Abgepackte) und morgen in's Labor, Znacht im Morena, für mich Pilz-Suppe ohne Käse.

Donnerstag: Geni bleibt beim Zahni, ich fahre weiter zur Clinica Pardo in's Labor, nach 45Min. ist das Resultat da: keine Parasiten, zurück zum Zahni dauert es etwas länger, eine kleine Demonstration blockiert 3 Fahrspuren, das Taxi umfährt das Chaos auf unbekannten Strässli, ganz kurz wird mir schon etwas mulmig, wir bummeln durch's Dorf und landen im schönen Café Valeriana, auf 17:30 wieder beim Dermatologen, die Señora heute spricht sogar recht gut deutsch, auch ohne Parasiten 14 Tage Diät, danach soll gut sein, spät in der Nacht bekommen wir Nachbarn, sie huschen mit Stirnlampen umher.

Freitag: unsere Nachbarn sind eine ecuadorianische Familie (Kia/Kabine Eigenbau), wir fahren bald einmal mit dem GeCo zum Spur-Einstellen und Gross-Einkauf, Milly bekommt wieder einen Berg Wäsche von uns für morgen, die hängt aber heute Nacht schon auf der Leine, so ist bis morgen Abend sicher alles trocken.

Samstag: nach gemütlichem Zmorge in der Sonne laufen wir in's Dorf, ich habe zwar ein dickes Bein, aber evtl. hilft die Bewegung, auch heute wieder Musik- und Tanz-Gruppen auf der Plaza, heute treffen Marjo & Alex mit Hund ein, wir haben nicht gedacht, dass wir uns hier treffen, das letzte Mal haben wir uns vor etwa 5Monaten in Ibarra gesehen.

Sonntag: wir sind ziemlich sicher, dass der Grund für mein dickes Bein eine Thrombose ist, wir möchten nicht mehr in die Clinica Pardo und kontaktieren deshalb eine deutsch-sprachige Ärztin, sie wird im Reiseführer empfohlen, leider meldet sie sich bis am Abend nicht, morgen müssen wir uns anderweitig umschauen, auch weil der Ausschlag nicht bessert.

Montag - Freitag: diese Tage lassen sich mit "Spital-Aufenthalt mit Thrombose und Ausschlag" zusammen fassen, die Dottora Menke hat sich Montag Vormittag vom Flughafen aus gemeldet, wir sollen gleich in die Clinica O2 auf der anderen Seite der Stadt kommen, sie organisiert den Kardiologen und Dermatologen, er ist der gleiche wie in der Clinica Pardo, er vermutet einen Zusammenhang (?), tiefergehende Tests werden es zeigen

Ich muss hier bleiben, bekomme einen Eisschrank von Zimmer (das ganze Haus ist eiskalt, man arbeitet im Mantel!), nach dem Znacht bekomme ich ein schöneres, grösseres, WÄRMERES Zimmer mit Aussicht (bewölkt, Regen), Geni hätte hier auch ein Bett und würde verpflegt, er will aber lieber nach Hause, am Nachmittag mit dem Rollstuhl in den Keller zum Kardiologen, ich bekomme für die nächsten Tage eine hypoallergene Diät, Zmorge: 3 Zwieback, 1 Könfeli, Tee, Zmittag: Suppe, Reis, wenig Gemüse, Huhn, Jelly oder Frucht, Znacht: Reis, wenig Gemüse, Huhn, Tee, leider alles nur lauwarm bis kalt, keine super Küche, aber essbar

Die tiefe Beinvenen-Thrombose wird bestätigt, ich bekomme Blutverdünner in Spritzen, später in Tabletten, ich lese viel (Das Labyrinth der Lichter/Carlos Ruiz Zafón, Barcelona 1938-1960), liegen, Beine hoch, am Mittwoch Sauerstoff-Abfall, kurze Aufregung (Lungen-Embolie?), seither bekomme ich Sauerstoff (mit diesem kleinen Schläuchlein bin ich richtig kurz angebunden), am Donnerstag ab 7Uhr Sonne im Zimmer, ich darf/muss laufen (nur im Zimmer), die Resultate sind da, sieht nicht so schlecht aus, evtl. will der Dermatologe noch eine Biopsie machen

Für Geni ist das jetzt blöd, er besucht mich jeden Tag, auf dem Rückweg kauft er etwas ein und läuft dann von der Plaza hinauf zum Camping, gute Leistung auf 3500müM, und zum Glück sind Marjo & Alex (F, mit Hund) und Karin & Lars (CH-SG) auf dem Camping, sie kennen wir seit Kolumbien, resp. Costa Rica

Wir müssen die Aufenthalts-Bewilligung verlängern, die 90 Tage laufen am 1.8. ab, das ist elektronisch möglich, wir versuchen es immer wieder während 3Tagen und geben auf, sieht einfach aus, aber funktioniert nicht!

Letzte Visite von Dottora Menke, das Bein sieht gut aus und bis jetzt kein neuer Ausschlag, der eine Allergie ist, ich muss nur noch heraus finden woher (in Peru gibt es keine Tests, Brasilien sei in der Dermatologie sehr gut), sie organisiert die Medis für die nächsten 2 Monate, die sind überraschend schnell da und auch Geni, leider erfolglos bei der Visums-Verlängerung, Milly hat ihn zur Migracion begleitet, etwa 100 Leute stehen an, nur 1 Schalter ist offen, also reisen wir am 1.August aus, herzlicher Empfang auf dem Camping, wieder einrichten, Znacht mit Karin & Lars im Carpe Diem, ich esse Lasagne, bin gespannt auf evtl. Reaktion.

Keine Reaktion von der Lasagne gestern, ich bin zuversichtlich, auch laufen geht schon viel besser, das Taxi bringt uns zum Mercado San Pedro, viele Souvenirs, aber auch Früchte, Gemüse, Fleisch, Haushaltsachen, Kleider, Essens- und Saft-Stände, Blumen, alles schön präsentiert, sauber, sogar Geni würde hier Fleisch kaufen (das heisst etwas), kurzer Stopp bei Mango-Saft und Cappuccino, zurück auf dem Camping reinigt Geni die WC-Kassette wieder einmal gründlich und ich räume im GeCo auf, morgen fahren wir weiter, schade, es sind gerade viele nette, sympathische Leute da, zum Znacht schaffen wir es nicht mehr in's Dorf hinunter, Geni kocht Reis und Remo-Gemüse.

Arequipa - Q'eswachaca - Cuzco   5.7. - 7.7.2019 

Bis auf den Franzosen ist der Camping jetzt leer, wir brauchen fast 1Std. bis wir aus Stadt und Agglomeration heraus sind, auf der 34A in die Höhe, dann eine Drogen-Kontrolle (mit Hund, der kommt bei uns aber nicht zum Einsatz), irgendwie hat sich das Nelken-Gläsli selbständig gemacht und fast den ganzen Inhalt über den Boden verstreut, so peinlich! nach Imata zweigen wir ab auf die 34J, tolle Strasse über die Ebene, kein Verkehr, bis aus einem Campamento im Nirgendwo ein LKW mit Anhänger nach dem anderen fahren, wirüberholen ca. 20 davon und haben dann freie Fahrt - bis die Teerstrasse fertig ist und ca. 100 von diesen LKW am Strassenrand stehen, dazwischen noch Tanklastwagen, wir fahren langsam daran vorbei, einige Autos kreuzen uns, ein Zeichen, dass die Strasse irgendwie durchgängig ist und tatsächlich kommen wir wieder auf Teerstrasse (dieses Stück ist in der Karte nicht richtig, auch Google-Maps und Garmin kennen es so nicht), weiter auf der 133 und 34F, wir haben uns für heute eine lange Strecke bis zur Inka-Brücke Q'eswachaka vorgenommen, die Strassen (779, 130, 126) nach Checca, Quehue und in Serpentinen steil hinunter zur Inka-Brücke Q'eswachaca sind sooo schlecht (löchrige Teerstrasse, kurvig), dass wir in die Nacht hinein kommen (das ist uns seit Canada nicht mehr passiert), in der Dunkelheit finden wir die Zufahrt zum Campo Rumichaca nicht, wir wollen hinter der Leitplanke auf einem kleinen Platz bleiben, da kommt uns aber Wenceslao entgegen und leuchtet uns den Weg zum Campo, etwas abenteuerlich im Dunkeln! stürmische Begrüssung von 3 Hunden, die Heizung wird in Betrieb genommen, wieder Problem mit dem Gaskocher, schöne Flamme, aber sie löscht wieder aus, manchmal funktioniert wenigstens eine, aber heute bleibt die Küche kalt.

Die Sonne kommt früh über den Berg, wärmt den GeCo und lädt die Batterie auf, Halt bei der Inka-Brücke Q'eswachaca (die einzige noch bestehende Inkabrücke, sie wird jedes Jahr neu aus Steppengras gebaut und führt über den Fluss Apurimac (www.youtube.com/watch?v=dql-D6JQ1Bc), dann geht es wieder die Serpentinen hinauf und bis Combapata auf kaputter Teerstrasse auf die 3S (hier ist Sonntags-Markt, die Durchfahrt natürlich gesperrt, wir finden den Weg durch den Viehmarkt, die Strecke bis Cuzco kennen wir vom Hinweg, schön zu fahren, wir haben keine Lust zum Einkaufen und sind so am frühen Nachmittag bei der Quinta Lala, ein Franzose fährt gerade weg, wir richten uns auf dem sonnigen Platz ein, es sind noch immer viele Autos eingestellt, hat aber auch einige bewohnte, unsere Nachbarn sind Bettina & Norbert (LKW/D), gegen Abend sind Karin & Lars zurück von ihren CH-Ferien, es gibt einiges zu erzählen.

Cuzco - Ocoruro - Cañon del Colca - Arequipa   27.6. - 5.7.2019

Wir sind wieder on the road, erst im grossen Bogen um Cuzco herum, danach auf der 3S im Tal des Rio Urubamba (sehr fruchtbar, viele Eucalyptus-Wälder), unzählige Ruinen lassen wir links und rechts liegen,  fahren durch viele kleine und grössere Dörfer mit vielen Gibas, die Spezialität von Oropesa sind Weizenbrote (Chutas), sie werden in jedem Lädeli und an jedem Stand verkauft, riesiger Zufall: wir treffen Mägi und Franz, sie sind auf dem Weg nach Pisaq, Ollantaytambo und Cuzco, nach Austausch der letzten Neuigkeiten geht’s weiter, bei Sicuani nehmen wir die 34G, später ist es die 34F und 34E, es geht den Berg hinauf, schöne Aussicht auf die Laguna Languí Layo, beim Mittags-Halt überholt uns ein silbriger CH-Pick up Camper (scheint ziemlich pressiert, nicht angehalten, nicht mehr angetroffen), die Strasse ist mit den vielen Kurven über die Hochebene (viele Kühe, die zwischen dem Pampas-Gras noch etwas Fressbares finden) doch anstrengend, gegen 17Uhr bleiben wir ausserhalb von Ocouro bei einem grossen Platz mit Beizli stehen (4100müM), wir essen im Restaurant Yuli, endlich wieder eine Forelle (frittiert, dazu Reis und Pommes (beides kalt), Salat, Kafi, Tee für Total CHF 7!), die Mammacita wollte, dass wir im windgeschützten Hinterhof stehen, aber da hätte sie ganz viel «Grümpel» wegräumen müssen und es wäre immer noch knapp gewesen, die Bise hat dann nachgelassen, so dass wir es kuschelig und gut geschlafen haben, einige Autos kommen für kurze Rast, andere bleiben bis am frühen Morgen.

Es geht wieder hinauf bis 4700müM, in der Höhe sind es heute grosse Lama/Guanako-Herden, die das karge Gras fressen, ab Condoroma 60km gute, breite Piste (bis auf die Stücke, die ich bei Regen nicht fahren möchte und das Wellblech), schönste Landschaft, kurz nach Überqueren des Rio Colca eine Frucht-Kontrolle, wir haben nicht gewusst, dass man nicht alle Früchte in die Provinz Arequipa bringen darf, die Limonen sind bewilligt, Mandarinli und Apfel essen wir vor Ort (die meisten sind eh alt, unsaftig, mehlig), ab Sibayo wieder Teer-Strasse, wie auch der Cañon del Colca mind. bis zum Mirador Cruz del Condor (Garmin-Anna meint zwar, wir fahren auf einer Strasse «unpaweed» (unpaved, ungeteert), gute Strasse mit schönsten Ausblicken in den Cañon, auf die gegenüberliegende Seite und die vielen Terrassen, es sind auch Felsen-Gräber hoch oben zu sehen, auf dem Parkplatz vom Mirador Cruz del Condor sind bereits Johanna & Johann, wir gehen noch hinunter Condor-Schauen und es kommen tatsächlich einige vorbei, für morgen hoffen wir auf noch mehr.

Wir haben gelesen, dass sich hier ab 8Uhr unzählige Touristen zum Condor-Schauen einfinden und es ist tatsächlich so, schon am frühen Morgen treffen die Souvenir-Verkäufer ein, die Stände werden aufgestellt, das WC aufgeschlossen, danach ein Touristen-Büssli nach dem anderen, gegen 9Uhr machen auch wir uns auf, um die Condore zu sehen und wir haben Glück, dass heute soo viele unterwegs sind, ein ganz tolles Erlebnis, diese grössten Raubvögel (3.20m Spannweite,) so nah zu sehen, wir bleiben noch eine Nacht, auch am Nachmittag kommen noch einige Leute vorbei, es sind auch vereinzelt Condore zu sehen, als der Wind aufkommt und die Sonne immer wieder hinter den Wolken verschwindet wird es kalt, Geni bäkt ein Brot, im GeCo ist es kuschelig, ein jeep-mässiger Overlander mit Costa Rica-Nummetr bleibt auch hier, wir sehen sie nicht, am frühen Morgen sind sie bereits wandermässig unterwegs.

Dunstig, keine Condore unterwegs, natürlich kommen uns trotzdem viele Touristen-Büssli entgegen und keine Foto-Halte, somit sind wir rasch zurück in Chivay, zweigen dort auf die 109 ab, eine ganz schöne Pass-Strasse, in unzähligen Serpentinen von 3650müM zum Patapampa-Pass auf 4910müM hinauf, auf der Ebene eine Rauchwolke, kurz darauf der Vulkan dazu, Stopp beim Mirador de los Volcanes (rundherum Vulkane und Berge), Steinwüste mit Millionen von Steinmannli, dem eiskalten Wind trotzen 4 dick eingepackte Frauen und verkaufen Souvernirs, ein paar Serpentinen hinunter und wir "fliegen" auf der geraden Strasse über die Hochebene (4400müM), Mittags-Halt mit heisser Schoggi und Inca PopCorn (aus Maïz Gigante), ein Vicuña verfolgt uns wegen dem PopCorn und spuckt Geni an, dann stösst eine kleine Schafherde den Abfalleimer um, macht eine Riesen-Schweinerei um Obstreste zu fressen, wir helfen beim Verjagen, bis ein stämmiger Schafbock auf mich los will, bei Cañahuas mündet die Strasse von Juliaca/Puno ein, mehr Verkehr, viele LKW und Touristen-Busse, lange begleitet uns das Bahngeleise, eine Draisine und ein Zug sind unterwegs, es geht in vielen Kurven hinunter, viele km der Strasse sind sehr rauh, bei vielen ist der oberste Belag weg und wartet auf den neuen Teer, Sicht auf ein Flusstal, unten bepflanzt, grün, daneben grau, trocken, mit Yuri beginnt der Stadtverkehr, es ist Sonntag, hat deshalb viele Leute/Büssli unterwegs, in Arequipa selber nicht sooo viel Verkehr (der Vorteil vom Sonntag, wir fahren gerne am Sonntag in eine grössere Stadt), wir verpassen trotzdem das blaue Tor des Hostal Las Mercedes, beim 2.Anlauf klappt es, netter Empfang vom kleinen Mannli (Ursula scheint nicht hier zu sein, unsere Anmelde-eMail wurde gelesen aber nicht beantwortet), aber wir sind die einzigen und künden gleich Johanna & Johann mit dem LKW an, der Platz ist super wegen der Lage (fussläufig zur Altstadt, 5Min. zum Supermarkt Plaza Vea), sauberste Dusche/WC (Toiletten- und Tüechli-Papier), nach 3 Tagen Handwäsche geniessen wir die richtig warme Dusche umsomehr, Gras, Bewässerungs-Bächli, leider etwas laut und ein Schlauch (Einfahrt hinten, Ausfahrt vorne) mit hoher Mauer links und Häusern rechts, mit Sonne sehr warm, erster Einkauf im Plaza Vea.

Am Montag sehen wir als erstes ganz in der Nähe einen Reifen-Laden und bestellen den Reserve-Reifen in gleicher Grösse wie die anderen vier, dann laufen wir (1.5km) zur Clinica Dental, bei der Zahnärztin Carla bekommen wir einen Termin für Dienstag, die nächsten Stunden laufen wir um die Plaza de Armas (viele Restaurants und vor allen will uns jemand in eines hinein locken) und darum herum, es gibt sogar Fussgänger-Strassen, zum Abschluss ein kühles Bier (Kleinbrauerei) im renovierten Kreuzgang des ehemaligen Jesuitenklosters, Geni holt das Reserve-Rad herunter (grössere Arbeit), wir bringen es mit Taxi zum Reifen-Laden.

Dienstag, 9:30 Uhr sind wir bei der Clinica Dental, davor grossräumig ein Verkehrs-Chaos, weil das Abwasser durch die Strassen läuft, die Zahn-Kontrolle ergibt nichts Gravierendes (bei Geni wird ein Zahnhals geflickt, bei mir wird sich wohl später etwas melden, ich spüre einfach, dass etwas nicht stimmt), leider gibt es Geni's Implantat hier nicht (sie haben nur ältere Typen), wir müssen also heraus finden, wo das erhältlich ist, wir besuchen das Kloster Santa Catalina (dafür wurde ein kleiner Stadtteil von Arequipa ummauert, es lebten 150 Nonnen und 400 Dienstmädchen hier, jetzt noch 17 Nonnen, seit 1970 ist der grösste Teil öffentlich zugänglich), sehr interessant die Häuschen, Wohnungen, Küchen, Einrichtungen etc. zu sehen, wieder ein Abschluss-Bier in einem Innenhof, dazu eine Focaccia (wir brauchen keinen Znacht mehr!).

Mittwoch: Arbeits-Tag, Kreditkarten und internationale Fahrausweise laufen ab, die neuen müssen organisiert werden, hoffentlich können wir die noch in Cuzco bekommen, ab Nachmittag treffen weitere Overlander ein, sogar ein Riesen-LKW mit mehreren Leuten, wir sind jetzt 5 Autos, 3 davon haben 4 Hunde, weitere 2 bellen von den Häusern nebenan (aber es ist nicht so schlimm wie es tönt), unser Nachbar Julian (VW Amarock/ARG) ist sehr nett und hat einen hübschen Hund der gehorcht, er kann ihn sogar alleine (nicht angebunden) im Camping lassen während er in die Stadt geht.

Donnerstag: gemütlich nach dem Zmorgen gehen wir einkaufen (falls wir morgen weiter fahren sollten, wären wir gerüstet), Homepage aktualisieren, Fotos vom Mai und Juni für die Dropbox sortieren (noch immer nicht fertig), Znacht im Zig Zag, alles stimmt: Atmosphäre, Empfang, Service, Essen (Carpaccio, Fisch-Tatar, Rinds-Filet und Alpaca, Rind und Ente - auf heissem Vulkan-Stein, Getränke (Spritz, Weiss- und Rot-Wein), teuer, aber jeden Soles wert, es gibt aber auch preiswerte Mittags-Menus.

Freitag und wir sind noch da, Geni macht wieder ein Gitter vor den Kühler (gegen fliegende Steine auf Pisten), dösen, lesen, Znacht im Zig Zag wieder fein, speziell: eiserne Treppe designed von Gustave Eiffel.

Nazca - Laguna Yaurihuiri - Abancay - Cuzco   15.6. - 27.6.2019

Zurück in die Stadt, abzweigen auf die 30A, im Tal links grünt es, rechts kahle Felsen, dazwischen zeigt sich der Cerro Blanco (gilt mit 2070 m Gipfelhöhe über dem Meeresspiegel als höchstgelegene grössere Düne der Erde), stetig und kurvig hinauf, mitten durch einige Dörfer, ganz gute Strasse, wenig Verkehr, ab 2000müM dürres Gras, Fichten, Eucalyptus, Büsche und Kakti, auf 4000müM fahren wir dem Vicuña Schutzgebiet Pampa Galeras entlang, von der Strasse aus sehen wir viele Vicuña-Herden, einige Leute treiben Kühe zusammen, an einer Zahlstelle wird ein Fest gefeiert (Grill, Musik, Tanz), nach dem Abra Condorcenca eine lange Fahrt hinunter, wir kreuzen Ursula & Robert (WoMo/CH) und halten an und tauschen Tipps aus, Ursula fährt das WoMo, Robert folgt mit dem Bike (Chapeau!), wir bleiben an der Laguna Yaurihuiri, ganz schön, ausser Wasservögeln ist hier nichts und niemand, super-kalt in der Nacht, wenn es so kalt ist, stellen wir die Heizung in der Nacht auf ca. 15°, so muss sie am Morgen nicht bei "0" starten und das Dachfenster läuft nicht an.

In eleganten Kurven geht es weiter auf der Hochebene, an mehreren Lagunas vorbei, bei einer hat es sogar Flamingos, endlich geht es dann einmal in vielen U-Kurven zügig hinunter (gut für mein Kopfweh, ich habe sogar eine von Gege's Höhenkrankheits-Pillen geschluckt), Sicht auf Schnee-Berge vis-à-vis, heute kreuzen wir 2 weisse Camper aus D, auf 2800müM folgen wir einem Cañon, auch das wieder eine ganz spezielle Landschaft, in Abancay enge, steile Abfahrt zu Recepción und Parkplatz des Hotel Amankay, wir verzichten auf die KALTE Dusche, ein Aussen-Restaurant mit lauter Musik ist in Betrieb: Schwein vom Grill, dazu Gschwellti, Mais-Kolben, Maisbrei im Maisblatt gedämpft (Humitas), wir bekommen 2 grosse Portionen, dazu 2 grosse Bier, Geni ist das Fleisch zu fettig.

Auf gut ausgebauter Pass-Strasse (wir sind wieder auf der 3S), nur etwas ruppig von den vielen Teer-Flicken, schrauben wir uns auf 4000müM hoch, der ganze Bergrücken ist mit kleinen Pinien aufgeforstet, unzählige Hunde liegen am Strassenrand, bis am Abend haben wir ihnen unsere Resten verfüttert (Gemüse-Suppe, fettiges Säuli, Gschwellti), wir kommen auf 1700müM hinunter, es ist mild und fruchtbar, am Strassenrand decken wir uns mit Avocados, Mandarinen, Banänli und Melone ein, neue Hängebrücke über den Rio Apurímac, leider fahren wir nur ein kurzes Stück diesem breiten, türkis-farbenen Fluss mit viel Wasser entlang, dann geht es schon wieder in die Höhe und wir erreichen schliesslich Cuzco, natürlich kommen wir nicht zum Camping Quinta Lala ohne dass wir durch die ganz schmalen und ganz steilen Strässli der Altstadt müssen, auf dem Camping sind wenig Overlander, viele Camper sind eingestellt (u.a. auch der von Karin & Lars), netter Empfang von Millie & Edgar, schöner Platz mit Gras/Steine, saubere Dusche/WC, kleine Küche.

Wir bleiben ein paar Tage, ausruhen und die Weiterreise planen (Urwald Peru? Bolivien? Brasilien? Arequipa?), die Nächte sind kühl, die Tage eigentlich sonnig warm, wir schlafen aus/lesen, bis die Sonne den GeCo erreicht, ab ca. 9Uhr können wir draussen zmörgele, jeden Tag Wechsel von Overlandern,

Dienstag: in 20Min. sind wir bei der Plaza de Armas in Cuzco, zur Bäckerei Qosqo Maki (total feine Croissants, Ciabatta, Zimt-Schnecken), wir halten nach einem Zahnarzt Ausschau, finden aber keinen (ist noch nicht soo dringend, aber doch  bald nötig), mit dem Taxi zurück zur Quinta Lala.

Mittwoch: wir treffen zufällig auf einen Umzug, für Fronleichnam werden grosse, schwere Heiligenfiguren durch die Strassen zur Plaza getragen, mit Musik und Tanz, sehr farbenfroh, am Strassenrand und vor der Kirche warten unzählige Schaulustige.

Donnerstag: Regen, bewölkt, windig, kalt, ideal für den Besuch der Inka-Ruine Saqsaywamán, der Eingang ist 5Min. vom Camping entfernt, sehr eindrücklich die Grösse der Anlage und der passgenau verarbeiteten Steine.

Freitag: Heike & Peter (Pick up/NodStar/D) haben uns viele Tipps für Bolivien, Argentinien und Chile, bei der Tourist-Info bekommen wir ganz wenig Informationen, evtl. hilft es doch für unsere Planung, sehr viele Leute in "Trachten", immer noch wegen Fronleichnam oder schon wegen Sonnenfest (Inti Raymi, 22.-24.6.)? weiter mit dem Taxi zum Einkaufs-Center Plaza Vea und mit vollen Einkaufs-Taschen per Taxi zurück zur Quinta Lala.

Samstag: Ruhetag, wir versorgen Heike & Peter mit Tipps für ihre Reise nach Norden, leider kann ich die homepage nicht aktualisieren, das Internet funktioniert nicht ☹, zum Znacht nach Cuzco, das kleine Taxi nimmt das engste und steilste Strässli, wir schauen ein Weilchen auf der Plaza den Tanzgruppen zu, laufen grossräumig darum herum, nehmen einen Apéro im Papillon und essen schliesslich im Carpe Diem (feine Pizza, Nudeln, Spritz, italienische Weine und Grappa).

Sonntag: ein echter Ruhetag, Musik vom Sonnenfest in den Ruinen Saqsaywamán, tönt für uns alles etwa gleich (Flöten, Trommeln), aber es gefällt uns, Geni will endlich wieder einmal grillieren, die Holzkohle raucht, macht aber keine Hitze, die Bratwürste (Otto Kunz)  landen in der Bratpfanne, schmecken nicht sehr gut, sie werden nicht mehr gekauft.

Montag: heute ist der 24.6. und das Inti Raymi Sonnenfest, wieder Musik von den Ruinen, die Strasse sei bis 16Uhr gesperrt, wir wollen eh erst zum Znacht aus dem Camping, der hat sich recht gefüllt, unsere Wäsche trocknet, mit Dusche/WC und ca. 20 Leuten funktioniert es gut, schliesslich haben wir doch kein Bock auf Auswärts-Essen, es gibt Spaghetti, der Abwaschbecken-Ablauf ist wieder verstopft.

Dienstag: Milli macht für uns einen Termin bei der Zahnärztin für morgen, Geni entstopft den Ablauf, mit Rute, Gift und Druckluft klappt es, wir müssen noch mehr darauf achten, dass wir nichts Stopfendes abgiessen, heute Znacht bei wieder im Carpe Diem, ganz feine Ravioli und Gnocci, erst waren nur 2Tische besetzt, ca. um 19Uhr hat sich das Beizli schlagartig gefüllt, unser Tisch wird gleich wieder besetzt, auch heute bekommen wir mit der Rechnung wieder einen Limoncello (hausgemacht), daneben werden frische Teigwaren gemacht und getrocknet.

Leider hat der Zahnärztin-Termin nicht geklappt, nach 30Min. warten sind wir gegangen (wir haben nicht die südamerikanische Geduld), somit ist es jetzt sicher, dass wir morgen in Richtung Arequipa weiter fahren, dort suchen wir uns nochmals einen Zahnarzt, erledigen sonst noch einiges, bevor wir nach Cuzco zurück kommen und von da aus dann nach Brasilien fahren, endlich bin ich mit der homepage à jour (Text und Fotos)!

Huánuco - Bosque de Piedras - Huancayo - Huanta - Huaytará - Laguna de Huacachina - Nazca   5.6. - 15.6.2019

Wieder auf der 3N und wieder einem langen Tal entlang und hinauf, an der Strasse kaufen wir feine Avocados, Brötli und süsse Mais-Brötli, viele Erdrutsche, aber nur eine Baustelle,  die Strasse ist gesperrt, die Strassenhändler sind sofort da, wir kaufen immer Wasser und evtl. Nüssli (salzig oder süss), Bergwerke/Minen, die Strasse ist recht gut, viel Verkehr, viele LKW (die meisten sind mit "Peligro Combustible" angeschrieben), deswegen Kolonne bis wir auf der Hochebene sind, hier grasen viele Lamas und Schafe und verirren sich schon mal auf die Strasse, für den Bosque de Piedras (Stein-Wald inmitten von goldig-leuchtendem Pampas-Gras) zweigen wir ab auf die 20A, es gibt 3 Routen durch diese Fels-Formationen, die Route 2 kann mit dem Auto absolviert werden, beim netten Mannli bezahlen wir für Eintritt und Campieren CHF 2, fahren durch die Formationen, sehen sogar Figuren wie Lama, Elefant, Engel, Tourist, Condor etc. und bleiben schliesslich auf einem ebenen Plätzli, schönste Abendsonne, eine Lama-Herde zieht vorbei, neugierige Hunde machen Halt, Geni kocht uns einen feinen Rindfleisch-/Gemüse-Eintopf (Dampfkocher), wir stellen uns auf eine kalte Nacht ein.

Zurück auf die 3N und dem Lago de Chinchaycocha entlang (wenig Wasser), Polizei-Kontrolle (nur Auto-Papiere werden kontrolliert, sehr freundlich), wir entscheiden uns für die Strecke 3S über La Oroya, schöne, gute, gerade Strasse dem Rio Mantaro entlang, die Eisenbahn begleitet uns den ganzen Tag, leider sehen wir keinen Zug, nur 2 Draisinen, in La Oroya wird Kohle gefördert, im Cañon nackter Felsen in div. Farben, danach wird es Alp-mässig und grün, auffallend viele Kreuze/Häuschen zum Gedenken an tödliche Unfälle, kein Wunder, so wie sie fahren und überholen: Hupe/Lichthupe und Gas geben, bremsen sollen die anderen! Bei Jauja das Valle de Rio Mantaro (breit, fruchtbar), einkaufen in Huancayo, Markt und Supermarkt sind mitten in der Stadt, ein Chaos mit den vielen Moto-Taxis, Bussen, Colectivos und Leuten, für die Nacht stehen wir ausserhalb beim Camping Wasillay, nette Familie, irgendwie ist auch hier alles noch nicht fertig (WC ohne Licht, Fenster ohne Glas, aber ganz tolle Toiletten), am Morgen ist es 0°.

Es gibt 3 Strassen nach Ayacucho, wir lesen darüber und suchen uns die allermieseste und gefährlichste aus, auf der 3S hinauf, die Berge sind mit verschieden-farbigen Feldern bedeckt, überall wird geerntet, ab Izuchaca dem Cañon des Rio Mantaro entlang, die Strasse ist erst schmal aber gut, später immer wieder Stücke mit Schotter-Strasse und 1-spurig, der Horror ist dann, dass die Strasse gesperrt ist, es werden Autos durchgewunken, wenn keine Steine von weit oben auf die Strasse schlagen, vor uns können einige durchfahren, wir müssen im Matsch anhalten: Steinschlag, endlich beruhigt sich die Lage, Männer räumen die grossen Steine von der Strasse (nicht ungefährlich), wir müssen SCHNELL auf der matschigen, schmalen Strasse hindurch mit dem Abgrund rechts, ich bin total erleichtert, dass wir unbeschadet da durch sind, so eine Angst hatte ich noch nie! die Strasse ist weiter ganz schlecht, vor allem schmal und kurvig mit ziemlich Gegenverkehr (zurück setzen, ausweichen), schliesslich erreichen wir Huanta, hier müssen wir als Dessert eine überhängend steile Strasse hinauf, aber auch das macht Geni gut (das GPS wollte, dass wir auf einer anderen Strasse in's Dorf  hinein fahren, aber wir folgen Google Maps), beim Park Suites Hotel haben wir Mühe, dass wir bleiben dürfen, die Chefin ist eine Hexe, endlich ist alles klar, als wir ein Zimmer nehmen, dort das Bad benützen, aber im GeCo schlafen, wir dürfen sogar Strom einstecken, wir sind einfach nur froh, dass wir ganz hier angekommen sind, im Moment haben wir genug von abenteuerlichen Strassen.

Wir bleiben in Huanta, obwohl wir uns nicht willkommen fühlen, wir bringen die Wäsche mit dem Moto-Taxi in die Wäscherei, erst sollte sie am Montag fertig sein, aber so lange hält uns hier nichts, wir bezahlen ganz wenig mehr und können sie am Abend abholen, auf dem kleinen Markt kaufen wir Gemüse und Obst, wir schauen bei einer Coiffeuse rein, nach kurzer Wartezeit ist sie für uns frei und macht es sehr gut, sie darf Geni sogar alle Gesichtshaare schneiden, die Wäsche ist um 18:30Uhr fertig, sauber und trocken, ein erfolgreicher Tag, zurück im Hotel ist unser Strom-Kabel ausgezogen, die Angestellten können nichts dafür, die Hexe zeigt sich nicht, jetzt scheint die Sonne, am Abend werden wir alle unsere Geräte im Zimmer aufladen, Geni bäkt ein Brot, über Nacht dürfen wir sogar den Strom wieder einstecken, ein Motor-Biker (LUX) trifft spät noch ein, er ist die 3S gefahren wie wir vorgestern, noch später kommen Soldaten mit Pick ups an (VW Amarok, wieso keine Toyota?).

Die Soldaten sind sehr freundlich und begeistert vom GeCo, diese vom Hotel und noch andere stehen am Strassenrand, als wir durch die Stadt hinaus fahren und sie überholen uns hupend und winkend auf der Strecke, die Strasse 3S ist etwas ruppig, sehr viel geflickt aber natürlich trotzdem Löcher und Schotter-Strecken, aber gut zu fahren und vor allem ohne die Anspannungder letzten Tage, es geht einen kahlen Berg hinauf, durch Ayacucho (sehr steil) und auf der 24A endlich im Grünen, Eucalyptus-Wald hinunter, dann geniessen wir die Fahrt im Tal dem Bach entlang, Forellen werden gezüchtet und können alle paar Meter in einem einfachen Beizli (1 Tisch, 4 Stühle, Strohdach) gegessen werden, vom Pass Abra Apacheta (4750müM) mit moderatem Gefälle/Kurven hinunter, in den Ebenen grassen grosse Lama-Herden, an der Strasse verkaufen Kinder Milch, Käse, Nüssli, es ist saukalt und sie dauern uns, wunderschönes Alpen-Hochtal, farbige Felsen, Kalk(?)-Terrasse, ein Puya Raimondii-Wäldchen, aber auch hier sind sie verblüht, lange fahren wir auf der Hochebene mit 4400müM bevor es zügig hinunter geht, da kommt uns Huaytará und das Hotel Tambo gerade richtig, hier sind wir willkommen, Dusche/WC im billigsten Zimmer, Strom und Nachtwächter, das Restaurant ist nicht so amächelig, wir kochen selber.

Auf der gleichen Strasse aber jetzt 28A geht es zügig weiter hinunter, wir sehen einen LKW, der nach der Kurve über den Strassenrand hinaus ist, bald wird auch wieder überall etwas gepflanzt, das Tal wird endlich breiter und ab 900müM werden Reben in riesigen Feldern angebaut, links und rechts vom Fluss, zwischen steilen, kahlen Felshängen, wir lassen den GeCo waschen, jetzt sieht er wieder aus wie neu und kann angefasst werden, aus dem Tal hinaus fahren wir in den Nebel hinein, vor Pisco ist es lange richtig feucht, einkaufen bei grosser Shopping Mall und weiter bis Ica und zur Laguna de Huacachina, eine grüne Oase inmitten von grossen Sand-Dünen, sehr touristisch, viele Hotels (teilweise geschlossen, im Bau, viele Pools), wir stehen im EcoCamp La Huacachina, sehr schön gemacht, luxuriös, sauber, nett, ein Van steht schon da, es sollen CH sein, ausser "Hola" reden wir nicht miteinander, Jessie & Frieder (Van/D) treffen ein, sie haben uns Tipps für den Süden, wir essen hier, gar nicht so schlecht.

Dichter Hochnebel, der sich aber vor Mittag lichtet, dann wird es richtig schön warm, wir laufen die eine Sand-Düne bei der Laguna hoch, schöne Aussicht über die Dünen (ein riesiges Gebiet), die Laguna und die Stadt Ica, es sind einige Leute unterwegs, die meisten mit Sand-Buggys und Sand-Boards, unten schauen wir uns die Hosteria Suiza an (sehr gediegen) und genehmigen uns das verdiente Bier im Wild Olive, hier essen wir dann auch Znacht (italienisch, sehr fein), im Dunkeln kommen Nadja & Alex an (VW-Bus/CH-ZH, sie wohnten vor Jahren einmal in Adliswil).

Es folgt wieder einmal ein Ruhetag, es ist schon wieder nötig, dass Geni die Cab entstaubt, es treffen recht viele Leute ein, die in den Zelten bleiben oder nur Pool/Bar/Küche geniessen, feines Znacht wieder im Wild Olive.

Am nächsten Morgen wieder eine Wasserlache vom Kühlschrank, wir befürchten das Schlimmste, ist es aber nicht (evtl. ist es nur Kondenswasser), aber ein Grund, das Eisfach abzutauen, den Kühlschrank und den Boden zu putzen, auch heute wieder viel Betrieb, vom Morgen an treffen Backpacker ein, Silke & Stefan (Pick up/D) kommen an und haben uns Tipps für den Süden, auch heute wieder feines Znacht im Wild Olive.

Wieder dichter Hochnebel, als wir die Laguna verlassen, einkaufen in Ica, verkehrsmässig ziemlich chaotisch, einmal auf der Panamericana 1S aus Ica und der Agglomeration hinaus und wir sind in der Wüste, wenig Verkehr, erst noch Plantagen und Geflügel-Farmen, danach nur noch Abfall, Halt bei den Palpa Lines (lustige Figuren am Berghang) und Nazca Lines (vom alten Turm aus sieht man nur Baum, Hände und Eidechse, der neue, grössere Turm ist noch gesperrt), wir begnügen uns damit, Geni will nicht mit einem kleinen Flieger über das riesige Gebiet (700km2) überfliegen, anschliessend durch Nazca hindurch und zur Estancia Wasipunko, total schön Anlage dekoriert mit allem Möglichen und Unmöglichem, wir sind alleine, am Abend schaut Jorge vorbei, Olivia treffen wir leider nicht an.

Cajamarca - Huamachuco - Huanchaco/Trujillo - Caraz - Carpa - Tingo Chico - Huánuco   22.5. - 5.6.2019

Auch heute eine ganz schöne Strecke (3N), durch grüne Weidegebiete und Eukalyptus-Alleen, ganz kurzer Mittags-Halt, weil sich Black Flies auf uns stürzen, in Cajabamba fährt ein netter Töff-Polizist vor und zeigt uns den Weg aus der Stadt (wegen Baustelle und Falsch-Auskunft einer Verkehrs-Polizistin, sind wir fest gesteckt, wir erreichen Huamachuco beim Eindunkeln, finden den angepeilten Platz Caserio Miguel nicht (auch nicht mit Telefon-Kontakt) und Moto Posada HENRRY passt nicht (auf gut befahrener Strasse stehen), da bleiben wir lieber bei der neuen Tankstelle.

Aber am Morgen früh packen wir zusammen und fahren auf abenteuerlicher Strasse hinauf zu den Ruinen von Marcahuamachuco, wir zmörgeled auf dem Parkplatz (so schade, dass wir es gestern nicht mehr hierher geschafft haben), netter Empfang durch den jungen Parkwächter (Eintritt gratis, wir müssen uns nur im grossen Buch eintragen), er begleitet uns ein kleines Stück des Weges, auch diese Ruinen sind eindrücklich, auf dem Rückweg treffen wir Lukas (Bike/A) an, nach einem längeren Schwatz fahren wir zurück zur 3N, auf guter Strasse geht es immer weiter hinauf (wir wollen doch heute an's Meer hinunter!), durch Bergwerkgebiet (ganze Berge werden abgetragen und mit Abfall neue aufgebaut, auch ganz grosse Teiche sind angelegt (sehen nicht gesund aus), ganz viele kleine, private Bergwerkli sind in die Hänge getrieben (sieht gefährlich aus), wir kommen auf die 10A und endlich geht es ein langes Tal hinaus und zügig hinunter, in einer Ecke des Tales werden überall Ananas angepflanzt, bis weit den Berg hinauf, wir decken uns an der Strasse mit Ananas und Avocados ein, Trujillo kommt uns sehr schmutzig vor, schon bei der Einfahrt Abfallhaufen dem Strassenrand entlang (auch ein kleines Baggerli steht da, sieht irgendwie offiziell aus), auch in der ganzen Stadt liegt sehr viel Abfall herum, wir stehen bei Huanchaco Gardens, teuer aber Dusche/WC in einem Zimmer, sauber, grosse Wiese, ruhig, Meeresrauschen.

Nach einigen Tagen ohne Internet haben wir hier leider nur schlechtes, mit dem Hotspot sind wir sparsam (3GB kosten CHF 10), für die Homepage wird er genützt, ich bin so fest im Hinderlig, dass ich nur Text schreibe, für die Foto-Auswahl brauche ich dann viel Zeit, dazu kommt, dass ich mein Notiz-Heftli verloren habe, während der Fahrt trage ich da Stichworte ein, da geht einiges verloren (63+), weil Freitag und bewölkt ist stellen wir das Programm um und fahren mit dem Taxi zu den Ruinen Chan Chan (Chimú Kultur, grösste Stadt der Welt aus Lehm-Ziegeln, von der riesigen Anlage ist nur ein kleiner Teil für Besucher offen), weiter zum Museum dazu (klein, interessant, viele Schulklassen), zu den Huacas Esmeralda und Arco Iris (Tempel, schöne Verzierungen), Znacht essen wir in verschiedenen Restaurants Fische und Meeresfrüchte, aber auch beim Holländer Otra Cosa bei uns um die Ecke, zum Apéro jeweils Pisco Sour (der mit Eiweiss, fein und anders, als die wir schon hatten, der bringt wahrscheinlich unsere Mägen durcheinander).

Am Sonntag weckt uns gegen 2Uhr ein Erdbeben, wir kennen das ja schon von Kolumbien (Las Lajas) und Ecuador (Canoa), wir stehen vor einem Sand-Kies-Hügel, der brösmelet und das Wasser im Pool schlägt Wellen, ich gehe hinunter zur Reception und den anderen Leuten und höre, dass das Epizentrum über 400km entfernt im Urwald liegt, schon unheimlich, aber man beruhigt sich bald und geht wieder schlafen.

Auch am Montag bleiben wir noch hier, schade, dass es nicht wärmer ist, der Dunst verschwindet im Laufe des Tages, die Sonne scheint, aber es geht immer ein kühler Wind.

Auf der Panamericana geht es weiter nach Süden, ab Trujillo durch Wüste teilweise der Küste entlang, alles Mögliche wächst auf bluttem Sand (wieviel Wasser, Dünger und Gift es dazu braucht?), breite Autopista, wenig Verkehr, bei der SENASA- Kontrolle werden wir durchgewunken (Nationaler Dienst für Agrargesundheit), bei der Respsol in Santa tanken wir auf, zweigen auf die 12 ab und folgen dem breiten Tal des Rio Santa, sehr fruchtbar (Erde, kein Sand! viel Mais, Baumwolle, Tomaten), durch kleine Dörfer mit ganz vielen Giba (der Grund dafür erschliesst sich uns meistens nicht), in Chuquicara kommen wir auf die 3N und die nächste abenteuerliche Strecke beginnt: der Cañon del Pato (Entenschlucht), immer noch der Rio Santa, er trennt die Cordillera Blanca und Cordillera Negra, die Strasse ist 1-spurig mit Ausweichstellen (vor jeder Kurve/jedem Tunnel hupen (zum Glück müssen wir nur 15 Augos/LKW kreuzen), führt auf dem einstigen Eisenbahn-Trassee, erst sind die Bergflanken richtig bunt in verschiedenen Braun und Rot, eine tolle Kulisse, danach nur noch Grau, Braun, wir passieren 38 Tunnels (1-spurig, ohne Licht, meistens ohne Sicht zum Ende), 1x stehen wir bei der Tunnel-Einfahrt einem Lastwägeli gegenüber, wir müssen rückwärts bis das Kreuzen möglich ist (wir auf der Bergseite, sonst hätte ich dieses Manöver nicht überlebt),Geni hat Centimeter-Arbeit geleistet, damit die Markise und die Ecken des Schlafzimmers dranbleiben, ab Colcas wird die Strasse endlich 2-spurig (und ich kann aufatmen), vor Caraz sehen wir bereits die ersten Schnee-Gipfel, etwas ausserhalb stehen wir auf dem Camping Guadelupe, Jaime empfängt uns, leider können wir nicht auf der grossen, sonnigen Wiese stehen (vom Regen aufgeweicht), aber auch nebenan ist es hübsch, alles stimmt: Dusche/WC, Elektrisch, WiFi, Trinkwasser, ruhig, rundherum Felder und Berge.

Ruhetag, Jaime organisiert uns ein Taxi für den Ausflug zur Laguna Parón, 2 F-Autos (langes WoMo und Toyota SUV) kommen am Abend an.

Pünktlich um 8Uhr steht Don Victor mit seinem Mini-Van bereit und die Rüttel-Partie zur Laguna Parón kann los gehen, er fährt die ganze Strecke zügig hinauf und um die Kurven, wir sind froh, sind wir da nicht mit dem GeCo unterwegs, nach fast 1.5Std. kommen wir an und es hat sich gelohnt, die türkise Laguna und die Schneeberge dahinter! ganz langsam und keuchend laufen hoch zum Mirador, erst ein gutes Kuh-Wegli, danach eine Grat-Wanderung durch Felsblöcke, wir werden mit der tollen Aussicht belohnt, nach 2Std. sind wir zurück, 2 Señoras steigen zu für die Rückfahrt nach Caraz, Don Victor fährt sehr gut, sicher und hat gute Bremsen.

Noch ein Ruhetag, wir bekommen viele Tipps von den F, danach wird Brot gebacken, die Solar-Panels (endlich) gereinigt, die Homepage aktualisiert, für die Fotos wird es heute wieder nicht reichen :-(.

Schon der 1. Juni! heute geht es weiter, auf der 3N durch viele kleine Dörfer mit vielen Gibas, wir passieren die Katastrophen-Zone von Ranrahirca und Yungay, 1970 brach ca. 1/3 der Nordwestflanke des Hauscarán durch ein Erdbeben ab, in Minuten wurden diese Orte von einer Eis-, Fels- und Schlamm-Lawine begraben, in Yungay alleine gab es 20'000 Tote, der Ort ist jetzt ein Nationaler Friedhof, das neue Yungay wurde nebenan neu aufgebaut, einige Baustellen mit Kolonnen und ruppigen, staubigen Umleitungen, links begleiten uns die Schneegipfel der Cordillera Blanca, rechts der Rio Santa, wir stocken unseren Vorrat in Cátac in kleinen Lädeli auf, in Pachacoto nehmen wir die recht gute Schotterpiste, kommen bald beim Eingang Carpa des NP Huarascarán an und sehen die ersten Puya Raimondii (https://de.wikipedia.org/wiki/Puya_raimondii), wir bleiben über Nacht hier, wir sind alleine, stockdunkel, super-ruhig, saukalt.

Wir erwachen mit 0° aussen, 10° innen (4200müM), ohne Heizung gut geschlafen, aber am Morgen kommt sie zum Einsatz, kurzer Zmorge mit Müesli und Coca-Tee (soll gut sein gegen Höhenkrankheit), Indigenas stellen ihre Stände auf, wir finden Handschuhe für Geni und Weihnachts-Gschänkli für unsere "Enkel"-Kinder, danach zu den Puya Raimondii-Wäldern, sehr eindrücklich diese riesigen Pflanzen, leider blühen sie nicht (deshalb auch keine Kolibris) aber es hat sich trotzdem gelohnt, wir staunen über die vielen Einheimischen, die mit und ohne Tiere in diesem abgeschiedenen Hochtal unterwegs sind und auch in kleinen Stein-Hütten mit Gras-Dach leben, Schafe, Kühe und Pferde grasen weit verstreut, hinten im Tal geht es einen Pass hinauf und die Strasse wird schlechter, den Pastoruri-Gletscher sehen wir aus der Ferne (er ist seit Jahren auf dem Rückzug, wie viele andere Gletscher auch), nach dem 4863müM-Pass grosse, tiefe Schlaglöcher, wir fahren nur noch im 1. und 2.Gang, die Untersetzung kommt oft zum Einsatz, für die 40km brauchen wir 4Std., wir kreuzen kein einziges Auto, die Landschaft mit farbigen Bergen und Schnee-Gipfeln ist einmalig, mit der Einmündung in die 3N sind wir wieder auf guter Teerstrasse ein grünes Berg-Tal hinunter unterwegs, die Freude ist nur von kurzer Dauer, nach Huansala fahren wir wieder einmal einem langen Cañon entlang, die Strasse ist so kaputt, dass wir auch hier nicht vorwärts kommen, wir sind happy, dass wir die LKW und Busse in Dörfern kreuzen und nicht unterwegs, in Tingo Chico haben wir genug, wir können bei der einzigen (kleinen) Tankstelle im Ort stehen.

Wider Erwarten gut geschlafen, der Tankstellen-Hund hat bald einmal Ruhe gegeben (er bellt Geni und den GeCo an), auch keine Autos mehr bis 3:30Uhr, danach ist wieder Ruhe bis am Morgen, Tingo Chico liegt in einem Schattenloch, wir zmörgeled erst später an der Sonne, die Strasse 1-spurig und schlecht wie gehabt, wir fahren verschiedenste Täler hinein und wieder hinaus, mal in der Höhe der Flüsse, mal hoch darüber, bei Huancapállac ist die Strasse gesperrt, Einheimische aus der Kolonne hinter uns diskutieren mit der "Absperr-Señora" mit dem Ergebnis, dass wir bald losfahren können und auf der Umleitung die schlimmste Strasse bisher fahren, zum Glück mit dem GeCo machbar und trockenes Wetter (unbeschreiblich: Schotter-Piste, Löcher tier und breit, Kurven eng und steil hinunter), auch als wir wieder auf die 3N kommen geht der Albtraum weiter, jetzt aber mit viel Gegenverkehr, Centimer-Kreuzen eines Sattelschleppers am Abgrund (ich muss aus dem Fenster schauen und Geni instruieren, wieviel Platz noch bis zum Nichts ist, dahinter hupen Taxis!), staubige Piste, bedauernswert die Dorfbewohner, viele Kinder kommen von der Schule und müssen im Staub ziemlich weit nach Hause laufen, in Huánuco kaufen wir ein (der GeCo wird von einer netten Strassenverkäufer-Familie bewacht) und fahren zum Hotel Olam ausserhalb, das Hotel ist irgendwie in Bau, Dusche/WC in einem Zimmer im 4.Stock (Wendel-Treppe aussen), Meerschweinchen, Häsli, Hühner und Truthühner auf der Wiese, starker Wind, sonnig, warm (2000müM). Nach diesen stressigen Tagen ein Ruhetag, Wolken, leichter Regen, Sonne, später wieder der starke Wind (so stellen wir uns Patagonien vor).

Piura - Chamaya - Kuélap - Balsas - Cajamarca - 16.5. - 22.5.2019

Auf dem Weg zurück zur Panamericana kommen wir beim Shopping Center Open Plaza vorbei, im La Baguette (Bäckerei, Delikatessen, Kafi) diverse ganz feine Brötli und Butter-Gipfel, einkaufen im Tottus (Lebensmittel, sehr gut), etwas ausserhalb auftanken bei Repsol (die haben normalen Diesel, andere verkaufen nur Bio-Diesel), zurück auf der Panamericana durch viele kleine Siedlungen, ein paar einfachste Hütten, auch mal eine kleine Schule in der Dürre, Wasserfässer stehen an der Strasse und werden vom Wasser-Tanklaster aufgefüllt, wir
staunen, wie man da leben kann, Ziegen, Schafe, Esel, Kühe fressen sich durch dürres «Gras»,  bald grüner, erst mit Bäumen und Sträuchern, danach Limonen-Plantagen und -Verarbeitungs-Fabrikli, Bananen, viele Giba (Geschwindigkeits-Reduzierer, also immer Blick auf der Strasse und immer wieder im 1.Gang darüber hüpfen), nach Olmos zweigen wir ab auf die 4B/3N/4C, ein langes Tal hinauf und in die Berge, im dichten Nebel fahren wir streckenweise ganz langsam und fast blind über die Gibas, durch Löcher, 1-spurige Abschnitte (die 2.Spur ist im Abgrund verschwunden), ab der Passhöhe (2100müM) schönster Sonnenschein und beste Aussicht, bei Tambo sind wir auf 1300müM und fahren auf der 3 weiter hinunter und dem Tal des Rio Huancabamba entlang, wilde Gegend, so stellen wir uns das "wilde Kurdistan" vor, längere Stopps wegen Baustellen (das Ufer wird befestigt und die weg geschwemmte 2.Spur neu gemacht, eine Sisyphus-Arbeit!), an der Strasse werden viele Früchte, Cacao, Schokolade und Kaffee verkauft, wir übernachten bei der Tankstelle Cruz de Motupe, Dusche/WC- und Lärm-mässig OK, der kleine Laden verkauft sogar dunkles Bier, nach dem Znacht Tankstellen-Kino: so viele Leute, ganze Familien, kommen mit LKW, PW oder Moto-Taxi hierher zum Duschen, ziemlich warme Nacht.

Hinter dem GeCo wachsen Limonen, ein Zweig davon berührt den GeCo und wieder einmal besuchen uns Mini-Ameisen, jeden Tag tauchen einzelne auf, wir kontrollieren und sprayen, ausgerottet sind sie aber noch nicht.

Wir verlassen den Parkplatz als Letzte und kommen auf die 5N, an der Provinz-Grenze Cajamarca – Amazonas werden wir in englisch und französisch begrüsst und wir sollen vorsichtig fahren wegen der Baustellen, vor diesen auch heute Kolonnen, nach Bague Grande in’s Tal des Rio Utcubamba, Reisfelder bis zum Stausee und danach auch wieder, ewig langer, sehr schöner Cañon, über einen kleinen Pass mit vielen engen Kurven und 2 «Check Points» (Einheimische, die ein paar Soles von uns wollen), wieder hinunter zum Rio und weiter im Cañon, von irgendwo sehen wir den Wasserfall Yumbilla, zweigen ab auf die 8C/8B, bei Cocachimba sind die Wasserfälle nur klein mit ganz wenig Wasser, aber eindrücklich, wie sie über die steile Felswand rieseln, wieder einmal ein Knirschen auf der linken Seite, während einer Pause muss Geni die Kabinen-Befestigungs-Schrauben wieder anziehen/lösen, wir sind froh, als wir bei der Estancia El Chillo, etwas ausserhalb von Tingo, ankommen, schöne Wiese (frisch gemäht), Dusche/WC in einem Zimmer des Haupthauses, leider kein Internet, nicht einmal Telefon! In der Nacht kühlt es recht ab (1800müM), die Schlafsack-Decken kommen wieder zum Einsatz.

Oscar fährt uns hoch nach Nuevo Tingo (das alte Tingo liegt am Fluss und wurde vom Hochwasser zum Teil mitgerissen) zur Seilbahn-«Station», hier kauft man die Billets und wird mit dem Bus noch höher hinauf zur Seilbahn befördert, die wurde 2017 eingeweiht, sie fährt erst steil hinunter, schwebt über einem tiefen Tal auf die andere Seite und wieder steil hinauf, oben angekommen kaufen wir die Eintritts-Billets mit 50% Senioren-Rabatt ab 60! und laufen ca. 30Min. bis auf 3000müM hinauf zu den Ruinen Kuélap (eine Festung der Chachapoya), sehr eindrucksvoll die bis 20m hohen Mauern, Tempel, Turm und über 420 Steinhäuschen, nach etwa 2Std. machen wir uns auf den Rückweg, ganz viele Besucher kommen uns entgegen, bei der Berg-Station ist ein Fest zum Tag der Museen (oder so) im Gange, als wir unten ankommen, ist es gerade fertig, alles wird eingepackt und die Leute in Büssli verfrachtet, wir fahren mit Seilbahn, Bus und Taxi zurück zur Estancia.

Wir sind gespannt, wie es heute weiter geht, Familie Zingg hat uns gewarnt, dass die Strecke Leymebamba - Balsas wegen Bauarbeiten nur am Sonntag offen ist, im Tourist Office heisst es, dass sie nur nachts befahren werden kann, Oscar weiss, dass es keine Beschränkung gibt, also geht es weiter auf der schmaler, kurviger Strasse (8B) dem Rio Utcubamba entlang (das Wasser ist so hoch, dass es nicht viel unter Strassen-Niveau ist) bis an's Ende des Tales in Leymebamba, hier besuchen wir das kleine, schmucke Museum, neben Keramiken und Textilien sind viele Mumien zu sehen, nach diesem Halt geht es 1-spurig (mit Ausweichstellen) steil schnell hinauf mit Blick in's Tal weit unten (Vorgeschmack auf die 90km bis Celendín (enger und vor allem "abgründiger" als die Strasse Schwyz - Haggenegg/Mythen), aber bald ist Schluss, wir stehen vor geschlossener Strasse, in ca. 3Std. soll sie offen sein, die Kolonne wird länger, erstaunlich, aber wir haben Netz und können "Büro machen" (einige Geburtstage sind die letzten Tage ohne Glückwünsche geblieben), nicht-südamerikanisch wird die Strasse nach nur 2Std. geöffnet, es geht recht zügig, aber vorsichtig um die Kurven, durch unterschiedliche Vegetations-Zonen hinauf zum Pass Abra Barro Negro (3680müM), Bio- und Foto-Pause, hinter 2 Lastwagen hinunter nach Balsas zum Rio Marañon (500müM), hier ist es uns zu warm, deshalb übernachten wir etwas weiter oben beim Restaurant Abel, sehr nette Leute, wir können Dusche/WC (ganz neu, noch ohne Licht) benützen, heute sind wir durch eine grandiose Landschaft gefahren, aber diese schmale Strasse am Abgrund (keine Ahnung wie tief) ist Albtraum-mässig, zum Glück haben uns keine 10 Autos gekreuzt.

Der 2.Teil dieser Albtraum-Strecke bis Celendín erwartet uns, wie gehabt 1-spurig schmal, kurvig hinauf, heute stehen wir in Kurven einem Büssli und 2 Autos gegenüber, auch auf dieser speziellen Strecke wird nicht sehr rücksichtsvoll gefahren, es wird gehupt und geblinkt, der andere stoppt oder weicht dann schon aus, Geni fährt souverän, ich darf einfach nicht in den Abgrund schauen, kann auch keine Fotos machen, ein Abuelito (Grossväterchen) hat seine Kühe nicht im Griff, wir müssen warten, wir kreuzen ein Büssli, daraus ruft es "Grüezi", kurzer Schwatz mit deutschen/österreichischen Touristen, nach Celendín endlich wieder eine breite Strasse mit grossen Kurven, eine grössere Töff-Gruppe von Schweizern/Deutschen kommt uns entgegen, auch hier ein kurzer Schwatz, am frühen Abend kommen wir bei der Hacienda San Antonio etwas ausserhalb von Cajamarca an, Dusche/WC in einem Gäste-Zimmer, wir möchten im Restaurant Znacht essen, es sieht aber nicht aus, als erwarteten sie Gäste, die Küche ist kalt, da kocht Geni lieber selber.

Ein Ruhetag, mit dem Taxi in die Stadt, wir schauen uns Plätze, Kirchen, Gassen, Häuser an, laufen viele Stufen hoch zum Mirador Santa Apolonia, schöne Aussicht über die Stadt und hübsches Kirchli, wir werden von einem Platz-Regen überrascht (jetzt haben wir auch einen grossen Sonnen-/Regen-Schirm), trinken ein riesengrosses Kafi im "Salas", gehen beim CH-Chäsler "Lacteros Los Alpes" vorbei, er verkauft nur ganze Käse und das ist uns zu viel, auf dem Rückweg nochmals zum "Salas", wir genehmigen uns ein Bier und bestellen Lomo Saltado zum Mitnehmen, aufgewärmt total fein.

Cuenca/Ecuador - Zorritos/Peru - Lobitos - Piura - 4.5. - 16.5.2019

Um 9Uhr sind wir startklar, Humberto & Maria treffen wir leider nicht an (sonst wären wir sicher 1Std. später ;-), weiter auf der E35 durch ein breites Tal mit grossen Vieh-Weiden, noch in der Ebene zweigen wir ab auf die 59 und hinauf geht es bis Portete, tolle Aussicht in's nächste Tal, der Strasse entlang Früchte-/Gemüse-Stände, Bananen in allen Farben und Grössen, es geht eine steife Brise, danach geht es lange hinunter und durch einen Cañon, schöne Farben von Sand und Felsen, es wird wärmer, Bananen und Hibiskus säumen die Strasse, erstaunlich viele Busse kreuzen uns, es warten auch viele Leute an den Haltestellen, viele Hundimientos, Derrumbes und Fallas Geograficas (Absenkungen, Erdrutsche und geographische Fehler), in eine sind wir reingeknallt, man hat erst ganz nah gesehen, dass sie soo übel ist! um Pasaje herum nochmals üble Piste aber danach kommen wir auf die 6-spurige E25, recht viel Verkehr in Richtung Grenze, die meisten fahren nach Huaquillas, nur wenige zur Grenze, trotzdem wir es gehört und gelesen haben fahren wir an dem Gebäude vorbei, wo wir das Zollpapier für den GeCo abstempeln und abgeben sollten, nachdem wir die Ecuador-Ausreise- und Peru-Einreise-Stempel haben, werden wir zurück geschickt, kein Problem um über die Grenzen hin und her zu kommen, trotz Umweg dauerte die ganze Prozedur gerade 1Std., vom GeCo interessierte nur das Nummernschild und die VIN-Nummer, wir hatten dann keine grosse Lust mehr, uns in Tumbes um Einkauf und Telefon-Karte zu kümmern, wir fahren durch bis Swiss Wassi unterhalb von Zorritos, netter Empfang von Jacques, Carola & Peter (WoMo Carthago chic c-line/D) stehen da, sowie ein Riesen-MAN (BL), wir stehen vor den Cabañas, morgen fahren die BL weiter und wir übernehmen deren Platz in der 1.Reihe, Jacques bestellt uns Ceviche und Reis mit Meeresfrüchten vom Restaurant Luz del Mar, ganz fein, viel zu viel! es ist herrlich warm, schönster Sonnenuntergang, in der Nacht kühlt es angenehm ab.

Bevor wir die Strandferien geniessen können, müssen wir einen Arbeitstag einschalten und die 40km zurück nach Tumbes fahren, keine schöne Stadt aber ein gutes Einkaufs-Zentrum mittendrin mit Claro (Telefon) und Metro (Lebensmittel), wir stehen jetzt direkt am Stand, herrlich wenn die Wellen bei Flut so richtig laut aufschlagen, es wird gründlich gewaschen, vor allem die warmen Sachen, Znacht kochen wir abwechselnd selber und lassen uns beliefern (immer "fischigs", immer fein), der grosse Hund "Atschi" ist oft bei uns (er frisst Reis und Spaghettini, das alte Brot vergräbt er im Sand und Blumenbeet), nach der Abreise von Carola & Peter übernimmt Natalie (Velo mit Zelt/USA) den Platz nebenan, eines Abends trifft die F-Familiemit Hund ein (in Cuenca getroffen), viel action, auch am Morgen, und schon sind sie wieder weg, Maria & Ignaz (LandCruiser GeoCab/A), LandCruiser/B und Dominik, Andrea mit Mael (4) und Luan (2) treffen fast gleichzeitig ein (Mael und Luan sind 2 aufgeweckte Buben, Mael weiss sehr viel und erzählt viel :-), die Tage mit der Familie geniessen wir, nicht zuletzt auch, weil wir Mundart reden können, sie kommen von Süden und haben uns viele Tipps, Barbara & Peter (LandCruiser/AUS) und Marcel (Sprinter/F) kommen später, mit 5 Partien ist es recht voll, wir können zusätzlich das Bad einer Cabaña benützen, für die Waschmaschine hat es gerade kein Wasser (das bräuchte 200Liter, das wird für WC/Dusche benötigt), nach 2 herrlich warmen Sonnentagen ist der Sonntag bewölkt, sogar mit etwas Regen, seit  letzten Sonntag sind wir hier, morgen fahren wir definitiv weiter.

Montag und Dienstag sind Wüsten-Tage: die Fahrt dem Meer entlang auf der 1 (Panamericana) führt durch total trockenes Gebiet, kleine gelbe Lehm-/Sand-Berge mit Aussicht auf Buchten/Fischerhafen und tief ausgewaschene Cañons, am Strassenrand wieder viele Kreuze und andere Erinnerungen an tödliche Unfälle, aber auch Abfall wie gewarnt, die schweren Teile bleiben liegen, der Plastic verteilt sich überall und bleibt in Bäumen/Sträuchern hängen, Nach El Alto lassen wir Berge und Kurven hinter uns, fahren lange gerade Stücke, erst Wüste, später Zuckerrohr-Plantagen, immer wieder kurze Umleitungen, weil neue Brücken gebaut werden, bei San Jacinto ist dann Schluss: die Strasse ist blockiert, Streik/Demonstration! Kolonne von LKWs, uns fällt erst jetzt auf, dass sehr wenig  Busse/LKWs unterwegs sind, wir müssen unbedingt einkaufen und fahren dafür zurück nach Talara, finden dort auch einen guten Laden, der GeCo wird von einem netten Mannli bewacht (kostet 1Soles, mit Quittung!), wir erfahren, dass auch die Alternativ-Strecke über Paita blockiert ist, deshalb bleiben wir in dieser Gegend, fahren über eine breite Piste durch Ölförderungs-Gebiet ("Giraffen" pumpen Öl, dicke und dünne Leitungen kreuz und quer) hoch nach Lobitos und stehen bei den Cabañas Neto fast am Strand (rustikal, herunter gekommener Surfer-Spot), Neto weiss, dass die Blockade um 24Uhr beendet wird, starker Wind, schöner Sonnen-Untergang, Meeresrauschen, später Znacht, wenig Hunger, wir spysled mit frischem Brot.