Ibarra, Ecuador - 23.3.2019

Montag - Dienstag: positiver Bericht von DHL Ibarra, es tut sich was, Hans schaut gegen Abend im DHL-Büro vorbei und kommt mit Anweisungen für uns und "Biermann" Uli zurück, auch das wird erledigt, endlich laufen wir die Runde hoch zur Finca-Ruine, der Wander-Weg ist auch Motocross-Strecke und dem entsprechen ausgefahren, am Anfang sehr mühsam (steil, schmal, staubig, rutschig), schöne Aussicht auf Laguna, Ibarra und die Vulkane Imbabura und Cotacachi, nach 300 Höhenmetern treffen wir am höchsten Punkt (2550müM) auf die Strasse, durch ein ärmliches Dorf, wir verpassen den Abzweiger und machen eine Zusatzschlaufe und sind erst nach 4Std. zurück, Britt & Fred sind von ihrer Rundreise zurück (Toyota Van) und versorgen uns mit Tipps, auch ein riesiger LKW-Camper/F ist da, später trifft noch eine Familie mit Pickup-Camper/F ein.

Mittwoch: News von der Markise, sie soll am Nachmittag hier sein, wir können das nicht glauben, das wird sicher morgen, bis die da ist, deshalb machen wir einen Ausflug zur Laguna Cuicocha, auf der E35 (Panamericana, 3-spurig) hinauf bis vor Otavalo, der Abzweiger führt weiter hinauf nach Cotacachi und zur Laguna Cuicocha auf 3100müM, fruchtbar (Mais, Bohnen, Kartoffeln), trotz Regen machen wir uns auf den Weg, kehren aber bald wieder um, die Wolken lichten sich, wir haben Blick auf den Vulkan Cotacachi, ganz fein mit Schnee gezuckert, in Regenpausen auch schöne Sicht in's Tal, gut unterhaltener Weg mit vielen Blumen, Geni ist gerade am Kochen (Bohnen mit geräuchtem Rippli), als Hans mit der Nachricht kommt, dass die Markise bei DHL Ibarra ist, sie fahren gleich los und kommen tatsächlich mit einem Riesen-Paket zurück, Freude herrscht!

Donnerstag: noch vor dem Zmorge packt Geni die Markise aus, die neue hat ein Gehäuse in Anthrazit, passt gut zum GeCo mit dem vielen Weiss, Geni entfernt die alte Rückwand mit uralter Kittfuge, 2Schrauben musste er ausbohren, die Montage war dann recht einfach mit Hilfe von Paolo, um das Problem, dass das Gehäuse auf einer Seite nicht ganz schliesst und der Stoff Falten wirft, kümmert man sich morgen.

Freitag: Camping Profi hat auf unsere Anfrage betr. dem kleinen Problem prompt reagiert, Geni verfährt gemäss den Anweisungen und der Stoff ist jetzt glatt, schliesst zwar immer noch nicht ganz bündig, Geni entstaubt die Fahrer-Kabine, ich mache nochmals Wäsche (leider regnet es, bevor alles ganz trocken ist), putze und räume die Kabine auf, so sind wir morgen startklar, 

Ibarra, Ecuador - 17.3.2019

Freitag: wir laufen in die andere Richtung nochmals um die Laguna, wir brauchen etwas länger, Geni's Hüftli macht sich bald einmal bemerkbar, kurz nach dem Start regnet es leicht, danach ist es aber trocken und wir holen uns sogar auf der Nase einen Sonnenbrand, neben Tilapia gibt es auch Cuyes (Meerschweinchen), am Abend eine Meldung betr. Markise: sie ist in Guayaquil, wir erschrecken über einen Betrag von USD 1900, Hans meint das seien Frachtkosten, wir meinen, dass es um den Waren-Wert geht, Schwager Browny kann sich am Montag darum kümmern, in Ecuador geht erst am Mittwoch wieder etwas (Feiertage wegen Carnaval).

Am Samstag bereits trifft Gege ein mit seinem 40-jährigen VW LT mit Ventilator-Problem, es hat immer noch viele Leute hier (Camper, Zelte, Cabañas), dass Reto/Markus zum Znacht einen grossen Overlander-Tisch reserviert (etwa 10 Leute, 5 Sprachen).

Am Sonntag kein Sunntig-Zmorge, Geni & Gege fahren mit Hans' Pickup nach Ibarra zum Einkaufen, u.a. ganz viel Fleisch (3kg Schweins-Rack), Mägi & Franz treffen von der CH ein, sie haben ihr Gefährt 2Mte hier eingestellt.

Montag: die Einheimischen fahren ab, die Overlander werkeln an ihren Fahrzeugen, Znacht Grillade mit einigen Overlandern, Christine & Willy heizen ihren Super-Grill ein, Vorspeise Salsiccia, das Schweins-Rack ist ganz fein, dazu Broccoli mit Curry/Kreuzkümmel (Jürgen), Kartoffel-Salat (Reto/Markus), Nüdeli (Gege).

Dienstag: von Gege haben wir uns gestern verabschiedet, er fährt heute sehr früh los.

Mittwoch - Freitag: immer wieder neue Aufregung wegen der Markise, Hans telefoniert, schreibt Mails und geht bei DHL vorbei, Stand jetzt ist, dass das Teil doch über einen Importeur mit MIPRO-Token eingeführt werden muss, weil es über 50kg (Brutto!) wiegt, Netto wäre es darunter (ein neues Gesetz, Hans hat das leider nicht gewusst), also sind wir wieder gleich weit wie vor 2Wochen, Geni leidet an Halscheri/Nackenstarre, sie wandert von rechts nach links, mit Medis, Salben, Halstuch, Wärmflasche von Per & Silvia bessert es jeden Tag etwas.

Samstag: ein ganz trauriger Tag, oberhalb von uns steht der NL-Landcruiser, Anneke erwacht mit Jan neben sich, er ist in der Nacht verstorben, verständlich ist Anneke total durcheinander, wir alle unterstützen sie, wie wir können, alle sind geschockt und traurig, Hans organisiert Ambulanz und Polizei und ist den ganzen Tag mit ihr in Ibarra unterwegs, es braucht soo viele Dokumente, Unterschriften, Stempel, etc.

Sonntag: auch dieser Tag vergeht im Nu, ohne dass wir viel unternehmen, der Mosquito-Türvorhang ist fertig genäht, jetzt fehlen noch die Klettbänder, 4 junge Männer (Jeep-mässig/Dachzelte, CH-BL) kommen an, wir treffen sie im Restaurant auf ein paar Bier, auch dieses Wochenende essen wir Znacht im Restaurant, ich meistens Fleischkäse mit Spiegelei und Kartoffelsalat (ist mir noch nicht verleidet), Geni wechselt etwas ab.

Montag: Hans ist bis Freitag in Cartagena, er hat seinen Bier-Lieferanten Uli organisiert, dass er unsere Markise importiert, gegen Mittag sind wir bei DHL, Arturo erklärt uns, dass Hans und Browny eine Bestätigungs des Empfänger-Wechsels unterschreiben müssen, das Dokument komme nächstens, wir sollen es in Kopie auch gleich erhalten, danach laufen wir zum Schlüssel-Kopierer, er braucht aber den GeCo zum Testen/Codieren, wir sind aber mit dem Taxi gekommen, weiter zum Super-Maxi, wir haben jetzt eine Super Maxi-Kundenkarte, heute aber nicht viel gespart damit, wir brauchen eine neue Maus, in der Papeterie gibt es eine grosse Auswahl, wir entscheiden uns für eine mittelgrosse, blaue ohne Kabel.

Dienstag: endlich, Hans erhält heute Morgen von Arturo die Bestätigung zur Unterschrift (wir natürlich nicht in Kopie wie vereinbart), die geht sofort weiter zu Browny, nach einigem Hin und Her wegen Anpassungen wird sie heute nicht mehr fertig, aber wir sind einmal mehr zuversichtlich.

Mittwoch - Donnerstag: ein (hoffentlich) letztes Dokument muss Browny anpassen, Donnerstag Mittag ist es bei DHL, wir hören aber nichts mehr, wir wissen nicht, ob jetzt alles i.O. ist für den Zoll, auch Uli bekommt keine Info, dass der Empfänger-Wechsel geklappt hat, rund um die Laguna Yahauarcocha zum Dritten, gleich am Anfang sehen wir einige Kolibris im Gebüsch, Lars & Karin sind zurück von der Rundreise mit seinen Eltern, sie schwärmen soo von den Galápagos, dass wir uns jetzt doch mit einem Ausflug zu diesem Archipel befassen, wir waren ja vor 40Jahren dort und wollten nicht enttäuscht werden, Ersatz sollten die Oster-Inseln sein, aber das wird auch teuer sein, langer Flug, wenig Tiere, wir machen uns bei www.angelitogalapagos.com schlau, wann noch Platz wäre für uns.

Freitag: mit dem GeCo nach Ibarra (wir kennen uns schon recht gut aus), zuerst den Auto-Schlüssel kopieren lassen (Ersatz für den, der bei der Überfahrt von Panama nach Kolumbien verschwunden ist), dann Ferreteria, Super Maxi und in der Wäscherei/Näherei die Klettbänder an den Mosquito-Türvorhang nähen lassen, etwa 3Std. unterwegs.

Samstag: Waschtag, vom Morgen an Sonne und Wind, immer wieder Wolken, das meiste trocknet

Sonntag: Internet ganz schlecht, erst gegen Abend funktioniert es so richtig, unter vielen anderen gratuliert auch Google Geni zum Geburtstag, Anrufe und WhatsApp beantworten beschäftigt ihn den ganzen Tag, der grüne Mosquito-Türvorhang wird montiert, sieht nicht gerade professionell aus, wird aber die meisten Plaggeister draussen halten, zum Znacht gibt es Pollo Borracho (betrunkenes Hühnchen, es steht auf einer Bierdose, das Bier verdunstet, das Fleisch ist saftig), Geni und Reto/Markus feuern ein, Hans macht Pommes und Salat, Lars & Karin bringen Tomaten-Salat, alles ganz fein, speziell die Poulet!

Ibarra, Ecuador - 28.2.2019

Waschtag, vom Morgen früh an so sonnig und windig (deshalb Finca SommerWIND), dass am Abend alles trocken ist, Sand Flies plagen Geni (er braucht lange Hosen, Socken, Anti Brumm), mit Anti Brumm kann ich mit kurzen Hosen/T-Shirt draussen sein, Geni kontrolliert wieder einmal die Schrauben (wir meinten, wir hören wieder ein leises Knacksen) und siehe da, die Kabinen-Befestigungs-Schraube unter dem Wassertank! ist ausgerissen, wir wüssten ja, wie flicken, aber der 100l Wassertank ist das Problem! mit Hans besprechen wir unsere Lieferungen von der Schweiz an seine Adresse, er organisiert einen Mechaniker für Montag, den Toyota-Termin wollen wir absagen, finden aber kein Fon/eMail-Adresse und er kennt auch Leute, die uns evtl. BFGoodrich-Pneus mit unserer Dimension  organisieren könnten, Helmut & Ines (Landcruiser tourfactory/D) treffen ein, Znacht im Biergarten (Leberkäse mit Bratkartoffeln, für Geni Pommes, feiner Salat, feines Bier (Oettinger Schwarzbier!), wir sind ein paar Leute, es wird spät und kühl.

Wir ziehen um auf den Platz mit etwas Schatten von Bananen, Ficus und Papyrus (da ohne Markise), Homepage aktualisieren, Geni fährt mit Hans nach Ibarra wegen Pneu-Abklärungen und etwas einkaufen, mit Helmut zusammen werden Lüftungs-Löcher für den Kühlschrank gebohrt, es sollte jetzt nicht mehr so heiss werden unter dem Spülbecken.

Von Freitag bis Sonntag essen wir jeweils im Restaurant, Biergarten-Spezialitäten: Fleisch-Käse mit Spiegelei, Bratwurst, Curry-Wurst, Kartoffel-Salat, Salat Pollo Loco (verrücktes Huhn), feine Pommes frites, Bratkartoffeln, Apfelkuchen, Wein und einheimisches und verschiedene deutsche Biere.

Jeweils am Morgen leert sich der Platz, aber schon bald füllt er sich wieder: 2 riesige Camper (MAN/D und Steyr/CH-Zug), auch Theresa & Pierre (letztes Mal in Las Lajas getroffen), Loretta & Stefan können ihr Auto verkaufen und reisen mit ÖV weiter nach Brasilien, Inge & Henry (Nissan Bimobil/D), Amalia & Rudi (VW T4/NL), Wendy & Graham (Ford/CAN), Britt & Fred kaufen ein hier abgestelltes Toyota-Büssli, Argentinier mit grossem  Pick up Camper, Willy & Christine (Mercedes LKW/D), Reto/Markus (Mercedes Van/CH), Erich & ??? (Carthago mit Quad!/F), Jürgen (LandRover uralt/D-Bayern), 2Motorräder/D, Pickup Camper/F, Landcruiser mit Dachzelt/NL, am Carneval-Wochenende kommen so viele Overlander und Familien (in Zelten und Cabañas) an, dass ich den Überblick verliere.

Am Montag kommt Diego der Mechaniker, er nimmt die Brems-Scheiben mit zum Abschleifen und holt neue Brems-Klötze, nach 16Uhr kommt er endlich zurück und setzt alles wieder zusammen, wir haben für den Tag alles zusammen gepackt, was wir brauchen und haben uns im Restaurant installiert, es regnet und ist kühl, idealer Biergarten-Tisch, damit ich den neuen Mosquito-Vorhang z Fade schlaa kann, auf Geni's Wunsch ist er grün!

Unser Päckli mit Reiseführern, Aromat und Gümmeli für die Kochherd-Gitterroste ist angekommen (brauchte nur 1 Woche mit DHL Express - DANKE Browny!), am Freitag fahren wir mit Hans in die Stadt, Wendy & Graham und Britt & Fred sind auch dabei, wir werden von einem jungen Polizisten gestoppt, weil 2 Leute auf der Pritsche sitzen (ist verboten, aber alle machen es), Hans diskutiert mit ihm, die beiden nehmen ein Taxi, es gibt schlussendlich keine Busse, Stopps bei diversen Geschäften: Pneus, Auto-Elektrisch, Super Maxi, Post, Papier-Servietten, Konfi-Gläser, DHL, am Nachmittag zurück, wir haben nicht alles erledigt, aber nächste Woche ist auch noch Zeit für Bank, Papiere ausdrucken lassen, etc.

Am Samstag werden Rennen auf dem Autodrom ausgetragen, die Trainings-Runden sind schon sehr laut, um dem Lärm zu entkommen laufen wir endlich um die Laguna Yahuarcocha (10km) und sehen den Start und einige Runden (sogar ein Fiat 500 fährt mit), noch nicht lange, dass die Rennstrecke um den See herum führte, jetzt ist es normale Strasse, 3/4 davon ist sogar mit separaten Fussgänger-/Velo-Streifen abgetrennt vom Auto-Verkehr, im Dorf Yahuarcocha ein Restaurant neben dem anderen und alle verkaufen Tilapia in allen Varianten (die gibt es aber in der Laguna nicht mehr), das verdiente Bier (Weizenbock 8Vol.-%) geniessen wir im Biergarten der Finca Sommerwind.

Wie vom Wetterfrosch vorausgesagt, den ganzen Sonntag immer wieder Regen, kühl, Geni schaut sich die ausgerissene Kabinen-Befestigungs-Schraube von innen an (für die Reparatur von aussen gibt es verschiedene Ideen/Möglichkeiten, aber keine überzeugt so richtig), der Aufwand für den Ausbau des Wassertanks dürfte nicht soo gross sein, wie befürchtet

Am Montag als erstes in die Stadt, in der Ferreteria finden wir etwas für unser Schrauben-Problem, Hans besorgt uns Schrauben, der Wassertank-Ausbau kann beginnen, wir sind bald nicht mehr so euphorisch, nach jedem Teil, das wir ausbauen stehen wir wieder an, das nächste Teil ausbauen, mit dem Winkelschleifer ein geklebtes, von oben und der Seite verschraubtes Teil kürzen, wir wohnen auf einer Baustelle, kein fliessendes Wasser, staubig, am Dienstag Morgen brechen wir die Übung ab, alles wird zurück gebaut, wir müssten das halbe Bett, den halben Schrank, die halbe Küche und die Staufächer vis-à-vis abbauen, wenn dann der Tank wirklich ausgebaut werden kann, kommt man immer noch nicht an die Schraube heran, ganz übel! wir fahren jetzt ohne diese Schraube weiter, es hat schon noch 17 andere, aber die war ja auch für etwas gut, auf jeden Fall hören Bimobil/Tartaruga noch von uns.

Ruhetag, wir planen die Rundreise ab morgen (endlich an's Meer), aber bald ändern wir unsere Pläne wieder: Gege hat seine Ankunft hier für Sonntag/Montag angekündigt, ihn wollen wir unbedingt treffen, morgen fahren wir nach Otavalo, berühmter Markt (am Samstag wäre er grösser, aber auch noch touristischer), dann sehen wir weiter, evtl. trifft ja auch die Markise bald ein und könnte montiert werden, wer weiss....