Moitas - Fortaleza - Canoa Quebrada   12.9. - 17.9.2019

7 Tage sind wir auf dem Sítio Boralá und verlassen ihn ungern, rund 5'000km erwarten uns bis zur Grenze von Argentinien, Ende Oktober wollen wir dort sein, weil die Aufenthalts-Bewilligung ausläuft und wir gegen Januar in Feuerland sein wollen (über 4'000km), von Serge haben wir uns gestern verabschiedet, er ist heute ganz früh nach Fortaleza gefahren, William ist ganz herzig und verabschiedet uns herzlich, im Dorf treffen wir Remo (Kite-Surf-Lehrer aus Zürich) und gsprächled ein Weilchen mit ihm, schliesslich machen wir uns auf den Weg, auf der CE176 zurück auf die CE085, die Strecke bis zum Abzweiger nach Itapipoca kennen wir ja schon, auch danach diese spezielle Landschaft mit Büschen und kurzen Bäumen (sehr wenig Wasser, die Bezeichnung dafür habe ich leider vergessen, 60+), 100km vor Fortaleza getrennte 4 Spuren, streckenweise unebene Flicken, ansonsten ganz gute Strasse, vor Paraipaba riesige Palmen-Plantagen, durch das ganze Dorf verkaufen alle Lädeli Cocos-Nüsse (enthalten viel gesundes Wasser), Süssig- und Scharfigkeiten, Mittags-Halt bei einem dieser Lädeli, wir stärken uns mit Wasser aus der grünen Cocos-Nuss (eiskalt, aber gesund) und nehmen Doce de Leite (Caramel-Zeltli ohne Caramel) und Schoggi-Guetzli mit, kurz vor Fortaleza ein grosser Supermarkt (Atacadão, keine Kreditkarte, nur Debit oder Bar), dort zweigen wir ab auf die CE90 und dann fast der Küste entlang bis zur Pousada Praia Sul an der Praia Fortuna, wir klopfen und rufen lange, bis wir gehört und eingelassen werden, recht grosser Platz, alles leider herunter gekommen, ungepflegt, für eine Nacht OK.

Wir fahren noch lange der Küste entlang, bevor wir auf die CE010 und wieder auf die CE040 kommen (Garmin wollte mit uns mitten durch's Centro!), in Beberibe fahren wir an's Meer zum Monumento Natural das Falésias de Beberibe (durch Wind und Regen entstandene Klippen aus farbigem Standstein), Guide Flavio zeigt uns einen Parkplatz (Dona Maria hat ein Auge auf den GeCo), dann kurze Wanderung zu den Klippen (ganz viele Leute sind auch da, viele in der Figur nicht gerade schmeichelnden Badehosen), kurze, interessante Führung durch den vielfarbigen Sandstein mit Kakteen, Cashew-Bäumen und Vögeln, zurück auf die CD040, bei der Tankstelle bei der Ausfahrt von Aracati füllen wir den Wassertank auf (es dauert immer etwas, bis wir erklärt haben, dass wir keine Garrafones zum Tauschen haben, sondern das Wasser hier und jetzt in den Tank füllen und dann staunen sie über unser kleines Pümpeli), im Dorf finden wir einen ganz schönen Pinheiro Supermarkt, dann weiter auf der CE371 nach Canoa Quebrada, wir stehen fast am Strand im Garten der Pousada Via Láctea (Hotel Milchstrasse), netter Empfang, Platz mit Meer-Sicht (dafür dürfen wir keine Wäsche aufhängen, sonst hätten die Gäste von den Zimmern keine Meer-Sicht mehr),  schöner Pool, Dusche/WC OK), Wiedersehen mit einem BRA-Paar, das wir in Jijoca getroffen haben, starker Wind, ziemlich laut, bis am Abend alle Leute den Strand verlassen und die Cars, Büssli, Buggies und PWs weg sind, zum Znacht laufen wir zum Broadway (Touristen-Strasse mit vielen Lädeli und Restaurants, wir essen in der Bar Brasil (Fisch-Filets mit all den bekannten Beilagen), in der Nacht ruhig, kühl.

Freitag: heute erkundigen wir einen Teil des 13km langen Strandes, die Leute verteilen sich, die meisten sitzen gruppen-/familien-weise unter Sonnenschirmen bei den Barracas (Strand-Beizli) und bewegen sich nicht mehr, speziell der Kontrast vom türkisblauen Meer, gelben Sand und roten Klippen, wir geniessen ein Bad im warmen Wasser, zurück im Dorf anschliessend ein Bier, es ist Samstag, die Pousada füllt sich, auch ein Camper trifft ein: Tica & Edelcio (Mercedes Van/BR-Bahia), wir gehen etwas früher in's Dorf, wir suchen ärmellose T-Shirts und ein Strandkleid (ohne Erfolg), Apéro bei einem Italiener: Aperol Spritz und ein Glas Weisswein, dazu anstatt Nüssli feines Blätterteig-Gebäck, zum Znacht wieder in der Bar Brasil, heute Fleisch: Picanha und Maminha (Stücke von verschiedenen Gegenden vom Rind), für unseren Geschmack zu dünn, dadurch auch nicht "medium", schade,  Beilagen wie immer, wir finden sogar eine Tabaccheria und Geni wieder ein paar Zigarren.

Sonntag: ab 7 Uhr treffen ein Bus nach dem anderen ein (wir sind eh wach), der Strand ist voller als gestern, sehr viele Leute im Wasser, wir gsprächled mit Thomas (D, lebt und arbeitet hier), ich flicke den Mosquito-Vorhang (ganz schwierig mit diesem Material, das Resultat sieht entsprechend aus), er hat plötzlich ein grosses Loch, keiner weiss woher, Route planen bis zu den nächsten schönen Orten an der Küste, am frühen Abend in's Dorf zum Lädele,  Apéro und Znacht, heute in der Cantinha de Sardenha (Wein, Carpaccio, Spaghetti Frutti di Mare - alles fein), eine Nacht mit stärkstem Wind, der GeCo wackelt, die Dachfenster müssen wir schliessen.

Unser letzter Tag hier ist Putz-Tag, Schlafzimmer-Fenster, Boden und Fahrer-Kabine haben es schon lange nötig, wir sind die einzigen Camper, auch die Zimmer und Häuschen haben sich geleert, bereits am Nachmittag füllt sich der Platz mit 2 riesigen WoMos (BRA), 

Jijoca de Jericoacoara - Moitas   29.8. - 12.9.2019

Wir geniessen, dass wir unter Cashew-Bäumen stehen, es ist schön kühl, auch windig, wir stehen erst gegen 8 Uhr auf, machen nicht viel, am Nachmittag laufen wir dem weissen Sand-Strand entlang, das Wasser ist leider gelb-braun und nicht gerade amächelig (Anfang Regenzeit sind die Lagunen Türkis-Blau, mit der Zeit und den wachsenden Pflanzen werden sie Grün und Braun), wir wollen die Pousada Paulo auskundschaften (ein "Italiener" im iOverlander empfohlen), beim ersten Haus bellen uns etwa 5 Hunde an, das zweite ist eine Pousada, Tiago spricht uns an und zeigt uns Zimmer und Restaurant, alles sehr hübsch gemacht, das dritte ist die Pousada do Paulo mit italienischem Restaurant, zum Bier nehmen wir Crevetten, schöner Strand, alles hübsch gemacht, wir treffen Alfonso, einBugueiro aus Jeri, wir vereinbaren mit ihm eine Tour am Sonntag, zum Znacht kommen wir zurück, im Dunkeln der Strasse entlang, feine Caipirinha und Pizza Margarita/Portugues, Paulo und seine Frau sind da, sie sprechen englisch und erzählen uns einiges, eine Familie isst noch hier, dann sind wir die einzigen Gäste.

Wie von Paulo's Frau empfohlen laufen wir zum Einkaufen nach Jijoca, ein Stück weit der Lagune entlang, es hat aber teilweise noch viel Wasser, wir müssen auf die Strasse, dort ist es heiss und weiter als gedacht, wir kaufen ein bei der Bäckerei, beim Gmüesler und im Mercadinho (kleiner Supermarkt), zurück mit dem Taxi, Haare schneiden, auch ohne viel zu tun vergehen die Tage im Nu, zum Znacht wieder zu Paulo zu Spaghetti Mare/Amatriciana, wir sind die einzigen Gäste, Paulo gibt uns 2 Pack Spaghetti mit, die er von Italien importiert.

Mit Alfonso haben wir um 9:30 abgemacht, um 9:15 ist er bereits da! wir sind noch nicht bereit, Geni rechnet mit mind 1 Std. Verspätung, in 5 Std. fährt er mit uns auf Sand-Strassen, den Lagunen Paraíso und Azul entlang, wir sehen Fisch-Adler und Kaninchen-Eulen (sie leben auf dem Boden, schlafen und brüten in Erdhöhlen) nach Preá, von dort dem breiten Strand entlang zum Árvore da Preguiça (alter Baum, der wegen der starken Winde dem Boden entlang wächst), zum Pedra Furada ("durchbohrter Stein"), dann durch Jeri (Sand-Strassen, viele hübsche Läden, Restaurants und Pousadas, spezielle Kirche), danach durch den Nationalpark mit den weissen Dünen und grünen Lagunen und zurück zum Camping.

Montag: Waschtag, die Waschmaschine muss ich mir erklären lassen, waschen und spühlen, Wasser ein- und auslaufen lassen muss ich manuell, heute nicht soo viel Sonne, aber Wind, am Nachmittag ist alles trocken, Serge kommt vorbei, ein CH der in Moitas einen Camping hat, tönt gut und sieht in Google gut aus, wir werden dort den Nationalfeiertag verbringen, Geni liegt unter den GeCo und kontrolliert die Schrauben, alles i.O.

Dienstag: unsere Frühlings-Ferien (Domenikanische Republik mit den Kaufleute-Handballern im April 2020) haben wir gebucht, es fehlen nur noch die Flüge, es gibt nicht so viel Auswahl, Dauer von 17 Std. aufwärts! Zuwachs von 3 riesigen Campern (Brasilianer mit Besuch aus Frankreich) mit angehängten PW und Air Condition, zum Nachmittags-Bier laufen wir dem See entlang auf die andere Seite, wir kundschaften neue Restaurants aus für den Znacht, 2 davon sehen nett aus, aber am Abend kein einziger Gast, sieht geschlossen aus, kein Interesse an uns, im Camping sitzen ein paar Leute im Beizli beim Bier, wir fragen, ob wir noch Znacht haben können, es ist kein Problem, obwohl die Küche seit 17 Uhr geschlossen ist, wir bekommen einen ganzen Fisch mit Beilagen, sehr fein und soo nett!

Mittwoch: Geni putzt Dach und Vordach, die herunter fallenden Cashew-Früchte hinterlassen klebrige Flecken, lassen sich aber leicht mit Wasser und Bürste entfernen, zum Znacht nochmals dem See entlang zu Paulo, ein unfreundlicher Gast und eine grosse Spinne sind schon da, wir geniessen nochmals Lagosta (Hummer) mit vielen feinen Beilagen.

Heute schaffen wir rund 150km, die CR085 soll gut sein, hat aber auch unzählige Schlaglöcher und Lombadas in den Dörfern, in Acaraú einkaufen im kleinen Supermarkt, beim Gmüesler (Stromausfall, es wird mechanisch gewogen, aufgeschrieben, gerechnet und bezahlt) und in der Metzgerei (Geni wird von 3 Metzgern beraten), durch Palmen-Plantagen mit grossen Wandparks dazwischen, viele Regenwasser-Lagunen (sehr viel Wasser in dieser Regenzeit, die letzten 5 Jahre sehr wenig), auf der CE176 Richtung Küste, immer wieder durch Windparks, für Wasser und Alkohol fahren wir nach Icaraí hinein, hübsches Dorf, diese Gegend ist bei Kite-Surfern bekannt (Wind und Wellen), im November seien alle Zimmer ausgebucht, wir finden einen guten Supermarkt, weiter nach Moitas, im Dorf werden Kanalisation/Strasse neu gemacht, deshalb vorher auf die "Umfahrung" (Sand) zum Sítio Boralá von Serge, nach einigen Verzweigungen sehen wir rechts das Schild vom Camping, wir öffnen das Tor und fahren hinein und steil hinunter und merken, dass es bald nicht mehr weiter geht, wenden und kommen nciht mehr auf die Strasse (steil, sandig), mit Hilfe von 3 Männern, die die Löcher mit Steinen, Cocosnuss-Schalen und Palmwedeln auffüllen, kommen wir nach 2 Std. und 4 Versuchen hinauf, die Einfahrt zum Sítio Boralá ist gleich nebenan, ein schönes Tor, das wir nicht gesehen haben GRRRRR!! PEINLICH!! aber zum Glück gut ausgegangen, zur "Belohnung" bekommen wir grüne Cocos-Nüsse, so weit gerüstet, dass Geni mit der Machete nur noch ein Deckeli abhauen muss, mir schmeckt das Cocos-Wasser (besonders gekühlt), wie auch das junge Cocos-Fleisch (Gschlüder), sie wollen kein Geld, bekommen aber je ein Sackmesser, William und die Hunde Zack, Flora und Fauna begrüssen uns, wir platzieren uns am Rande eines grossen Cashew-Baumes (Achtung: Cocos-Palmen), William organisiert Strom vom Haus (der Platz wird erst ab 17 Uhr bestromt), reinigt Küche und Dusche/WC (kleine Fröschli wohnen da und hinterlassen ihre Spuren), macht uns eine Feuerstelle in der Nähe und ein grosses Feuer für die Würste.

Einige kurze, leichte Regenschauer, wir zmörgeled mit dunklen Wolken, starker Wind treibt die Regenwolken in's Landesinnere, dann den ganzen Tag blauer Himmel, William bringt uns gefrorene Cashew-Apfel-Stückli, Mixer und Sieb, damit machen wir unseren eigenen Cashew-Saft, er ist recht sauer, aber gesund (sehr viel Vitamin C, Tannine, antioxidativ), am Nachmittag nehmen uns Serge und Silvana mit den Hunden mit zur Ilha das Ostras (Austern-Insel), wir laufen durch meter-tiefes Wasser (das mit den Monaten verschwindet und zu einem Sand-Strässli wird) und über Sand-Dünen, erst zu einem Ausblick auf den Rio Aracatiaçu, dort sehen wir wieder die kleinen Kaninchen-Eulen und ihre recht grosse Erdhöhle, dann zur Ilha das Ostras (Spezialität Austern, die frisch aus dem Rio kommen, und Caipirinha im Cocos-Nuss-Glas), es hat einige Gäste hier, die kommen auf einer Tour entweder mit dem Boot oder dem Buggy hier vorbei und machen Halt, es hat auch eine kleine Balsa-Fähre, die an einem Seil manuell an's andere Ufer gezogen wird, William macht uns wieder ein Feuer für die Steaks.

Gestern und heute zeigen sich wieder Ausschläge, ich muss besser aufpassen, was ich esse, evtl. ist Wurst/Fleisch nicht so gut und am Kabis-Salat hatten wir eine Fertig-Sauce, vom Hummer hat nichts ausgeschlagen, Geni liegt wieder unter's Auto, es ist alles i.O., auf der Hinfahrt hatten wir ein Geräusch, das waren wohl die Blattfedern, heute ist der 7.9. und Brasilien feiert den nationalen Feiertag der Unabhängigkeit von Portugal, Serge und Silvana machen mit uns eine Tour zur Einmündung des Rio Aracatiaçu in's Meer, schöner Strand, kleine Beiz mit Tischli unter den Mangroven, wir laufen ein langes Stück dem Strand entlang, viele schöne Steine und Muscheln, ich nehme nur ein paar ganz kleine Muster davon mit (das Nescafé-Glas hat noch freien Platz), Serge ist Schreiner, er zeigt uns ein Häuschen, das er für einen Freund erstellt hat und die Pousada Lacula, bei der er die Holzarbeiten gemacht hat, bei einem Bier (spendiert von Besitzer Sylvain) warten wir auf den Sonnen-Untergang zwischen den Windrädern.

Sonntag-Zmorge mit allem, was der Magen begehrt (div. Brötli/Zöpfli, Croissants, Butter, Mango-Konfi, Cashew-Honig, Käse, Schinken, Jus, Kafi), von Serge zubereitet, unter dem Cashew-Baum vor dem Häuschen seiner Mutter, Schildkröte Olga hat dort ihr Gehege.

Am Montag fahren Serge & Silvana zum Einkaufen nach Itapipoca, wir gehen mit und geniessen die "Taxi"-Fahrt, es hat einen recht grossen Mercado (Früchte/Gemüse), auch Wolle für meine Häkel-Blätzli, dann zum Supermarkt Pinheiro, wo wir noch den Rest finden (aber nirgends gibt es Wasser von 5/6 Litern, nur 1.5 und 20), wir möchten ein paar Reais als Reserve holen, lange Schlangen, Automaten ohne Geld, unsere Karte wird nicht akzeptiert etc., Zmittag in einer kleinen Familien-Churrascari, verschiedene Fleisch und Beilagen, alles total fein, zurück auf einer anderen Strasse, ausruhen, Znacht brauchen wir keinen mehr.

Dienstag und wieder einmal Waschtag, Serge muss erst die Mini-Fröschli aus der Waschmaschine entfernen, mit Sonne und Wind ist alles bald trocken, heute macht Geni selber Feuer, keine Ahnung, welches Holz wir verheizen, aber es gibt wahnsinnig heisse Glut, die Schweins-Rippen sind lecker.

Mittwoch und wir bleiben noch, Geni versucht das Radio zu flicken, der USB-Stick bringt Error01 anstatt Musik,

Belém - Maracaçumé - Itapecuru Mirim - Parnaíba - Jijoca de Jericoacoara   23.8. - 29.8.2019

Ungewohnt so eine grosse Stadt (1,5 Mio), recht viel Verkehr, schöne 4-spurige Strasse mit einer Bus-Spur in der Mitte, die meisten Haltestellen sind geschlossen. nur 3 Busse haben wir gesehen, je näher zum Rio Guamá desto übleres Armenviertel, unverständlich, dass die Bewohner den Müll nicht wegräumen, die Geier sind überall! Geni wird unruhig und fragt sich, was für ein Hotel wir uns ausgesucht haben, kurz vor dem Ziel wird die Umgebung besser, wir nehmen ein Zimmer im Hotel Beira Rio, etwas herunter gekommen, aber netter Empfang, grosses Zimmer, sauber, nette Angestellte, gutes Restaurant, direkt am Rio, nur 10 Min. in die Altstadt mit dem Taxi.

Auf dem Programm stehen Lavandería, Claro und Altstadt, Taxi-Chauffeur Wilson bringt uns zur Wäscherei (Reais 99, sauteuer, aber heute fertig anstatt Montag, sehr professionell) und zu Claro im Patio Shopping, es liegt am Mobile, dass der Hotspot nicht funktioniert, also kaufen wir uns das 3. Mobile und endlich haben wir unseren Hotspot! trotz der Hitze laufen wir zur Altstadt, so schade um die schönen Häuser, die vergammeln, erinnert uns an Cuba, wir lassen uns von Wilson abholen, die Wäsche ist auch fertig, den Rest des Nachmittags verbringen wir beim Pool mit 5 Bier im Eiskübel.

Wilson fährt uns wieder in die Altstadt, wir besichtigen das Fort mit interessantem kleinem Museum, in der Catedral da Sé haben Taufen statt gefunden, jetzt werden Täuflinge und Familie in allen Varianten fotografiert, ein Taxi bringt uns nochmals zum Patio Shopping, viele Läden sind geschlossen und bringt uns nichts, also laufen wir ein paar Quadras zum Líder, Gross-Einkauf, mit dem Taxi zurück zum Hotel, leider schwankt das Internet, ein Teil meiner Homepage-Arbeit geht verloren :-(( und die Fotos müssen wieder einmal warten, zum Znacht bestellen wir Filet Mignon und Fisch, Preis unter CHF 10, es sind trotzdem Portionen für 2! wir lassen uns die Reste einpacken (das ist nirgends ein Problem).

Wir sind wieder unterwegs, auf der Umfahrungs-Strasse (Avenida Perimetral) kommen wir ziemlich rasch durch die Stadt und auf die BR316, wir geniessen es, dass wir Belém hinter uns lassen und über Land fahren, immer wieder durch ein Dorf, in einigen verkauft man Holzsachen aller Art, vom einfachen Holzbrettli bis zum mit aufwändigen Schnitzereien verzierten Sessel, in anderen an jedem Stand Orangen/-Saft, Maniok, Para-Nüsse, wir kommen durch flache Vieh-Weiden mit Cebu-Rindern und Wasserbüffeln, Plantagen von Cocos-Nuss- und Oel-Palmen, ausser wenigen grell-grünen Leguanen sehen wir nur tote Tiere (eine Art Bärli, Hunde, Ziegen, Esel, Kühe), ein Regenschauer ausgerechnet beim Mittags-Halt, der zieht aber schnell vorbei, danach ist es schon fast wieder trocken, mit dem Wechsel vom Bundesstaat Pará zu Maranhão wird die Strasse ganz übel, grosse/tiefe Löcher, um 16 Uhr bleiben wir bei der Tankstelle (Posto) in Maracaçumá, grosser Platz, die LKW kommen erst später, Dusche/WC kosten Reais 2, dafür sind sie abgeschlossen und sauber, wir haben noch Filet-/Fisch-Reste vom Restaurant gestern, dazu kocht uns Geni ein feines Remo-Gemüse, wir schlafen gut, wenn wir um 6:30 aufstehen sind wir fast noch die einzigen auf dem Platz.

Heute fahren wir unzählige Hügel hinauf und hinunter und kurven wieder um unzählige Schlaglöcher herum, nach Santa Inês sind wir auf der BR222 und die ist noch übler! wegen der Landschaft muss man diese Strecke nicht fahren: Vieh-Weiden, Plantagen, Gebüsch/Bäume und Felder bis zum Horizont, aber wir wollen an die Küste, nehmen ein paar Sehenswürdigkeiten mit, bevor wir in's Landesinnere nach Brasilia fahren, wieder gegen 16 Uhr haben wir genug und bleiben beim Posto Jesus II, Dusche/WC iO, in der Nacht treffen noch viele LKW ein, der Platz ist voll, recht laut, wir schlafen trotzdem gut, es ist kühl/feucht, viele Leute interessieren sich für den GeCo.

Zurück zur Kreuzung und weiter auf der BR222, die Freude an der guten Strasse ist von kurzer Dauer, lange kurven wir wieder mit 20-40kmh um die Schlaglöcher herum, in Chapadinha einkaufen und auftanken, danach kommen wir auf die BR230 (Hauptstrasse, schmaler, Überraschungs-Schlaglöcher), von einem Lastwagen fangen wir hier den zweiten Hick in der Windschutzscheibe ein, heute nach Eucalyptus- und Palmen-Plantagen, auch riesige Getreidefelder, die Ernte ist im Gange, grosse LKW bringen es zu grossen Silos, leider immer wieder Abfall an der Strasse, das Übelste: vor Santa Quitéria fährt man praktisch durch die Müllhalde Wind und Geier verteilen alles über die ganze Gegend, durch viele Dörfer mit noch mehr Lombadas, sonst sieht man nicht viel von der Landschaft, links und rechts der Strasse Gebüsch und Bäume, um 17 Uhr endlich kommen wir bei der Total Tankstelle vor Parnaíba an, Dusche/WC iO, Znacht essen wir in der Churrascaria, leider sind wir die einzigen Gäste, es gibt Rodizio: der Grilleur kommt mit verschiedenen Fleisch-Spiessen an den Tisch und schneidet das gewünschte Stück ab, dazu eine grosse Auswahl von Beilagen vom Buffet, nach dem Essen ist der Platz fast voll mit LKW, es treffen aber immer noch mehr ein, unser Nachbar kocht mit seiner LKW-Küche (die kennen wir von der Balsa her, ein Kasten am LKW und darin alles, was zum Kochen gebraucht wird, ein Dampfkochtopf hat jeder dabei).

Fahr-Tag Nr. 4! Parnaíba umfahren wir, auf der 402 weiter, ereignislose Strecke, nicht soo schlecht, bis auf die 60km von Granja bis hier, das übelste was wir in den 4 Tagen gefahren sind! der Camping do Tião gefällt uns, wir stehen im Sand unter Cashew-Bäumen, es gibt nicht nur Nüsse, die wachsen an Früchten und knallen auf den GeCo und auf's Vordach, Geni hat auch schon eine erwischt, davon gibt es auch Saft, der schmeckt uns aber nicht so, 6 Camper stehen schon da, Brasilianer, sieht aus, als stehen sie schon/noch länger hier, Dusche/WC sauber, ganz schön die Lagoa do Paraíso mit kleinem Strand (die Lagune füllt sich zu 95% mit Regenwasser), Znacht essen wir im Restaurant, nicht gerade begeisternd, wir treffen Lukas aus Tschechien, er und seine Freundin sind 6 Monate lang mit Trottinettes unterwegs!

Manaus - Belém   9.8. - 23.8.2019

Charly organisiert uns ein Taxi 99 (noch günstiger als Uber), auf der Strasse ein freies Taxi zu bekommen ist fast unmöglich, das war ja herrlich in den Ländern zuvor mit fast zu vielen Taxis und die fast nichts kosten, wir fahren zum Amazonas Shopping, riesig, viele Leute/Autos, nur einkaufen im Carrefour, für den Rest haben wir keine Lust mehr, Charles putzt den GeCo aussen und innen, jetzt sieht er wieder aus wie neu und wir können alles anfassen, ohne rot zu werden (vom Sand/getrocknetem Lehm), er schweisst die gebrochenen Teile gleich selber, Flavia feiert heute 40.Geburtstag, wir sind zum Apéro eingeladen, Znacht essen wir im Picanha Mania (grosses Restaurant, gut besucht, sehr gute Bedienung, feine Apéros und Essen: Picanha, Spare Ribs, Salat, Polenta-Schnitten), herrlich ein SchluBe vor dem GeCo, schön warm, ganz einzelne Mosquitos.

Sonntag, Ruhetag, Geni schaut sich den Match Luzern-Thun an, ich reinige den Kühlschrank (die (Bier-)Büchsen hinterlassen schwarz-graue Spuren im untersten Fach, sieht gruusig aus), dabei habe ich gesehen, dass ein Stück des Dichtungs-Gummis nicht mehr dort ist wo er sein sollte, ein Job für Geni, eigentlich haben wir Charly informiert, dass wir nie Zmittag essen, trotzdem müssen wir heute ein "pocinho" probieren, es kommt dann ein mittelgrosser Fisch, dazu Reis, Salat und Farofa (geröstetes Maniok-Mehl) mit Bananen, mal sehen, wir brauchen kein Znacht mehr.

Charly kommt mit uns zum Porto Trairi, er organisiert unsere Fahrt auf der Balsa (sprich: Bausa, das ist ein Ponton, der von einem kleinen Schub-Schiff gestossen wird) nach Belém, bei der Banco do Brasil gibt es auch hier kein Geld, wir müssen zu einer Drogerie mit einem 24-Std.-Automaten, endlich hat es da geklappt, zum Park Manaus laufen wir, kommen beim Teatro Amazonas vorbei, Charly wohnt in einem 2-Zimmer-Häuschen beim Eingang, die (Freiluft-)Küche ist unten beim Platz, wir sitzen neben der Küche am Schatten, Charly demontiert den Ventilator der Küche und montiert ihn für uns auf der anderen Seite, auch macht er mir jeden Tag den Stuhl mit Kissen bereit, damit ich mein Bein hoch lagern kann, ich muss einen Tee trinken, der mir "gut tut", zum Znacht laufen wir zum Teatro und essen beim Platz davor Pizza (Splash, dicker "amerikanischer" Teigboden, aber nicht mal so schlecht), sehr viel Betrieb auf und um den Platz, die Restaurants haben jetzt geöffnet, viele Gäste, meistens Einheimische, wenige Touristen, nachts ist es jetzt recht warm, Geni hat mit Charly zusammen einen zusätzlichen Ventilator gekauft, der bringt's.

Geni geht mit Charly zum Mercado, einkaufen für eine Grillade heute und Früchte/Gemüse für uns auf die Balsa (es gibt wahrscheinlich 5 Tage, 3x täglich, Fisch, Reis und Bohnen), wir haben wieder Mini-Ameisen in der Küche, ich suche, woher sie kommen, werde aber nicht fündig, Nebeneffekt: die Küchenschränke sind wieder einmal geputzt und alle Lebensmittel kontrolliert, um 12 Uhr heizt Charly den Grill ein, nach 14 Uhr steht alles auf dem Tisch, wir 2 beginnen mit Essen, Charly springt (südländisch) hin und her, erledigt dies und das, schliesslich setzt er sich zu uns, isst aber nur ganz wenig, leider sind wir nur zu Dritt (Flavia und die Kinder essen nicht mit), gekocht wurde für 8Personen (Picanha, Huhn, Würste, Reis, Salat), Geni hat eine Magenverstimmung, ich tippe auf die kalten Getränke, das sind wir uns schon nicht gewohnt.

Geni ist gar nicht zwäg, hier gibt es das Hotta-Virus (das sei hier überall, macht speziellen Durchfall), Charly kennt das, ausser Flavia hat es die ganze Familie erwischt, er will Geni in's Spital bringen, erst weigert er sich,  wird aber immer schwächer, kann fast nicht mehr laufen, reagiert nicht oder nur ganz langsam, zu wenig getrunken? Charly geht mit mir nochmals Reais holen und einkaufen, beste/schönste Bäckerei "LindoPan", um 16 Uhr schliesslich sieht Geni ein, dass er zum Arzt muss, ein gutes Hospital, gut organisiert, wenig Wartezeit, total nettes und hilfsbereites Personal, Geni ist mit dem Rollstuhl unterwegs, der ist zu breit für's Arzt-Büro, also wird er vom Pult aus diagnostiziert!, mit 1 Rezept für Spritze/Infusion und  einem für Medikamente geht es weiter, im nächsten Raum wird gespritzt und die Infusion gesteckt (3 Beutel), man kann zusehen wie er zwäger kommt, Kraft ist aber noch keine da, das Ganze kostet auch uns nichts! auf dem Rückweg kaufen wir in der Farmácia die Medis (für 5 Tage), wir sind Charly so dankbar, an ihm ist ein Krankenpfleger verloren gegangen, er ist so umsichtig, kümmert sich um alles und sorgt dafür, dass wir alles verstehen, um 19 Uhr sind wir zurück, Geni ist zwar noch immer wacklig auf den Beinen, zum Glück ist die Dusche soo winzig, dass er sich rundum abstützen kann, unruhige Nacht mit Regen.

Wir verschieben die Abfahrt mit der Balsa, Geni geht es besser, ist aber noch 100%, er schläft viel, wenn es ihm auf dem Ponton wieder schlechter ginge, wären wir 5 Tage blockiert, das wollen wir nicht riskieren, jetzt hoffen wir, dass wir am Samstag verschiffen können, sonst würde es Dienstag, kurzer Amazonas-Regen, bewölkt, schön abgekühlt, zum Znacht Süppli für Geni.

Um 8 Uhr mit dem Taxi 99 (nette, hübsche Senhora) und Charly zum Porto Trairi, es gibt heute Freitag schon eine Balsa und die nehmen wir, rabenschwarze Wolken, zurück zum Park Manaus und die Fenster ganz schliessen, ist aber schon zu spät, das 1. Mal, dass es auf unser Bett geregnet hat, dann einkaufen im Carrefour, Amazonas Shopping öffnet erst um 10 Uhr, die Senhora fährt uns zum nächsten (gross, gutes Sortiment, Gratis-Parkplatz), wir nehmen einen Vorrat an Früchten/Gemüsen und viel Trinkwasser mit, um den Menuplan etwas zu upgraden, auf dem Rückweg kommen wir durch ein Gebiet, wo unzählige venezolanische Flüchtlinge in Zelten und aus allem Möglichen zusammen gebastelten Hütten "hausen", elend, dass sich die Lage in Venezuela noch nicht gebessert hat! von 11:00 - 13:20 GeCo packen, leeren, auffüllen, duschen, verabschieden, um 14Uhr müssen wir im Porto sein, Google Maps zeigt 2 Unfälle auf der Strecke zum Porto, Charly will uns unbedingt vorfahren, wir sind dann auch mega-froh darum, in 30 Min. sind wir im Hafen, ohne ihn hätten wir viel länger und viel Nerven gebraucht, nach Anmeldung und Bezahlung (Reais 2500 für GeCo, uns, inkl. 3 Mahlzeiten) warten wir auf die Dokumente, dann soll es bald los gehen, im Wartsaal haben wir wieder einen Internet via Hotspot-Versuch gemacht, sind aber nicht weiter gekommen, ein Angestellter spricht gut englisch, er zitiert den Elektronik-Spezialisten, aber auch er steht bald einmal an, also in Belém nochmals zu Claro oder evtl. einem anderen Provider, später am Nachmittag werden wir informiert, dass die Balsa erst morgen Mittag fährt, sie hätten ein Problem beim Ausladen, wir parkieren um in die Nähe von Steckdose und  Dusche/WC, Antonio & Juliana mit grossem, langem VW-LKW aus Natal warten auch auf die Abfahrt, er erzählt uns viel, wir verstehen wenig (Mosquitos/-Spray, Wasser und Obst/Gemüse mitnehmen haben wir verstanden), eine Weile wird noch mit Anhängern manövriert, dann ist Ruhe (ausser die Mamma im Block vis-à-vis schreit in der Wohnung herum, etwas ist auf dem Boden zerschellt, sie muss es zusammen wischen).

Der ganze Himmel voller grauer Wolken, wir zmörgeled draussen, kaum sind wir fertig wird es schwarz, Tische/Stühle einpacken, Dachfenster schliessen, dann prasselt ein Regenschauer mit heftigen Wind-Böen herunter, nach ca. 30Min. ist der Spuk vorbei, wir hören, dass die Balsa erst heute Nacht abfährt , aber gegen 14Uhr Hektik: sofort auf die Balsa fahren (auf der Liste sind wir mit «Gringo» aufgeführt), wir stehen dann aber doch noch länger herum, erst fahren noch ein paar grosse LKW drauf, wir als letzte, wir haben den gewünschten Platz vorne, wir können Tisch/Stühle aufstellen, auch ein Wäscheseil hat Platz, Nachts soll es sogar Strom geben, wir erkundigen uns, ob noch Zeit für eine Dusche oben beim Büro ist, aber ja, die Balsa fährt erst morgen früh um 5Uhr los, super! Wir sind/werden überhaupt nicht informiert, liegt es daran, dass wir keine «Dokumente» erhalten haben? die sind in der Hetze am Schluss total unter gegangen, in der Mitte der Balsa sind 2 Reihen bewohnte 6 LKW und wir (9 Personen, davon 2 Frauen, ca. 6 Besatzung) mit einer schmalen Gasse von bei uns vorne nach hinten zum Schub-Schiff mit Küche, Dusche/WC, die Chauffeure sind sehr nett, man ruft uns auch zum Znacht (um 16Uhr), man isst in der kleinen Küche (neben dem grossen/dicken Koch ist nicht mehr viel Platz) oder setzt sich/steht irgendwo,  es hat nicht so viel Geschirr, man wartet, bis Teller/Besteck frei und abgewaschen sind (macht jeder selber), morgen nehmen wir unser Geschirr mit, Strom gibt es erst morgen wenn wir fahren, obwohl wir den ganzen Tag an der Sonne stehen, ist es im GeCo angenehm.

Kaum zu glauben, etwa 4:30 gibt es Betrieb und gegen 5 Uhr fahren wir wirklich los! Um 6 Uhr sind alle munter, wir essen unser Zmorge im GeCo, kein Café de Manha und das Zmittag um 11 Uhr lassen wir ausfallen, wir fahren um Manaus herum, sehen nochmals wie der Rio Solimões (lehmbraun) und Rio Negro (schwarzblau) sich zum Rio Amazonas vermischen, eigentlich ist das Wasser ruhig, nur bei Zuflüssen von anderen Rios, wie dem Rio Madeira (von Porto Velho nach Manaus, Camper-Transport mit Balsa auch möglich) wird es ruppig, es sind grössere Container-, kleinere Transport-, schnelle Passagier-Schiffe und andere Balsas (auch Vieh-Transporte) unterwegs, wir haben uns mehr Betrieb vorgestellt, die Chauffeure wischen und spülen den Sand vom Balsa-Boden (vom Gegenwind hätten wir den in den Augen und wenn es nass wird, ist es wie Schmierseife), danach ist Siesta, Strom gibt es von 11-1 Uhr, die Batterie ist auf 65% unten (wir nehmen an, der Kühlschrank saugt so viel oder der Strom verschwindet sonst wo, wir sollten das wirklich einmal checken lassen), auch unsere anderen Geräte sind froh um’s Aufladen, wir sehen einige Fluss-Delfine, kleine gelbe Vögeli und kleine Schwalben, die Positions-Lichter werden montiert, unsere Steckdose ist jetzt damit besetzt, wir haben natürlich keinen passenden Doppelstecker, mit der Dunkelheit fahren wir merklich langsamer, am Abend sitzen alle Chauffeure bei uns vorne im Fahrtwind, erzählen und lachen viel, ca. 20 Uhr ist Nachtruhe, kühlendes Windli, Sternen-Himmel wie auf 3000müM, ab 23:30 Unruhe draussen, wir stehen nah am Ufer, stossen irgendwo an, auch andere Balsas stehen hier, wir schlafen weiter und wissen bis heute nicht, was da los war.

Sonne ab dem frühen Morgen, am Vormittag sind nur wenig Schiffe unterwegs, am Nachmittag mehr, dort wo der Rio Tapajos in den Amazonas fliesst, fahren wir wegen Wellen und Strömung ganz langsam, Geni bäkt ein Brot, es ist ziemlich windig, so dass er Türe und Fenster schliessen muss, wir lesen, stöbern in den Reisebüchern, Brasilien ist ja soo gross und gibt so vieles, was wir sehen möchten, dösen, jetzt hat es Tag und Nacht Strom, unser Nachbar hat einen Dreifach-Stecker, den er mit uns und der roten Positions-Lampe teilt, wir werden mit total süsser/saftiger Ananas gefüttert, auch Milchreis müssen wir versuchen, alle sind sehr herzlich und nett, im Dunkeln kommen wir bei Óbidos vorbei (engste (2km) und tiefste Stelle des Amazonas (130m).

Gegen 7 Uhr, ein gutes Stück nach Santarém, werden wir langsamer, eine andere Balsa fährt rechts ran, es macht 2x Rrrums und 3 Security-Männer mit Pistolen/Gewehren kommen an Bord, wir haben gar nicht mehr daran gedacht, dass wir durch Piraten-Gebiet kommen, starker Gegenwind, grössere Wellen, der GeCo und auch die LKW schaukeln, manchmal spritzt Wasser bis zu uns hinauf, irgendwann sagt uns das iPhone, dass wir schon wieder über eine Zeitgrenze gekommen sind: von Amazonas nach Pará 1 Std. vor, mit Sommerzeit sind wir jetzt 5 Std. hinter der CH (Brasilien-Zeit - Hora de Brasília).

Unruhige Nacht wegen Wind und Wellen, bis jetzt haben wir mit offener Türe geschlafen, aber diese Nacht zieht es durch den ganzen GeCo, dass wir Türe, Dach- und Schlafzimmer-Fenster schliessen müssen, trotzdem gut geschlafen mit dem kühlen Wind durch die anderen Seiten-Fenster, die Balsa schaukelt auf den grossen Wellen, die ziemlichen Lärm verursachen, wir erwachen dann erst um 7 Uhr, die Sonne scheint, irgendwann kommen wir in ruhigeres Gewässer mit Fluss-Delfinen, wir zweigen ab in den schmaleren Furo do Tajapuru, hier stehen immer wieder Häuschen auf Stelzen, auch kleinere Dörfer, Kinder paddeln mit Kanus auf uns zu und rufen, sie wollen von uns etwas Essbares, wir packen Guetzli, Kaugummi, Tomaten/Bölle, Zwieback je in ein Säckli, werfen sie den Kindern entgegen, sie fischen die dann aus dem Wasser, einem Mädchen geben wir den Beutel mit T-Shirts, Flip-Flops etc., die wir nicht mehr brauchen, durch diese schmale Stelle fahren wir während 12-14 Std., hier ist dann in der Nacht auch die grösste Piraten-Gefahr, die Versicherung seien die 3 Security-Männer, aber auch Deus.

Immer noch windig, der letzte Tag auf der Balsa (wenn’s denn stimmt), wir biegen in den Rio Pará ein, um 10 Uhr wird die Balsa an’s Ufer manövriert und fest gemacht, wegen der Amazonas-Welle Pororoca (krachendes Wasser), nach Voll- und Neu-Mond drücken die Gezeiten aus dem Atlantik gewaltige Wassermassen in die Flussmündung, wegen des sehr geringen Gefälles rollt sie hunderte von km tief in's Landesinnere, damit die Balsa nicht gegen diese Gegenströmung vom Meer her ankämpfen muss, legt sie einen längeren Zwischenhalt ein  (https://de.wikipedia.org/wiki/Pororoca), eine Indigena kommt auf die Balsa, sie verkauft kleine Crevetten, wir kaufen keine wegen der Allergie-Gefahr, sie fragt uns nach Motoren-Öl und bekommt unseren Reserve-Liter, am späten Nachmittag wird das Tau gelöst, die Balsa umgedreht - und mit einem kleineren Tau neu fest gemacht :-(, die Balsa treibt immer wieder an's Ufer und in's Gebüsch, der Strom ist weg, Geni will nachschauen, wird aber zurück gepfiffen: Gefahr, dass eine Kobra im Gebüsch steckt, daran hätten wir nie gedacht! ein Security-Mann findet mit der Taschenlampe ein Faultier im Baum, es bewegt sich noch recht schnell nach oben und verschwindet im Blätterdach, gegen 20 Uhr bewegt sich die Balsa endlich, die hohen Wellen donnern pausenlos an die schräge Unterseite der Balsa und verursachen einen Lärm, der mich nicht schlafen lässt, ich stehe immer wieder auf und kontrolliere, dass sich der GeCo nicht bewegt hat (die Autos sind nicht angebunden), zum Glück hat uns Antonio Brems-Keile ausgeliehen.

Gegen 5 Uhr wieder ein Halt, bis es um 6 Uhr weiter geht, es daure noch 2 Std., so können wir noch gemütlich zmörgele und den GeCo reisefertig machen, um 8 Uhr sind wir tatsächlich im Hafen von Belém, wir fahren von der Balsa und mit dem frisch-gewaschenen GeCo durch tiefen, roten Matsch (es habe hier jeden Tag 3 Std. geregnet), die Ausfahrts-Papiere sind schnell erledigt, Abschied von den tollen Chauffeuren (sie bringen uns noch auf den richtigen Weg, Garmin und Google hätten uns auf die Strasse mit vielen Polizei-Kontrollen geschickt), um 9 Uhr sind wir unterwegs in die Stadt.

Unser Tages-Ablauf auf der Balsa: gegen 7Uhr Zmorge im GeCo, lesen draussen, ein Schatten-Plätzli suchen zum Dösen, etwas aufräumen, auch mal etwas putzen, Abfall entsorgen (Bio, Abwasser und WC landen direkt im Wasser, der Rest wird gesammelt), Nachmittags-Bier, ab und zu haben wir sogar kurz Internet, Mails und News lesen, am PC homepage/Mails in Word vorbereiten, während des Tages kommen und gehen die Chauffeure (Paulo, Domingo, Daniel, Antonio), da ist Betrieb und plötzlich wieder Ruhe (Siesta in der Hängematte unter dem LKW, Daniel kocht jeden Tag irgend etwas mit der LKW-Küche), vor 16Uhr duschen, nach 16Uhr Znacht essen (nicht schlecht gekocht: Reis, Spaghetti, Poulet, Rind, Würste, Fisch (nur 1x), Bohnen, auch Açaí haben wir probiert, (lila Frucht-Crème pur oder mit viel Zucker zu Fleisch, Fisch etc., im übrigen Brasilien wird Açaí als süsse Nachspeise gegessen, wir können gut ohne), danach sitzen alle wieder vorne, wir nehmen unseren Apéro, ich häkle Decken-Blätzli (Wolle aus Peru), so gegen 20Uhr ist es stockdunkel, Sternen-Himmel (wir haben erst 3 Sternschnuppen gesehen, warten auf weitere) und bald sind alle verschwunden, eine sehr interessante Reise, erholsam, wir sind aber froh, dass wir nach 5 Tagen in Belém angekommen sind.

Assis Brasil/Brasilien - Rio Branco - Jáci-Paraná - Porto Velho - Humaitá - BR319 Do Gaucho - BR319 Da Raquel - Manaus   31.7. - 9.8.2019

Auf der BR317 (Estrada do Pacifico/Transoceánica) fahren wir definitiv über die Grenze nach Brasilien, niemanden interessiert das, niemand hält uns an, die Strasse ist gleich schlechter (schmaler, streckenweise Löcher und Gräben über die ganze Breite, Teer- oder Erd-Flicken die höher oder tiefer sind) mit einigen Baustellen, an denen wir schon mal länger warten, der Strasse entlang viele Fazendas, riesige Weiden mit unzähligen Teichen/Wasserstellen, Tausende von Kühen/Rindern/Stieren (Brahman), in Rio Branco werden wir enttäuscht, wir haben uns ein Shopping Center ausgesucht, wir kommen nicht auf den Parkplatz und es gibt keinen Lebensmittelladen! mit der Dämmerung erreichen wir den Campingdo Círculo Militar (ein Club der Armee), bis in die Nicht hinein ist noch recht Betrieb (Tennis, Kraft-Training, um den Teich laufen, im Pool schwimmen), es ist heiss, als erstes brauchen wir eine Dusche, das Restaurant ist nicht in Betrieb (wahrscheinlich am Wochenende), ausser Bier gibt es nichts Brauchbares, wir bestellen Pizza aus der Mikrowelle, na ja! Wir treffen Lukas, ein grosser Brasilianer, der englisch spricht, seine Grosseltern kamen aus St.Gallen und hiessen Gasser.

Ein Arbeits-Tag: beim Chef bezahlen wir den Camping und fragen nach Bank, Supermarkt, Elektro-Laden etc., er organisiert uns einen Taxi-Chauffeur, der mit uns überall hin fährt und uns in den Geschäften hilft (er spricht zwar nur portugiesisch, aber es nützt), bei der Banco do Brasil können wir nur je 500 Reais abheben (CHF 260), damit kommen wir nicht weit, bei der Claro dauert es 1.5Std. (SIM-Karte und weil das Internet mit dem iPhone nicht funktioniert!), beim 2. Anlauf bekommen wir die Elektro-Stecker (wie Europa, es gibt 110 und 220V), einkaufen im Arasuper (ein SUPER Laden), danach nur noch am Schatten ausruhen und die Leute beobachten, alle Angestellten hier sind total nett und kümmern sich um uns, sie schauen, dass uns nichts fehlt.

In der Nacht kommt heftiger, kühler Wind auf, es soll 10° kühler werden, der Chef der Anlage kommt vorbei kaum dass wir aufgestanden sind, wir bleiben 1 Tag länger, trotz lauter Musik seit dem Morgen, heute ist Samstag, wenig Sportler sind hier, dafür Gäste im Restaurant, nochmals mit dem Taxi unterwegs, zur Banco do Brasil und Banco Santander (keine will uns Geld geben!) und nochmals zum Arasuper, Geni weiht den neuen Grill ein, der Metzger hat uns ein Stück Fleisch  zum Grillieren empfohlen, wir wissen nicht, was es ist, "Hinterteil", auf jeden Fall kein Filet! der Rest wird an Nacht-Tiere verfüttert und auch der Grill ist nicht brauchbar, da ist der alte, kleine, rostige noch besser.

Es ist Sonntag und das merkt man, anders als bisher sind die meisten Geschäfte geschlossen, einen offenen Supermarkt haben wir gesehen, problemlos kommen wir durch die fast Auto- und Menschen-leere Stadt, über den Rio Acre und wir sind auf der BR364 und auf dem Land, uns fällt auf: fast kein Abfall am Strassenrand, ein Grossteil der Autos ist neu und gepflegt und für diese Hauptverbindungs-Strassen recht wenig Verkehr, auch heute wieder links und rechts der Strasse Weideland, eigentlich gute Strasse, aber leider auch längere Strecken ruppig und tiefe, grosse Löcher, umso mehr geniessen wir die wenigen neu gemachten Stücke, recht viele Lombada (so heissen hier die Giba/Tope), auch genannt Quebra mola = Achsbrecher, bei Abuña bringt uns eine Fähre über den Rio Madeira, daneben steht die schöne neue Brücke, noch im Bau, ob die je fertig wird? durch Feuer und dichten Rauch, in Jáca-Paraná stehen wir beim Hotel Mineiro, grosser PP, Dusche/WC im Zimmer, sehr gutes WiFi, wir ziehen uns 2 interessante Dok-Filme über Meere und Meeres-Bewohner rein, plötzlich ist es 22Uhr und wir merken, dass die Uhren 1Std. später anzeigen, die Bundesstaats-Grenze von Acra nach Rondõnia ist auch die Zeit-Grenze, wir sind jetzt nur 6Std. hinter der CH-Zeit.

Weiter auf der BR364, durch Rauch und abgebrannte Strassenborde, die 100km bis Porto Velho legen wir schnell zurück, vor der Stadt sehen wir den Velofahrer Keith (Canada) das 1.Mal, wir halten beim Supermarkt Arujo, da kommt er auch schon daher, er ist 9 Jahre unterwegs, will hier sein Velo fixen und dann Richtung Guyana, nach dem einkaufen zu Claro mit dem Resultat: das iPhone funktioniere hier wirklich nicht (Frequenzen?), das US-Mobile macht keinen Hotspot, aber wir können jetzt Saldo abfragen und aufladen, evtl. können wir den Huawei aktivieren, dann waren wir bei Senhor Lins, er ist ein Agent für Verschiffungen nach Manaus, 2500 Reais/CHF 800 nur für den GeCo, mitfahren unmöglich! Evtl. hat er später ein Schiff mit Mitfahr-Möglichkeit, aber wir sollen doch nach Manaus fahren, in 2 Tagen seien wir dort, das war ja unser Plan, aber die 700km Piste haben uns dann doch wieder abgeschreckt, wir überlegen uns das, wir brauchen dann sicher länger als 2 Tage, zum Übernachten checken wir das Hotel Caribe, für den abgeschlossenen PP sind wir zu hoch, beim nächsten Hotel ist der PP zu klein, beim übernächsten sind wir auch zu hoch, also hinaus zum Camping Oasis, der ist recht weit draussen, das Tor ist zu aber nicht abgeschlossen, wir fahren hinein, auch der Eingang zu den Pools ist offen aber kein Mensch weit und breit, wir wollen noch in der Umgebung fragen, aber auch hier kein Mensch, also richten wir uns auf dem riesigen PP ein, obwohl in der Nähe ein angezündetes Gras schwelt und raucht, wir werden von 2 Dobermännern «bewacht», später kurvt ein Töffli vorbei, man will aber nichts von uns, mal sehen, wie es morgen aussieht, Abendrot, Fledermäuse, wenig Mosquitos um die Ohren (Geni bekommt einen Stich ab).

Feucht und neblig/rauchig, nach dem Zmorge taucht jemand auf (er verbrennt verdorrte Palmwedel) und wir können bezahlen, wir "vergessen" den Grill hier, auf einer Art Umfahrung erreichen wir schnell die BR319, auf einer sehr hohen Brücke über den Rio Madeira (das erste von vielen Elektro-Velos/-Töffs), mit 80kmh (nur sehr wenig Löcher) nach Norden, bald überholen wir den Velofahrer Keith, hier noch weniger Verkehr, einzelne Häuser/Dörfli, Vieh-Weiden, Palmen-Plantagen, wir haben gesehen, dass es in Humaitá eine  Banco do Brasil gibt, grosse Überraschung: weder am Automaten noch an der Kasse können wir Reais beziehen oder Dollars in Reais wechseln! dafür muss die Bank "international" sein, ein Bank-Kunde hat das gehört und zieht für uns Reais für 100 Dollars, so hilfsbereit und nett, wie wir bis jetzt alle Brasilianer erlebt haben! wir haben schon Reais, aber mit mehr ist uns wohler, im Quality Hotel nehmen wir ein Zimmer (Strom, all unsere Geräte sind down, Internet, Dusche/WC), neues Hotel, Zimmer schön und sauber, CHF 31 inkl. Zmorge-Buffet, wir laufen zu einem Supermarkt in der Nähe, ein richtiger, grosser Dorfladen mit allem was man brauchen könnte, Znacht essen wir im Restaurant, Geni ein feines Filet Mignon, ich einen sehr bescheidenen Hamburger, zum Apéro haben wir Caipirinhas, ich ohne Alkohol (bin gespannt, ob ich auf die Limonen reagiere), SchluBe im Zimmer eine Cerveza negra, das erste Bier nach x Wochen, mit der homepage bin ich Text-mässig à jour, für die Fotos hat's nicht mehr gereicht, ab morgen sind wir auf den 670km nach Manaus, für 3-4 Tage werden wir wohl kaum Internet haben, ausserhalb der Städte hat jede bewohnte Hütte eine Satelliten-Schüssel im Garten, Internet, Claro, iPhone und was auch immer funktioniert eh nicht richtig, entweder liegt es am Netz oder an den Geräten, wir gehen irgendwann nochmals bei einem Telefon-Laden vorbei.

sehr gut geschlafen, die Air Condition war uns viel zu kalt, also abstellen und Fenster auf, kein Magen-Problem, keinen Ausschlag von den Limonen, seit gestern keine Allergie-Medis mehr, ich teste langsam was bis jetzt verboten war, feines Zmorge-Buffet um 6:30Uhr, danach den GeCo wieder einräumen, auftanken (240km ohne Tankstelle)m, beim Beck bekommen wir frische, noch heisse Brötli (nur französische, nichts Dunkles), um 8Uhr starten wir auf der BR320, gut und geteert bis zum Abzweiger der BR319 nach Manaus (700km), danach Löcher und Teer (20kmh) bis nur noch Piste ist, wo wir 40-60kmh fahren, immer Ausschau haltend nach Löchern, vor dem Dorf Realidade kreuzen wir ein Paar mit Iveco (D-HH), nach dem Dorf GANZ üble Piste, Löcher/Gräben kreuz und quer und Wellblech (20kmh), wenig Urwald der Strasse entlang, dahinter Weiden und Plantagen, kurzer Regenguss, endlich wird die Strasse besser, ein langes Stück ist matschig vom Regen, wir fahren wie auf Eis, rutschen und machen beinahe eine Pirouette, bald werden wir gestoppt: 5 Vieh-Transporter stehen kreuz und quer in der Strasse, wir warten am Strassenrand bis bald ein Bagger und Traktor die LKWs aus dem Dreck ziehen, Geni fährt souverän durch den Tief-Matsch zur Strasse hoch, der GeCo rutscht immer wieder hinten weg, ich habe Angst, dass er kippt, aber geschafft! einige schnelle km weiter kommt das Restaurante Do Gaucho, hier bleiben wir, ein Päppel mit lustigem VW-Bus (Brasil) ist schon hier, recht viel Betrieb mit LKW, die Chauffeure essen duschen oder schlafen hier, neben uns steht ein alter LKW voller Platanos, auf der anderen Seite Vieh-Transporter, die Kühe sind die ganze Nacht unruhig, wir geniessen die kalte Dusche (damit haben wir nicht gerechnet), der Generator läuft bis 21:30, danach ist absolute Ruhe, 10Std. unterwegs.

Ein Abenteuer-Tag : in der Nacht ein Gewitter mit heftigem Regen, und wieder rutscht ein Vieh-LKW in den Graben und muss heraus gezogen werden, der Brasil-Päppel ist weg ohne dass wir ein Foto von ihm machen können, mir graut dass Geni durch Matsch/Sand/Matsch auch hier wieder auf die Strasse hoch fahren muss, auch das klappt mit Rutschen, dann streckenweise gute Piste, aber auch viele Löcher, bei 3en erwischt es uns, wir können gerade noch abrupt vor oder in den Löchern anhalten, viele Holz-Brücken, einige davon GANZ übel! Die einzigen Tiere: eine Affen-Familie überquert die Strasse, wir kommen gut voran bis uns ein Geräusch vorne rechts aufschreckt, Geni liegt mehrmals unter den GeCo, kontrolliert alle Schrauben und ersetzt die fehlende beim Nestle-Blech, alle Leitungen unten und im Motor (durch die Unebenheiten ist es gut möglich, dass sich etwas löst), nach jedem Check ist das Geräusch noch da, wir sind unsicher ob wir so weiterfahren können, ohne dass etwas ganz kaputt geht, immer wieder anhalten, horchen, gucken, schrauben, kontrollieren bis Geni das Nestle-Blech genauer anschaut und sieht, dass die Schweiss-Naht (schon 2x geflickt) wieder gebrochen ist, ebenso beim Blech links, kein Wunder bei dieser Strasse, aber dass wir nicht schon früher darauf gekommen sind! Geni entfernt die gebrochenen Teile, das Geräusch ist so nicht mehr soo laut, wir fahren beruhigt weiter bis zum Restaurante Da Raquel, ganz herzige (schwangere) Senhora, sie kocht uns Fisch mit Reis und Kabis-Salat, mit Eindunkeln wird der Generator angeworfen, erfrischende kalte Dusche, wir stehen am Strassenrand, haben Bedenken wegen dem Staub, aber in der Nacht höre ich nur 2-3 Autos und die müssen wegen Kurve und Brücke abbremsen, nachdem der Strom abgestellt ist Urwald pur, 8 Std. unterwegs.

Ab 6Uhr treffen die ersten LKW ein, man isst hier Café de manha und duscht, lustige kleine gefleckte Säuli grunzen herum, wir verabschieden uns vom Restaurant voller Frauen (woher die alle kommen?), auch heute wieder gute und schlechte Piste, wir überqueren viele Flüsse, 2 Fähren, die 1. bei Igapó Açu über den Lago Castanho, wir fahren auf den Ponton und gleich legz sie mit nur 2 Autos ab, dauert 5Min., die 2. bei Careiro da Varzéa über Rio Solimões (Wasser lehm-braun)/Rio Negro (Wasser blau-schwarz) = Amazonas, die Fähre ist schon halb voll, auch hier können wir sofort drauffahren, sie wird dann noch mit LKW aufgefüllt, dauert 1Std., 2 Baustellen, neu gemacht ist die Piste toll (80kmh), ein Stück vor Careiro da Castenho beginnt Asphalt, erst löchrig, danach recht neu, gut und schnell zu fahren, so erreichen wir Manaus bereits heute (wir sind froh, die Regenwolken und jeden Tag ein Sprutz haben uns schon nervös gemacht), von der Fähre zum Park Manaus (Estacionamento mit Camping-Möglichkeit) Stau wegen Freitag-Abend-Verkehr und Baustellen, beim Park Manaus werden wir herein gewunken, sonst hätten wir die Einfahrt womöglich verpasst, die schönste Ecke vom Platz ist leider so uneben, dass der GeCo trotz Keilen und Balken nicht eben steht, aber auch die 2.schönste Ecke gefällt uns, wir tischen zum Znacht, da bringt Charly 2 grosse Chacheli mit Minestrone, davon sind wir so satt, dass wir nichts mehr essen, die Hitze vom Tag geht nur langsam aus dem GeCo, 9Std. unterwegs.