Salta - Taco Pozo - Presidencia Roque Sáenz Peña - Villa General Güemes - Laguna Blanca/Argentinien   21.6. - 26.6.2022

Nochmals im Paseo Libertad einkaufen, dann machen wir uns auf in Richtung Paraguay, diese Strecke haben wir uns ausgesucht: auf der Ruta 9 nach Osten und ein Stück nach Süden bis zum Abzweiger der Ruta 16, auf der bleiben wir bis Presidencia Roque Sáenz Peña, ab hier die Ruta 95 bis Villa General Güemes, weiter nahe der Grenze zu Paraguay entlang auf der Ruta 86 bis Clorinda und auf der Ruta 11 zur Brücke, wo wir in Paraguay einreisen

Gemütlich kommen wir von den 1400müM in Salta hinunter in die Ebene, es ist merklich wärmer trotz Bewölkung, grosse Felder, abgeerntet (Mais, Hirse, Baumwolle, Zuckerrohr) und auch frisch angesät grün

Die 6 Tage waren von der Strasse her abwechslungsreich: Löcher, Spurrinnen, Dellen, Flicke, 4-spurig schmal, 2-spurig auch schmal, Gegenwind, Seitenwind, Hügel auf und ab

Auch hier begleitet uns eine Eisenbahnstrecke hunderte von km, sie wird neu gemacht für Güter-Transporte

Übernachtung in Taco Pozo bei der YPF, Znacht essen wollen wir schräg vis-à-vis im El Refugio (berühmte Milanesa mit Pommes), es wird gerade geputzt und es gäbe Merienda/Snacks, da ist uns spysle im GeCo lieber, wir beobachten das Treiben an den Zapfsäulen, schubweise kommen LKW, Töffli und Fussgänger mit kleinen Kanistern, die nicht einmal voll gefüllt werden, ab 23Uhr kehrt Ruhe ein

Zmorge im Tankstellen-Café (Milch-Kafi (immer fein und heiss) und Medialunas), 50km neu gemachte Strasse bis Monte Quemado, unzählige Abzweiger zu meistens ärmlichen (Bauern)-Häusern, links die Eisenbahn, rechts der Canal de Dios, aus dem werden wohl die unendlich grossen Felder bewässert, überall rauchen Brennöfen für Holzkohle, Mennoniten in Pferdewagen fallen auf, recht wenig Verkehr, davon mehr LKW mit Getreide, wieder einmal braucht es 3 Tankstellen (immerhin Normal-Preis, kein Touristen-Preis), bis der Tank wieder voll ist, einkaufen in Presidencia Roque Sáenz Peña, wir hätten Lust auf Milanesa, finden aber ein grilliertes Poulet, wir entschliessen uns, nicht mehr weiterzufahren und bleiben 5km südlich und eine Militär-Kontrolle später beim Camping des Centro Democrático Español (grosses Gelände mit Pool, Bungalows, Grills/Tische/Bänke, Fussball- und Golf-Platz, Pferdestall etc.), sogar mit Strom, 600 Peso (ca. CHF 5) werden einkassiert (WC/Dusche sind geschlossen), ruhige, dunkle Nacht

Die Wettervorhersage ist für die ganze Gegend gleich: kühl, wolkig, evtl. Regen, wir fahren wie geplant auf der Ruta 95 (übel) nach Norden, in Tres Isletas suchen wir eine Bäckerei und finden sie auch, der Laden, das knusprige Brot und die uralte Señora an der Kasse kommen uns italienisch vor, sie freut sich riesig über unseren Besuch und verabschiedet uns mit Luftküssen, vor und nach der Brücke über den Rio Bermejo Polizei-Kontrollen, die Strasse wird noch übler! links und rechts davon Sumpf, Weiden und Felder, Lagunen mit verschiedenen Vögeln, am Strassenrand ab und zu ein Stand mit Kürbissen, beim letzten kaufen wir einen (über 3kg, muss noch Rezepte suchen), in Villa General Güemes volltanken, wir bleiben gleich hier, ein Englisch-Lehrer vom Dorf hat zwar keine Zeit, kommt aber doch kurz vorbei für einen Schwatz, 2 Hunde schlafen vor dem GeCo

Der Tag beginnt wieder mit Löchern und Flicken, aber nur für eine kurze Strecke, Sumpf, Kühe, Palmenwälder, Bananen-Plantagen, in Laguna Blanca suchen wir Informationen über den Parque Nacional Rio Pilcomayo, die Intendencia ist nicht angeschrieben, wir finden sie doch und erhalten mündliche Infos, die Anfahrt zum einen Camping sieht ganz übel aus, wir entschliessen uns für den zweiten Camping bei der Laguna Blanca, ein ganz hübscher Platz, wir stehen beim Rangerhaus, es gibt sogar WiFi, die WC sind OK, viele Mosquitos, wir laufen die Wege durch den "Urwald" und in die Lagune hinaus, ausser Vögeln keine Tiere, in der Nacht sind wir ganz alleine, der Ranger geht nach Hause

Wir bleiben noch hier, Büro-Tag und die Unterlagen für Paraguay zusammen stellen, wir laufen nochmals alle Wege, auch heute keine Tiere (Brüllaffen, Kaiman, Ameisenbär) nur Vögel, Nebel, kühl, trotzdem wird hier ein Geburtstag gefeiert und es gibt einige Besucher, die Argentinier sind bei jedem Wetter draussen

Salta    9.6. - 20.6.2022

Wir bleiben länger in Salta als gedacht, die Stadt und der Camping gefallen uns und wir brauchen noch Zeit um unsere Weiterreise zu planen, dazu kommt, dass es dieses Wochenende 2 Feiertage gibt (Freitag: Todestag von General Martín Miguel de Güemes (Unabhängigkeits-Krieg) und Montag: National-Flaggen-Tag), ausserdem ist das Internet recht gut, so dass ich mit der Homepage vorwärts komme und endlich auch Fotos einfügen könnte, ausser den ganz netten Brasilianern und Argentiniern ist auch Rob (MAN/UK) hier, er ist allein-reisend und weiss sehr viel (und lange) zu erzählen

Einen Tag verbringen wir mit der Suche nach Metall-Kanistern, erfolglos, jetzt glauben wir es, dass es die in Argentinien nicht gibt, nur Plastic, dafür entdecken wir das Shopping-Center Portal im Norden mit kleinen Shops und gutem Lebensmittel- und Haushaltwaren-Laden, wir können wieder einiges von unserer Spezial-Shopping-Liste streichen

Bei Western Union (WU) wollen wir noch einen offenen Posten abholen, "unsere" Agentur ist geschlossen, bei anderen stehen sie Schlange (Freitag ist ungünstig: Zahltag und deshalb Schlangen überall wo es Geld gibt)

Am Samstag holen wir uns beim kleinen Supermarkt "Casino" nebenan Trinkwasser (sonst gibt es nur wenig Brauchbares) und finden gleich daneben eine Pouletbraterei mit fertigen Poulets, zum Znacht ist es noch lauwarm, zusammen mit Chips und Salat: MJAM (davon schwärmen wir schon seit Wochen)

Erst bei WU beim Chango Mas können wir für CHF 500 über 100'000 Peso abholen, zum Glück nicht alles kleine Noten, auch Tausender, Judith & Uwe treffen ein, morgen sind sie schon wieder weg

Dann ein Museums-Tag: zuerst zum Bahnhof, aber das Museo del Tren gibt es schon länger nicht mehr, wir laufen durch das Vergnügungs-Viertel, eine Kneipe nach der anderen, am Mittag ist natürlich nicht viel los, sieht aber interessant aus, dann finden wir das unscheinbare MAAM (Museo de Arqueología de Alta Montaña), hier gibt es einen Einblick in die Inka-Zeit und Infos über die 3 Kinder, die vor 500 Jahren am Vulkan Llullaillaco geopfert wurden (https://de.wikibrief.org/wiki/Children_of_Llullaillaco), El Niño ist sogar in einem eigenen Klimasystem zu sehen, Zmittag essen wir im "Adobe", sonniger Balkon im oberen Stock mit Blick auf die Plaza, feiner Zicklein-Eintopf und Steak, unterhaltsamer Kellner, um die Plaza eine Demonstration gegen die Kürzung vom Budget für psychische Gesundheit

Einen kleinen Wäscheberg (neben dem Üblichen auch Bettwäsche und Jeans) bringen wir zur Lavandería Lavasalta, beim Mercado San Miguel suche ich Wolle für Baby-Beanies und Socken, ich finde aber nur Sockenwolle, für die Beanies hätte ich gerne eine spezielle Wolle von hier, auch bei den Woll-Geschäften um den Mercado kein Erfolg, dafür entdecken wir den "Italiener" wieder, er heisst "Casa Moderna", sieht aus wie in der Toscana oder in Venedig, verkauft neben Weinen, Barilla-Spaghetti, Lindt-Schokolade, Käse, Oliven u.v.m. auch Chorizo Aleman (sehen aus wie Cervelat), vom Grill schmecken sie fast wie Cervelat

Heute Gross-Einkauf im Paseo Libertad, wir sind immer mit Taxis unterwegs, der GeCo bleibt stehen, Geni lässt ab und zu den Motor laufen und dazu natürlich das Posthorn, danach zur Lavandería, die Wäsche ist fertig, sauber, gebügelt, gefaltet und riecht gut, Geni erledigt einiges am GeCo (aufwändig: Moskitotürrahmen verschrauben und verfugen), ich verräume die Wäsche (auch aufwändig: alles auf die Grösse unserer Schränke neu falten und neue Ideen ausprobieren, wie der Platz noch besser genutzt werden kann)

Am Vormittag kommen Ann & Ben an, sie haben Mühe, den passenden Platz zu finden (die ersten zwei sind offensichtlich besetzt, sie versuchen es trotzdem), laufend treffen Camper ein, evtl. schon wegen dem langen Wochenende, an einem Abend sind es ca. 8, es gibt Betrieb, bis alle ihren Platz haben

Am Samstag sind wir nochmals in der Stadt, es sind merkbar mehr Leute unterwegs, in den Fussgängerzonen sehr viele fliegende Händler, die alles Mögliche verkaufen (Socken, Desinfektionsmittel, Coca-Blätter etc.), beim "Italiener" Casa Moderna holen wir Barilla Spaghetti für den Vorrat und fragen nach einem Metzger in der Umgebung, ein guter Tipp "La Florida", eine tolle Metzgerei Ecke Rivadavia/Zuviria, gut organisiert: alle Leute bekommen eine Nummer, ca. 20 dürfen rein, die anderen warten davor, wir sind dann schnell bedient mit 1kg Filet, die anderen tragen über 5kg Fleisch davon, Geni kauft bei der Plaza Piatelli-Wein (Malbec und Malbec/Tannat), beim Beck wollen wir eigentlich Kafi trinken, aber es ist soo voll, wir begnügen uns mit Süssigkeiten (Erdbeer-Törtli), zurück können wir noch kurz die Sonne geniessen, trotzdem kühl mit Wind

Sonniger Sonntag, das ist meistens unser Werch-Tag, es gibt immer etwas zu tun, auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist, am Dienstag wollen wir weiter, quer durch Argentinien nach Paraguay, dann von Asunción die Trans-Chaco (Ruta 9) nach Norden und Bolivien

Unser letzter Tag hier, gemütlich, es trifft ein neuer Overlander ein: Jürg von CH-AR mit Hilux/Tischer-Kombination und die beiden Belgier-Camper sind auch wieder da, ganz feiner Cervelat-Salat zum Znacht

Seclantás - La Poma - San Antonio de los Cobres - Salta    6.6. - 8.6.2022

Vom Morgen an fast wolkenlos und warm, Verabschiedung von Martina & Johan, Geni weckt die jungen Langschläfer mit dem DüDaDo vom Posthorn, beim Abzweiger gibt es jetzt Diesel und erst noch unbeschränkt, wir tanken completo, bis Cachi Ripio, eng, kurvig, immer noch dem Río Calchaquí entlang, mal am Fluss unten, mal in der Höhe, plötzlich mehr Gegen-Verkehr, man merkt, dass ein grösseres Dorf in der Nähe ist,  in Cachi (2250müM) Foto-, Kafi- und Shopping-Halt, schöne Plaza und Häuser (koloniale Architektur), wir kaufen (natürlich) Wein (auch Adentro vom Schweizer Christian Götz, mit 2685müM einer der höchsten Weinberge der Welt), Pimentón (nur pikant, nicht scharf, der wird hier überall angebaut und jetzt getrocknet) und andere Gewürze, die uns noch fehlen, Coca-Tee in Beuteln und als Zeltli (gegen Höhen-Beschwerden), sehr viele Touristen, nach Cachi ist ein rechtes Stück asphaltiert (aber mit Löchern), danach wieder recht gute Ripio, in La Poma (3015müM) stehen wir auf dem Camping Municipal (enges Tor, aber mit 2.30m kein Problem), 3 komische Leute mit Kleinkind in 2 Zelten sind da, der eine macht uns hässig, er spielt sich als kleiner Chef auf (ich soll mich JETZT bei der Señora anmelden und Geni soll das 1. WC benützen, keines der anderen (das 1. ist aber verstopft, wahrscheinlich von ihnen, jedenfalls ist das Sanitär-Haus in der Nacht ihretwegen geschlossen), 2 PolizistIn kommt vorbei, ich frage nach der Strasse über den Abra del Acay, die Antwort tönt gut, wir sollen uns morgen bei der Station melden, kein Internet, kalt, Coca-Tee zum Bettmümpfeli

Wir erwachen mit -3.6°, wir wundern uns, wie hier geheizt wird, es gibt keine Kamine, kein Rauch steigt auf, zur Vorbeugung auch Coca-Tee zum Zmorge, um 10Uhr sind wir bei der Policia, die Strasse sei gut, ca. 5km eng, die Fluss-Durchfahrten können vereist sein, auf dem Berg Schnee, wenig Verkehr, wir überlegen kurz und entschliessen uns für diese Strecke, die Daten von Geni und dem Iveco werden aufgenommen und der Policia in San Antonio gemeldet, mit 10-30kmh fahren wir weiter dem Río Calchaquí durch enge und weite Täler, immer begleitet von den über 6000m hohen Bergen, wir durchfahren 10 Furten mit Wasser/Eis, 6 Autos und 1 Töff begegnen uns, kurz vor dem Pass meldet der Iveco "Motor kontrollieren lassen", das beunruhigt uns nicht besonders, die Meldung verschwindet bald darauf auch wieder, nach 46km und 2:30Std. erreichen wir den Abra del Acay und 4895müM, ausser einem kleinen Fuchs ist hier nichts und niemand, Coca-Zeltli kommen zum Einsatz, die Abfahrt erfolgt in wenigen, kurzen, steilen Kehren, dann in moderaten Kurven, das letzte gerade Stück ist übles Wellblech, in der Nähe weiden Lamas (oder Guanacos? Alpakas?), bei Muñano ist die Ruta 40 für uns erst einmal fertig, wir erreichen die asphaltierte Ruta 51, Reifen aufpumpen und 2Std. nach der Passhöhe sind wir in San Antonio de los Cobres (3775müM), ein komisches Dorf mit niedrigen Häusern, weitläufig verstreut, wir melden uns bei der Polizistin beim 1. Kreisel, sie meldet unsere Ankunft zurück nach La Poma

Der Bahnhof liegt etwas höher und wir sehen, dass der Tren a las Nubes dort steht, ganz viele Touristen werden mit vielen Bussen heran gefahren (500 Pers. haben im Zug Platz), für unseren Zug-/Loki-Fan Jürg machen wir Fotos, zur Loki kommen wir nicht ohne Ticket, der Zug fährt um 16Uhr, also postieren wir uns etwas ausserhalb und sehen ihn sogar noch im Bahnhof, dann auf der Brücke und wie er etwas oberhalb von uns raucht und entschwindet, wir stehen auf dem Parkplatz vis-à-vis vom Mercado Artesanal und essen auch dort im Comedor des Nubes, mein Lama-Eintopf (Cazuela) ist sehr fein, Geni traut sich nicht an Unbekanntes und nimmt ein Kotelett, dazu 1l Bier Salta Negra (bis jetzt habe ich in Argentinien kein Bier ohne Alkohol gefunden), es wird kalt, auf Campings heizen wir mit Strom, ansonsten - so wie heute - mit Diesel, die Leute sind immer winterlich angezogen, auch wenn für uns Kurz-Hosen-Wetter ist, im Dunkeln werden noch Kinder von der Schule nebenan abgeholt

Ruhige Nacht, die Wetterstation zeigt -6°, aber wir haben es kuschelig warm, auf der Ruta 51 zurück in Richtung Salta, auch heute geht es hinauf aber nur kurz und 305 Höhen-m bis zum Abra Blanca (4080müM), unspektakulär, aber die Abfahrt hat es in sich, Steinwüse, Kakteen, auf 3700müM schon die ersten einfachsten Behausungen, Berge die wie halbe Vulkane aussehen, gute Strasse, in grossen Kurven langsam hinunter, Verengung zur Schlucht, die Quebrada del Toro überrascht uns: einmalig die Berge in allen Farben, auch hier begleiten uns die ganze Zeit  Eisenbahn-Geleise (Strecke Salta - San Antonio - Chile), so wie sie aussehen fährt schon lange kein Zug mehr, am Nachmittag erreichen wir Salta, einkaufen im Libertad (grosses Center) und zum Camping Balneario Carlos Ximena, Brigitte & Edy sind da, sowie bekannte und neue Camper, meistens ARG und BR, unser Wunsch-Platz ist noch frei (am Nachmittag lange Sonne), mit der Kabel-Verlängerung sind wir auch am Strom angeschlossen, hier heizen wir mit Strom (evtl. Nacht, sicher am Morgen)

Salta - Cafayate - Seclantás   30.5. - 5.6.2022

Wir sind noch am Wasser füllen, da treffen 4 Camper ein, Italiener aus Buenos Aires, die Männer bewundern den GeCo, auf der Ruta 68 200km zurück nach Cafayate, wir wollen nochmals durch die Quebrada de las Conchas (rote Sandsteinfelsen) fahren, auf dem Hinweg wollten wir schnell in Salta sein wegen dem Gas und sind fast ohne Halt durchgefahren, Kafi-Halt bei Alemania, eine ehemalige Bahnstation, einige Gebäude (darin ein kleines Restaurant), Geleise und eine  Eisenbahnbrücke sind noch zu sehen, schade ist das Info-Center geschlossen, wir sind froh, dass wir diese Strecke nicht gestern Sonntag gefahren sind, es hat recht wenig Verkehr, wenig Busse, bei den Highlights Anfiteatro (Felsenkessel mit 50m Durchmesser), La Garganta del Diablo (Teufelsschlund, riesige Felsspalte), Mirador Las Cruces (Ausblick über das Tal) und Los Castillos (die Burgen) treffen wir nur auf wenige andere Touristen, lustiges Gespräch mit 2 jungen Frauen, sie versuchen sich in Englisch, am Schluss reden wir doch Spanisch, in Cafayate stehen wir  wieder beim Camping Luz y Fuerza, Brigitte & Edy (Sprinter/CH) treffen ein, sie waren schon mehrmals in dieser Gegend, sie geben uns einige Tipps, eigentlich wollen wir auswärts essen, aber wir sind zu spät, die offenen Restaurants passen uns nicht, die anderen öffnen erst am Abend wieder

Wir planen die Weiterfahrt auf der Ruta 40 von Cafayate nach San Antonio de los Cobres, 300km, viele davon Ripio (Schotter), wenige Tankstellen (sollten wir nicht brauchen), dafür wollen wir unsere Vorräte auffüllen, finden aber nur das Allernötigste, nicht einmal Bananen (alle braun), wir wollen unterwegs sowieso mehr auswärts essen, Judith & Uwe treffen ein (RAM Pickup/D), spätes Zmittag wieder im Peña y Parrilla de la Plaza, feines Fleisch, trotzdem fällt für die Hunde genug ab

Heute steht ein Tagesausflug zu den Ruinas de Quilmes und zum Museo de Pachamama auf dem Programm, auf der Ruta 40 gut 50km nach Süden und nach 5km guter Ripio befindet sich neben Souvenir-Ständen ein kleines Museum und die Ruinen der Festung und Behausungen der Quilmes, sehr eindrücklich die Grösse und die dicken Mauern, danach weiter auf der Ruta 307 nach Amaicha del Valle zum Museo Pachamama (Mutter Erde), sehr interessante Ausstellung über den Pachamama-Kult, Alltag/Häuser der Urbevölkerung, Bodenschätze, sogar ein nachgebautes Bergwerk, Teppiche und Bilder, im Freien viele Statuen und Dekorationen, wirklich empfehlenswert

Wir bleiben noch 1 Tag hier, Büro-Arbeit, Geni installiert die Wetterstation, sie funktioniert und zeigt die Temperatur genauer an als die Bimobil-Anzeige, zum Zmittag um 15Uhr probieren wir heute das El Rancho, gefällt uns sehr gut, auch das Essen, ich habe endlich ein Cabrito al Horno (Zicklein vom Ofen) gegessen, sehr fein und viel, ein grosses Stück nehme ich mit, eigentlich will ich Wolle kaufen, aber dieser Laden ist noch zu, statt dessen finden wir T-Shirts, in "unserer" Panadería nehmen wir Café con Leche (fein, gross, alles sauber) und Geni bekommt endlich ein Stück Apfelkuchen, auf dem Camping sehr windig und deshalb staubig, ein junger Mann mit Velo verkauft tolles Sauerteig-Brot der Bäckerei Thani

Verabschiedung von Judith & Uwe, wir stören sie beim Frühstück, bei der Tankstelle fragen wir pro forma nach Diesel, soll es aber erst am Nachmittag geben, eigentlich haben wir genug, aber evtl. sind wir mal froh, dass wir aufgefüllt haben, auf der Ruta 40 nach Norden, bis Animaná durch Reben (die jungen werden Tropf-bewässert, die alten mit Kanälen), viele Weingüter, viele Badenes/Furten, nach 24km hinter San Carlos endet die Teerstrasse, auf Schotterpiste fahren wir mit 30kmh dem Río Calchaquí entlang durch Steinwüste, 2 Einheimische (VW-Bus und Van) sind gleich vor uns, einige Autos/Busse überholen und kreuzen uns, ein (sehr kleines) Gürteltier wieselt über die Strasse, die ist Schotter, Sand, Wellblech, ein Stück sogar frisch vom Grader bearbeitet, meistens breit/flach, manchmal auch eng/kurvig (das Posthorn wird öfters eingesetzt), durch unzählige Bachbette, eine verlassene Gegend, trotzdem kleine "Dörfer" mit bewohnten, verlassenen und verfallenen Häusern, auch Schulen, kleine Rebberge, eine lange Strecke staunen wir über die einmaligen Fels-Formationen in div. Farben (Monumento Natural Angostaco), nach jeder Kurve sieht es wieder anders aus, vor Seclantás zweigen wir ab in Richtung Camping Utopia Overland, den wir nach 5km Ripio auch erreichen, Martina empfängt uns am Tor, Johan und Ann & Ben (haben wir in Salta gesehen) treffen wir beim Rund-Häuschen, wir stehen fast in den Reben, Freiluft-Dusche (solar-heiss) und -WC, am Abend ein schönes Lagerfeuer für alle, auch dabei 2 Hunde und 5 Katzen

Heute 4.6. ist das Hochzeits-Fest von Gotte-Meitli Simona & Andi, wir wollen telefonieren, aber es gibt kein Durchkommen, das Internet ist hier wie dort (www.heimeli.swiss) zu schlecht, wir verbringen 2 ruhige Tage mit Fast-Nichtstun, ausgelesene Bücher eingetauscht, Brot gebacken, Martina & Johan kochen 2x Znacht: feinste Pizzen aus dem Holzofen und Chicken-Curry mit Chapati vom Grill, Reis und Salat (ganz fein: nur Tomaten-, Zwiebel-, Zitronen-Schnitze)

Belén - Cafayate - Salta   21.5. - 29.5.2022

Jetzt wird es hier erst um 8 Uhr hell, somit auch später bis wir aufstehen und dann startklar sind, gegen 10 Uhr sind wir bei der Lavandería, die Wäsche ist aber noch im Tumbler, dauert noch ein Stündli, hier haben wir sonst nichts zu erledigen, wir warten im GeCo und lesen, weiter auf der RN 40 (die "Ruta Nacional Quarenta" ist 5300 km lang, von Patagonien bis zur Grenze von Bolivien, 1000km länger als die legendäre Route 66), durch die Quebrada de Belén, erst breite aber bald enger werdende Schlucht des Rio Belén, heute 3 Polizei-Kontrollen: Nr. 1 nett durchgewunken, Nr. 2 Fahrausweis und TIP, Nr. 3 Pässe (nicht angeschaut) und TIP, bald sind wir wieder in der Wüste mit nur noch Büschen und trockenen Gräsern, trotzdem treffen wir auf Rinder, Pferde, Esel und Ziegen, ein junger Condor hockt auf einem Baum und kann nicht wegfliegen oder traut sich nicht, 3 Gletscher ziemlich nah, es folgt eine lange Strecke mit Furten, teils mit Wasser, es sieht aus, als ob da viel Wasser und Geröll kommt, Baumnuss-Plantagen, eingefasst von Pappeln (Windschutz?), wir wollen tanken, aber an 3 Tankstellen gibt es keinen Diesel, Nachschub kann in 3 Std. oder 3 Tagen kommen, vor Cafayate beginnt das riesige Rebengebiet, wir stehen beim Camping Luz y Fuerza, sandiger Platz mit allem, gepflegter als andere, es hat einige Camper da (ARG, Chile), in der Nacht immer wieder Disco-Musik

In 15 Min. sind wir im Zentrum, wir machen einen Rundgang im Museo de la Vid y el Vino (Reben- und Wein-Museum), ein modernes Museum, das sich mit der Geschichte des überall präsenten Weinbaus beschäftigt, hübscher Hauptplatz, einfache, schöne Kirche, recht viele Touristen und grosse Busse (ARG, Brasil), spätes Zmittag (die Restos schliessen zwischen 15 und 16 Uhr und öffnen wieder ab 20 Uhr) im Peña y Parrilla de la Plaza, wir nehmen eine Grill-Platte, grosse Portion, aber nicht alles schmeckt uns (Innereien, ich habe von allem probiert, sogar Chinchuline: am Grill gebratene Gedärme), aber hier und auf dem Camping gibt es genug Hunde, auf dem Heimweg decken wir uns mit Alfajores (Doppel-Guetzli mit Füllung) und div. Weinen zum Degustieren ein, sünnele bis Sonnenuntergang, danach wird es gleich kühl

Die Reste der Grill-Platte sind immer noch da, Wasser auffüllen, kein Druck, dauert ewig, ein Hund taucht auf, ich zeige ihm, wo sein Zmorge liegt, bei der YPF im Dorf stehen sie Schlange, also gibt es wieder Diesel, aber wir fahren auf der Ruta 68 hinaus und zur nächsten Tankstelle, hier können wir für 3'000 Peso tanken, gibt gerade 15 Liter, wir nehmen die, obwohl unser Tank noch halbvoll ist, 2 Polizei-Kontrollen, bei beiden können wir durchfahren, ganz tolle Strecke durch die Quebrada de las Conchas, ca. 80km lange Schlucht des Rio las Conchas, rote, von Wind und Wasser geformte Sandsteinfelsen, extrem viele Büssli und Doppelstöcker-Busse (alles Kurvenschneider!) sind unterwegs, in El Cerril fahren wir zur YPF-Tankstelle und zu unserer Überraschung bekommen wir den Tank gefüllt (120l), vor Salta zu Amarilla-Gas, der nette Angestellte verweist uns an Vari-Gas und gibt uns zur Sicherheit noch 2 weitere Adressen, bei Vari-Gas müssen wir bis nach der Siesta warten, dann bekommen wir auch diesen Tank problemlos gefüllt, der Anschluss vom Gaslieferwagen passt sogar ohne Adapter auf unseren Tank-Einlass, schnell sind wir im Camping des Balneario Carlos Xamena, extrem grosser Pool, viele Grill/Tische/Bänke, Duschen heiss (ohne Vorhang), einige Camper sind da, zum Einkaufen zum VEA, ein Tomahawk-Steak kommt zur Feier des vollen Gastanks auf den Grill

Mit dem Taxi in’s Centro (kostet ca. CHF 4), wir laufen kreuz und quer um die Haupt-Plaza, wir schauen einer Tanz-Darbietung zu, viele kleine Kinder in historischen Kostümen, evtl. Vorboten des Nationalfeiertages morgen, wie üblich schöne und verfallende Häuser, uns gefallen die Catedral (rosa/gelb, geschlossen) und die Iglesia San Francisco (rot/weiss/gelb, offen), lange Schlangen vor den Banken, wir essen im Rustiko bei der Plaza (nicht schlecht, aber auch nicht überragend), nette Kellner, zum Abschied bekommt jeder 1 Alfajor

Heute 25.5. ist ein Nationalfeiertag (Mai-Revolution), wir bleiben im Camping, eigentlich erwarten wir Einheimische zum Grillieren, aber nichts dergleichen, wir bleiben unter uns, der richtige Tag für Arbeiten am und im GeCo, Geni macht ein Brot auf dem Grill mit Grill-Pfanne und Deckel - funktioniert nicht (unten schwarz, oben roher Teig)

Bei Western Union holen wir nochmals ein paar Pesos, wir suchen einen Coiffeur für mich und finden «Franca», die Haare sind nicht mehr soo kurz (auch Geni ist mit meiner Frisur zufrieden), mit der Seilbahn (Garaventa) auf den Cerro Bernardo, schöne Aussicht über die Stadt, teure aber feine Café con Leche, hinunter laufen wir 1026 Stufen, wir essen im «Manuel de la Plaza» (recht gut, nette Atmosphäre), in der Panaderia holen wir uns etwas Süsses zum Znacht, die Auswahl ist gross und fällt schwer

Mit dem Taxi zuerst zu Iveco (Reserve-Öl und -Bremsflüssigkeit), dann in's Zentrum, Besuch des Museo Historico Provincial im Cabildo, im Innenhof kommen wir in den Genuss einer Tanz-Darbietung (die Hälfte sind ganz junge Tänzer), zur Markthalle laufen wir durch Bushaltestellen am Strassenrand, das Trottoir ist voller Leute, wir ziehen Masken an, im Markt ist alles erhältlich, Food und Non-Food, durch die Fussgängerzone zurück zur Plaza, eigentlich wollen wir bei Doña Salta essen (ist auch im Reiseführer erwähnt), aber es warten schon andere vor uns, deshalb wieder im «Manuel» beim Hotel Victoria , Brot und Süsses holen wir bei «unserer» Panaderia, der Taxi-Stand ist gleich in der Nähe

Der Camping füllt sich mit Autos und vielen Kindern, auch mit neuen Campern, einkaufen im VEA, Geni macht ein Brot wie üblich im Omnia auf dem Herd (es wird super), fast jeden Tag steht ein Kolibri einfach in der Luft, keine Blüte weit und breit, es ist kühl, bewölkt, wir fahren erst am Montag weiter, heute putze ich WC und die Böden und entstaube überall

Sonntag, wir bleiben länger liegen, heute gibt es gar keine Sonne, aber es ist nicht so kalt, wie der Wetterbericht voraussagt, Geni ärgert sich: der Match um den Auf-/Abstieg wird nicht live übertragen, ich schreibe Reiseberichte und bin endlich à jour! für Fotos reicht das Internet nicht, damit bin ich dann auch noch ein Weilchen beschäftigt, ganz unerwartet trifft von der Migracion eine eMail ein: die Einreise-Bestätigung von Geni, jetzt warten wir noch auf meine (seit 4.5.), heute gibt es Milanesa (fast eine Nationalspeise): ganz dünne panierte Schnitzel, dazu Gemüse

Villa General Belgrano (VGB) - Villa de Soto - Chilecito - Belén   16.5. - 20.5.2022

Mondfinsternis ab 00:15, vom Dachfenster aus ca. 30 Min. beobachtet, sau-kalt, nach 1 Woche verabschieden wir uns heute von Ralf, einkaufen am Rande von VGB, bessere Gegend, Lädeli und Bäckerei perfekt, Gmüesler enttäuschend, wir kurven durch die Sierras de Cordoba, auf der linken Seite des Stausees auf der schmalen, kurvigen Rpe 96 über San Clemente, in der Nähe von Copina auf die Ruta 34, über den Cerro Champaqui auf 2238m, beim Kafi-Halt sehen wir die Katze, wir haben geprüft, ob sie noch lebt, hinunter nach Mina Clavera auf 915m, die Polizei-Kontrolle können wir durchfahren, Landschaft mit schönen Ausblicken, weiter auf der Ruta 15 mitten durch ein grosses Tal mit Getreide-Anbau, das wird abgelöst von Wald mit Büschen und niederen Bäumen, Kurven und Berge, aber den ganzen Tag sehr gute Strasse, für diese Bergstrecke haben wir 2 Tage geplant, sind aber am Abend schon in Villa de Soto, wo wir bei einer neuer YPF-Tankstelle bleiben

Zmorge im Tankstellen-Restaurant «Full», Milch-Kafi, Jus und Medialunas (Halbmonde, kleine, süsse Gipfeli mit Butter und Dulce de Leche! sehr süss, sehr fein), am Morgen nur 5°C, aber sonnig, weiter auf der Ruta 38, wieder Polizei-Kontrolle: durch gewunken, dürre Gegend, die Eisenbahn (nicht aktiv) begleitet uns über 300km, bei Patquia auf die Ruta 74, weites Tal, hinter Los Colorados (leuchtend rote Sandsteinfelsen) das nächste, dahinter weitere grössere Bergketten, wir sehen sogar Schnee, im iOverlander wird eine Agri-Kontrolle angekündigt, bei einer Erinnerungs-Station für Obispo Enrique Angelelli  (ein Märtyrer der Militär-Diktatur), verstecken wir das meiste Obst und Gemüse, wer Bimobil kennt, kennt auch den Garderobenschrank mit guter Tiefe unten, davor liegen all unsere Schuhe, diese Aktion ist unnötig, umso besser! Rund 50km vor Chilecito wachsen Oliven- und Nuss-Bäume und Reben, bei einem kurzen Halt treffen wir die 1. Overlander seit Nueva Helvecia: eine Familie aus F mit Caracol Turbo, Chilecito war einmal DIE Goldstadt von Argentinien, heute ist noch die Drahtseilbahn zu sehen und Ruinen von Schmelzwerken, bei Extra-Gas kein Glück: Siesta, wir stehen beim einzigen offenen Camping (San Francisco) am Rio Santa Florentina, nett, viele Hunde, Dusche heiss/sauber, zum Znacht Gulasch von Ralf (erst die Hälfte! sehr fein, leicht pikant, chrüsele im Abgang) mit Maccaroni, sehr fein! Der Jefe del Caming verabschiedet sich für die Nacht nach Hause, er schliesst uns ein

Vom Jefe bekommen wir 1kg geschälte Baumnüsse für CHF 8, sie sind gross und fein, wir suchen eine Lavandería und erfahren, dass heute eine Art Feiertag ist wegen Censo (Volkszählung), alle Leute sollten zu Hause sein, deshalb sind alle Geschäfte geschlossen, wir machen uns auf den Weg zum Parque Talampaya (aus dem Sandstein heraus gewaschene Monumente und prähistorische Funde), also auf der Ruta 40 zurück und in ein leicht ansteigendes Tal hinein, Polizei-Kontrolle: mit den Masken verstehen wir wenig, sie sind zufrieden mit TIP und Führerausweis (nur Kopien), bald geht es in grossen Kurven steiler hinauf bis zur Cuesta de Miranda (2040müM), wenig Verkehr wegen Censo, rote Sandsteinfelsen, kleine Dörfer, wir biegen auf die Ruta 18 ab, gut 20km Ripio (Schotterpiste), Geni lässt Luft aus den Reifen, mit 50kmh gut zu fahren, nach Pagancillo eine Agro-Kontrolle, fast alles in den Schrank geräumt, wir fragen ihn nach der Richtung zum Talampaya, die Kontrolle ist vergessen und wir werden hin und zurück freundlich durchgewinkt, zurück? Ja, der Park ist geschlossen!! muss auch wegen dem Censo sein, wir sind so hässig auf den Park (keine Info auf ihrer Website) und auf uns (das hätte uns auch einfallen können), dass wir nicht bis morgen warten, wir machen nicht einmal ein Foto vom Eingang, nach einem Kafi in der Wüste und Reifen pumpen fahren wir zurück, wir halten Ausschau nach einem Schlafplatz, zum Camping im nahen Villa Union ist die Zufahrt zu eng, in den Bergen findet sich nichts, oben beim Mirador vom Pass zu windig und kalt, aber wir sehen hier einen Condor, schliesslich fahren wir bis nach Sañogasta hinunter, enge, ruppige Zufahrt zum Camping Municipal El Bosquesillo, hübscher Platz in grossem Park zwischen Pappeln mit viel gelbem Laub, die wenigen Leute sind nach Dunkelheit weg, wir sind alleine mit 2 Hunden

Total ruhige Nacht, bei Chilecito als erstes zu Extra-Gas, Enttäuschung, aber Tipp «Casulli Gas» mitten im Centro, er würde Gasflaschen in den Tank füllen, aber erst um 15Uhr und unsicher wegen dem Ventil, wir sind nicht überzeugt, warten deshalb nicht und pokern und fahren ohne Gas weiter, die Ruta 40 wie ein langes Band vor uns, gerade mit weiten Kurven und flach mit wenigen Steigungen/Neigungen, durch Wüste mit Büschen, grünes Tal, Reben, km-langes Dorf San Blas de los Sauces, weiterhin Wüste und immer wieder ein Schrein für Difunta Correa und Gauchito Gil, in Belén entscheiden wir uns für den Camping Casa de Campo Nini, hier wird auch Gas umgeladen/transportiert, mit Hilfe von 3 Männern versuchen wir, eine 10kg-Flasche in den Tank zu füllen, ohne Erfolg, wir fahren noch in’s Dorf und suchen eine Lavandería, die 2 in GoogleMap aufgeführten gibt es nicht (mehr), die von iOverlander finden wir, die Wäsche wird aber erst am Samstag fertig, also ein Ruhetag, keine Lust mehr zum Einkaufen, Spiegelei, Brot, Salat, heisse Dusche im Zimmer Nr. 7, sieht für uns nach Stundenhotel aus, ausschlafen, ich habe endlich das eine Jane Austen-Buch (Pride and Prejudice) ausgelesen, ich weiss nicht, wann ich das 2. (Emma) in Angriff nehme, ist interessant zu lesen, aber anstrengend geschrieben, mit dem Taxi fahren wir zum Einkaufen, im «Super Tejada» finden wir den grössten Teil von der Liste, sogar 1kg schönes Rinds-Filet (2x Znacht, Rest einfrieren), heute wäre Homepage-Tag, aber das Internet ist dafür zu schlecht, gestern Abend war es recht gut, deshalb bin ich immer noch weit weg von aktuell, viele Fliegen wie schon lange nicht mehr, ein Tramper-Paar kommt vorbei und verkauft Dulce de Leche (liebe ich als Brotaufstrich), sie haben ein ganz winziges Büsi dabei, Geni heizt die Parilla an, wir freuen uns über einen Anruf von Gottemeitli Simona mit ganz speziell positiver Nachricht

Termas del Arapey/Uruguay - Concordia/Argentinien - Santo Tomé - Córdoba - Villa General Belgrano (VGB)   4.5. - 15.5.2022

Dieser Bericht ist nicht sehr ausführlich: ich habe meine Word-/Hand-Notizen einkopiert, es hat aber nicht gespeichert, ich habe es nicht gemerkt und alles ging verloren ☹, das hier ist nur aus dem Gedächtnis, die Lehre daraus: Notizen erst löschen/wegwerfen, wenn alles gespeichert ist!

Von den Termas ist es eine kurze Strecke bis zur Grenze von Argentinien, in Uruguay selber gibt es keine Grenz-Abfertigung, die erfolgt gemeinsam mit Argentinien nach der Puente Internacional Salto Grande (Staudamm UR/ARG mit Elektrizitätswerk), einige LKWs stehen an, nette Helfer zeigen uns, was wir wo erledigen müssen, wir staunen und fragen nach, weil wir keinen Einreisestempel in den Pass bekommen, wir sollten in einigen Tagen etwas per eMail erhalten, wir sind ja gespannt! In Concordia Gross-Einkauf bei Carrefour, in einem Lotto-Laden wechseln wir für den Anfang ein paar Dollars (Kurs blau 200 Peso/offiziell 117), wir stehen beim Club de Pesca direkt am Rio Uruguay, recht viel Betrieb mit Booten, Anglern, Fitness-Lektionen, grosse Sportanlage (Fussball, Landhockey, Rollerblades etc.), warme Duschen, nette Leute, die uns mit dem Gas helfen wollen, wir kommen damit trotzdem nicht weiter

In 30Min. laufen wir in's Zentrum, durch einen grossen Park dem Wasser (viel Abfall darin) entlang, Wege, Tische/Bänke, Grills, viel Grün, bei Claro holen wir uns eine SIM-Karte für Internet/Telefon, Plaza, schöne Kirche, Fussgänger-Zone, vor den Banken lange Schlangen

Einen ganzen Tag sind wir wegen dem Gas unterwegs, aber trotz der vielen guten Tipps, Infos und Adressen bleiben wir ergebnislos, aber wir halten bei einer schönen Metzgerei und kaufen für heute und zum Einfrieren 1kg Filet, wir geben die Wäsche zur Lavandería OK, sie soll morgen ab 9:30 bereit sein, Geni grilliert mit Holzkohle, es wird bis in die Nacht hinein gefischt und grilliert, bald hört man auch Disco-Music von ennet dem Wasser

Horror-Nacht wegen der Disco-Music bis zum frühen Morgen, man merkt, dass es Samstag ist: schon früh viel Betrieb auf und am Wasser (und es soll noch zunehmen), wir fahren weiter, die Wäsche ist fertig und riecht gut, hier treffen wir den jungen Mann Marco, er ist ganz aus dem Häuschen wegen dem GeCo, fragt und fotografiert alles innen und aussen, auf der Ruta 18 kurzer Halt bei Extra-Gas (um 10:30 Feierabend, ist schliesslich Samstag), recht gute Strasse, streckenweise Autobahn, meistens flach, wenig Verkehr, viele Baustellen (alle machen etwas, nichts ist fertig), sonnig und warm, vor Santa Fe tauchen wir in einem neueren, langen Tunnel unter dem Rio Santa Fe hindurch, in Santo Tomé haben wir den Camping Municipal ausgesucht, der ist aber geschlossen, wir bleiben hier auf dem Parkplatz, Mosquitos wie noch nie, viele Leute halten, staunen und fotografieren, eine Velogruppe fragt Geni wegen dem GeCo aus, der nächste Anwohner bietet uns an, ein Stromkabel zu legen und will uns die Telefon-Nummer geben, falls in der Nacht etwas sein sollte, die Leute sind total nett, Geni macht uns ein feines Tatar

Sogar am Morgen Mosquitos, kurzer Besuch am Strand des Rio Salado (im Sommer sicher hübsch), weiter auf der Ruta 19, kurzer Abstecher nach San Jerónimo Norte (soll schweizerisch sein, davon haben wir nicht viel gesehen), auf der Strecke keine besonderen Vorkommnisse, ausser dass wir 3 Tankstellen brauchen, um den Tank zu füllen (bei den ersten beiden ist der Diesel auf 50 Liter limitiert, bei der 3. kein Limit), in Córdoba kommen wir beim Stadion vorbei, ein Fussballmatch ist im Gange, im weitesten Umkreis sind Autos überall parkiert, den Camping General San Martin erreichen wir im 2. Anlauf (GPS-Daten stimmen nicht), ziemlich viele Familien grillieren und fragen uns wegen dem GeCo aus, ich mache Führungen für staunende Kinder, bei Dunkelheit sind alle verschwunden

Auf der Circunvalación um die halbe Stadt herum, auf der Ruta 5 rund 80km bis Villa General Belgrano, noch länger flach, aber bald geht es in Kurven aufwärts und in die Berge, dem grossen Stausee Embalse Los Molinos entlang, viele Boote im kleinen Hafen, viele Hausboote am Ufer, der Strasse entlang viele Restaurants und Souvenirläden, in der Saison wird hier viel Betrieb sein, wir erreichen Villa General Belgrano (VGB) und legen einen Orientierungshalt ein, per Zufall stehen wir direkt vor dem Camping La Florida, aber Riesen-Schreck: CERRADO/geschlossen, aber bald taucht Ralf auf und wir können ohne Diskussion hier bleiben, wir fahren noch zum Einkaufen zu einem Supermarkt (die Lädeli im Dorf haben Siesta), dann richten wir uns auf einem sonnigen Platz ein, Badezimmer (heisse Dusche) im Haus

Auch hier verbringen wir viel Zeit, um eine Lösung für unser Gas-Problem zu finden, Ralf hat Tipps und Ideen, Geni findet in unserem Adapter-Fundus sogar einen passenden Adapter, in der Ferreteria bekommen wir einen Gasumfüllschlauch für argentinische Gasflaschen, aber das Einfüll-Ventil am Tank geht trotzdem nicht auf

Fast jeden Tag laufen wir 30Min. in's Dorf, hübsche Wege über den Hügel oder einem der Bäche entlang, VGB sieht echt aus wie ein Dorf in Deutschland, es hat auch entsprechend viele (einheimische) Touristen, wir lassen uns Geld via Western Union schicken, in 3 Anläufen bekommen wir bei der Post (Limit CHF 220) und im Supermarkt (keine Limite) einen Berg Pesos

Geni grilliert mehrmals feines Fleisch und Blutwürste (Morcilla, von der Carniceria Cuadro) beim Holzhaus (Parilla, Tische/Bänke, Bar), auch zusammen mit Ralf, wir essen auch dort, wird aber bald einmal kühl, wir heizen jede Nacht

Wir denken über die Abreise nach, aber es wird mit 90%iger Sicherheit Regen angekündigt, der trifft nicht ein, weshalb wir am Nachmittag zum Cerro de la Virgen hoch wollen, der Weg ist ziemlich steil, stellenweise klettern, nach etwa 3/4 der Strecke drückt der Nebel immer tiefer hinunter, wir kehren um und nehmen ein Aufwärm-Kafi beim Tankstellen-Shop "Full"