Jauregiberry - Nueva Helvecia - Colonia del Sacramento - Paso de los Tores - San Gregorio de Polanco - Valle del Lunarejo - Termas del Arapey/Uruguay   19.4. - 3.5.2022

Nach Wochen merke ich, dass auch dieser Beitrag nicht gespeichert wurde, also ohne Notizen, nur aus dem Gedächtnis, es fehlt sicher das eine oder andere

Herzliche Verabschiedung von allen, auf der Ruta 1 fahren wir im Konvoi bis zum Flughafen, Geni mit dem Iveco, ich mit dem VW hinterher, auch die Rückgabe des Mietwagens geht rasch über die Bühne, die Verlängerung kostet uns fast nichts, um Montevideo herum und über Land (gute Strasse, viel Grün) nach Nueva Helvecia, hier haben wir uns beim Camping Granja Hotel Suizo mit Karin & Lars verabredet, wir bringen Ihnen kleine Ersatzteile für den Mitsubishi mit, Reto/Markus ist hier (kennen wir von Ibarra), auch Wendy & Graham sind da (sie haben wir noch nie getroffen, nur von ihnen gehört), dazu kommt noch Wilfried mit Hund

Wir bleiben länger als geplant hier, am Wochenende feiert man 160 Jahre Nueva Helvecia, es gibt dazu einige Anlässe, auch ein Umzug und 160 Bäumchen werden von Schulkindern der Hauptstrasse entlang gepflanzt, einen Regentag benützen wir, um von Karin & Lars Tipps und Infos zu notieren über Strecken, die wir noch vor uns haben, in einer Regenpause laufen wir zu einem schönen Schoggi- und Käse-Laden in der Nähe, zum Znacht gibt es ein feines Kerzen-Raclette mit eingelegtem Gemüse, wir laufen mehrmals ca. 45Min. in's Zentrum, ungewohnt: die Strassen sind nach SchweizerInnen (meist verdienten Gründern) benamst, die Häuser sind mit Schweizer Wappen geschmückt, in der letzten Nacht ein Gewitter mit Blitzen, wie wir sie noch nie gesehen haben, auch extrem laute Donner

Kurze Strecke bis Colonia del Sacramento, eine kleine Stadt am Rio de la Plata mit schöner Altstadt, Regen, Gewitter, wir stehen auf einem Parkplatz direkt am Wasser, ein halbtotes VW-Büssli steht noch da, darin regt sich aber nichts, es ist ein Aussichtspunkt mit vielen Besuchern (auffallend viele Brasilianer), bekannt für Sonnenuntergänge, wir schauen uns die Altstadt an (sehenswert) und Restaurants, aber die schliessen am Nachmittag und öffnen erst in der Nacht wieder, leider nicht unser Programm

Jetzt kommen wir in's Landesinnere, eine lange Strecke hat es sehr viele Äste am Boden vom Gewitter, auch hier riesige Felder (Mais, Soja, Hirse, Getreide), Pferde, Kühe mit Kälbern, Schafe, wenig Schweine, Nandus, Eucalyptus-Plantagen, gute Strassen, viele Holz- und Getreide-Transporter, im kleinen Dorf Cardona finden wir einen neueren kleinen Supermarkt "El Dorado", mit sehr hilfsbereitem jungen Mann, der etwas englisch spricht, nicht nur in Argentinien auch hier findet man am Strassenrand immer wieder kleine rote Altare für den Patron der Auto-, Bus- und LKW-Fahrer "Gauchito Gil", die Landschaft ist flach mit immer wieder kleinen Wellen, gleich am Eingang von Paso de los Tores ist der Camping Municipal, ein grosser Park am Rio Negro mit vielen Parillas, Tischen/Bänken, WC/heisse! Dusche, sauber aber sehr herunter gekommen/kaputt, die ganze Nacht Regen aber nicht kalt, zum Znacht Milanese und Salat

Am Morgen auch noch Regen, wir nehmen es gemütlich, wir haben eine kurze Strecke von 2 Std. bis San Gregorio de Polanco vor uns, ein Ferien-Dorf am Stausee "Lago Rincón del Bonete", der Camping ist eigentlich geschlossen, man kann aber dort stehen, es hat nur keine heisse Dusche, darauf können wir gerne verzichten, auch hier ist alles herunter gekommen und gruusig, leider fällt das Internet aus und damit der geplante Büro-Nachmittag in's Wasser, hübsch gemachte (aber nicht unterhaltene) See-Promenade, viele streunende Hunde

Endlich wieder Sonne und warm, gute Strasse, wenig Verkehr, trotzdem viele überfahrene Tiere (kleine Füchsli und unkenntliche Kleintiere), eine Riesenspinne kreuzt die Strasse, im Parque Valle del Lunarejo bei Tranqueras stehen wir beim Visitor Center (Internet), von hier aus laufen wir zur Lagune (Vögel) und zum Arroyo Lunarejo, das Wasser steht noch recht hoch, jetzt würden wir hier nicht durchfahren, 4 kalte Nächte mit aussergewöhnlichem Sternenhimmel, wir bleiben länger als geplant, die 1. Dusche im neuen GeCo, die ist im Durchgang von der Kabine zum Fahrerhaus, das Wasser ist schnell heiss und die Wände und Vorhänge sind schnell wieder trocken

Heute kommen wir ganz nahe an die Grenze zu Brasilien und prompt in eine Militär-Kontrolle zwischen 2 Panzern, man will das TIP (Zollpapier vom GeCo) sehen und wir werden notiert, kurz darauf biegen wir von der Ruta 30 ab auf über 60km Schotterstrasse, sie ist mit max. 50kmh gut befahrbar, die Termas del Arapey sind eine grosse Anlage mit 3 Bädern, grossem Camping, Hotels, Bungalows, Lädeli, Restaurants etc., am Sonntag Abend (1. Mai) leert sich der Camping, 4 Camper/Zelte bleiben, wir besuchen 2 Bäder, wenig Leute, das Wasser ist sauber und warm, schade, auch hier ist alles renovations-bedürftig

Schweiz/Adliswil - Paraíso Suizo/Jauregiberry/Uruguay   16.3. - 18.4.2022

Endlich ist es so weit: wir können unsere Reise fortsetzen! Bitte entschuldigt und wir sind auch traurig darüber, dass wir uns nicht von allen Familien, Freunden und guten Bekannten verabschiedet haben, die Abreise war schon mit 3 Monaten Vorlaufzeit geplant, aber natürlich hat sich vieles doch noch zu den letzten Tagen hin gestaut und da war leider keine Zeit mehr für noch mehr Abschiedstreffen, SORRY! Aber diese Etappe ist nicht mehr auf 7-10 Jahre geplant, sondern nur auf unbestimmte Zeit mit Ferien-Besuchen ca. alle 2 Jahre

Unser temporäres Zuhause in Adliswil haben wir geräumt, unsere ganze restliche Habe hat in 2 Koffern und 2 Taschen Platz, dazu noch Handgepäck 1 kleiner Koffer und 2 Rucksäcke, mit dem vielen Gepäck leisten wir uns ein Taxi zum Flughafen, Passage-Reisen (passage-reisen.com) hat uns Flug und Mietwagen ganz super organisiert, wir fliegen über Nacht, kurzer Aufenthalt in Madrid im VIP-Restaurant, total günstiges Spezial-Angebot Business-Class mit Air Europa (aireuropa.com, können wir nur weiterempfehlen)

Am Morgen des 17.3. landen wir in Montevideo, am Aeropuerto steht der Mietwagen (VW Gol) bereit und nach ca. 1 Std. erreichen wir das Paraiso Suizo vor Jauregiberry, wo uns Silvia & Heinz erwarten, wir richten uns im grossen Bungalow (Schlafzimmer, grosse Wohn-Küche mit Cheminée, grosses Bad) ein, zum Znacht sind wir zur Feier von Geni's Geburtstag bei Silvia & Heinz eingeladen, Premiere vom ersten uruguayischen Fleisch und Wein in Uruguay!

Im Paraiso Suizo bleiben wir über 4 Wochen, der GeCo ist unterwegs und soll am 8.4. in Montevideo eintreffen (wir rechnen mit einigen Tagen Verspätung), Silvia fährt mit uns auf den Samstags-Markt mit frischen Früchten/Gemüsen, Pflanzen/Setzlingen, Haushalt- und sonstige Artikel und einem ganz tollen Stand mit gebratenen Leckereien, ein Poulet muss unbedingt mit (Menu für 2 Tage), in dieser Zeit haben wir uns im Bungalow perfekt eingerichtet

Wir machen Ausflüge der Küste entlang nach Atlantida

Piriapolis und Cerro Pan de Azucar, der Tierpark ist offen, aber der Weg auf den Berg leider geschlossen

Punta del Este, trotz Regen ein schöner Ausflug

Über Land, gute Strassen, riesige Felder und Weiden, immer wieder (gewöhnungsbedürftig) Palmen dazwischen und in's Landesinnere (Campo) mit hübschen kleinen Städtli (Plaza, Denkmal, Kirche, alte Häuser)

und die Salus-Quelle (Bier/Mineralwasser)

Am Sonntag besuchen wir Montevideo, ausgestorben, dafür gut zum Laufen und Gucken, hier sehen hier auch grosse Armut, die Leute leben am Strassenrand, eine Spur der Rambla (Uferstrasse) ist gesperrt, es findet ein Anlass für Jogger und Velos statt, dazu natürlich eine grosse Parilla (Grill) mit viel Fleisch und Musik

Wir laufen öfters "unserem" Strand entlang (5 Min. vom Bungalow), treffen viele Fischer, wenige Gäste (nach Ostern ist die Touristen-Saison vorbei), das Wetter ist April-mässig (eigentlich nicht üblich hier) von heiss bis kalt, Geni heizt öfters das Cheminée in der Küche ein, aber auch oft die Parilla für 2 Würste nur für uns oder Fleisch für über 10 Personen (Overlander, Silvia & Heinz, Nachbarn)

Wir erkälten uns heftigst, erst Geni mit Husten und Halsschmerzen (Corona-Test negativ), dann ich auch noch mit denselben Symptomen, nach 2 Wochen ist das Dank Medikamenten überstanden, wir informieren unseren Zoll-Agenten Eduardo Kessler, dass wir da sind und den GeCo erwarten, am nächsten Tag meldet er sich schon mit der unglaublichen Nachricht, dass der GeCo bereits am 4.4. eintrifft, also fahren wir nach Montevideo, können aber bei der Migration erst eine Bestätigung für Geni holen, damit kann Eduardo dann in Geni's Namen die Zollformalitäten abwickeln, erst nach ein paar Tagen können wir zur Reederei um die Rechnung cash zu bezahlen, danach wird Eduardo die Bill of Lading zugestellt, am 7.4. sind wir mit Eduardo im Hafen, er zeigt uns dort ein Lagerhaus des Architekten Eladio Dieste (eine Kirche von ihm haben wir bei Atlántida besucht), sehr spezielle Bauweise, dann können wir den GeCo in Empfang nehmen, zu unserer riesigen Erleichterung und Freude ohne Kratzer oder Einbruchs-Versuch!

Wir lassen uns bis zum 11.4. Zeit, um den GeCo herzurichten und unsere Habe vom Bungalow einzuräumen, ein grosses Problem haben wir: der Gastank musste für die Verschiffung leer sein (mit teurem Zertifikat) und hier darf er nicht gefüllt werden! Geni kann aus dem Vorrat von Heinz 3 Flaschen (1 von unserem GeCo 1.0!) in den Tank umfüllen, in Argentinien soll es einfacher sein, wir waren ja nicht begeistert vom Gastank, Gasflaschen sind einfacher zu füllen, aber wenn er schon drin ist....., bis zum 18.4. bleiben wir noch auf dem Camping und gewöhnen uns wieder an das Leben im GeCo, den VW behalten wir aber auch noch, so sind wir flexibler für Ausflüge und Einkäufe, einige Overlander (Karo & Phil mit Letti, Jacqueline & Edin, Dorli & Wilfried, Irmi & Peter, Ria & Robert, Rieneke & Thijs) treffen ein, alle haben ihren Camper nach Corona irgendwo abgeholt und sind jetzt auf dem Weg nach Hause, die einen verschiffen ihre Camper, die anderen stellen sie hier ein und kommen in einigen Monaten zurück