Coquimbo - Pichasca - Quilimari - Rio Blanco/CHILE   17.11. - 19.11.2022

Auf der 41 fahren wir durch das Valle de Elqui, zwischen den braunen Bergen ein grünes, fruchtbares Tal, Kafi-Halt beim Stausee Puclaro, Spaziergang auf der Staumauer, wie bei allen Seen, ist auch hier der Wasserstand recht tief, in Vicuña und auch noch unterwegs nach Ovalle treffen wir Anny & Hans (CH-Touristen), nach einer kurzen Plauderstunde geht es weiter auf der 445, bis zur Passhöhe Antakari eine neue, breite, asphaltierte Strasse, danach erwarten uns 2 Tage mit Kurven, Pässen, Stauseen, Hügel, Flüsse, Asphalt- und Erd-Strassen, steile Steigungen und Gefälle (öfters mit Untersetzung), dürre Berge mit Kakteen bis zum Gipfel, wir nehmen ein altes Männli mit, wir fahren ja langsam hinunter, er wäre aber sicher noch 1Std. gelaufen, in Hurtado kommen wir in die asphaltierte 595, immer noch kurvig, aber angenehmer für Geni und GeCo, ab 1'200müM wachsen schon wieder Reben, wir haben Glück: der Camping Los Sauces in Pichasca sieht geschlossen aus, ist aber offen, WC/Dusche (kalt) sind OK, schöne Anlage mit Pool, gedeckten Plätzen, Grills, alles sieht noch recht neu aus, es wird auch an einem neuen Gebäude gearbeitet, wir verbringen eine ruhige Nacht direkt am Fluss

Kurz nach der Abfahrt überholen uns Maja & Geri (timeout-chile.cl) auf dem Motorrad, sie sind seit 10 Jahren in Chile und wissen entsprechend viel zu erzählen, nach 2Std. geht es weiter, uns zieht es wieder an die Küste, über Ovalle erreichen wir bei Angostura den Pazifik, sind wieder auf der 5 und übernachten bei Quilimari auf dem grossen (LKW-)Parkplatz WC/Dusche, die Ambulanz ist hier stationiert, auch der Abschleppwagen der Autobahn, die ganze Nacht sind hier Leute, wie üblich, füllt sich der Platz in der Nacht, am Morgen sind die meisten schon früh wieder weg

Wir haben den Nebel vergessen, den hatten wir ja schon in Coquimbo, aber auch hier ist er und an der ganzen Küste, also Planänderung und wieder in's Landesinnere (Tipp von Maja & Geri) und auch die 875 wieder mit vielen Hügeln und Kurven, in Tilama erreichen wir die etwas grössere 37 und bald darauf den Tunel Las Palmas, der ist 1km land und nur 1-spurig, wir warten, es hat eine Ampel, die zeigt weder rot noch grün, wir fragen beim folgenden Wagen: man schaut, ob der Tunnel frei ist und fährt los, wenn dem so ist, auf dieser Strecke gibt es noch mehrere Tunnels, die sind aber nicht einsehbar und haben funktionierende Ampeln, seit 3 Tagen geniessen wir die schönsten Landschaften und kommen durch meistens hübsche, saubere Dörfer/Städtli, über Cabildo kommen wir nach San Felipe (einkaufen im Unimarc, grosse Wein-Auswahl) und sind wieder einmal in der Ebene, bevor es auf der 60 in Richtung Grenze geht, wir übernachten bei der Copec in Rio Blanco, wieder direkt am Bach

PN Pan de Azucar - PN Llanos de Challe - Coquimbo   9.11. - 16.11.2022

Weiter der Küste entlang, über Hügel und grossen, schönen Buchten entlang, unzählige Strände, kleine und grössere Dörfer, von ärmlichen Buden bis hübschen Häuschen sieht man alles, Einkaufs-Halt bei Unimarc in Caldera, angenehm wenig Verkehr, gute Strasse, immer wieder grosse Blumenfelder in verschiedenen Farben, am Nachmittag erreichen wir den PN Llanos de Challe und den super-schönen Camping Playa Blanca direkt am Meer, schöne Plätze in den riesigen Steinen, Windschutz, Feuerstellen, WC/Dusche sauber und warm, wir hören, dass die Blumen erst gerade blühen und zwar ohne Regen, die können jahrelang auf den richtigen Zeitpunkt warten

Auf dem Camping-Rundgang spricht uns der Fotograf Nicolas Piwonka an (er macht gerade Makro-Fotos von Blumen) und ist begeistert vom GeCo, er und seine Frau träumen von so einem Camper, die Ranger streiken, aber wir können auch so kleine Wanderungen machen, den Berg hinauf (Blumen, Vicuñas, Aussicht) und dem langen Strand entlang (Vögel, Wellen, Muscheln), auf dem Mobile erhalten wir Tsunami-Warnungen, erst bei der Entwarnung lesen wir, dass das ein Test ist, wir hatten schon ein ungutes Gefühl, schönste Sonnenuntergänge

Endlich starte ich wieder mit Stricken, die Vicuña-Wolle aus Bolivien wird zu Beanies verarbeitet für die jüngsten Mitglieder von Familie und Freunden

Am Samstag fahren wir weiter, so weit möglich, nahe der Küste entlang, ab Huasco durch das Tal des Rio Huasco und es ist grün von Oliven, Eukalyptus, Mandeln, Baumnüssen, Reben etc., bei einem schönen Stand müssen wir anhalten, Oliven-Öl gibt es nur in 5l-Flaschen, das ist definitiv zu gross für uns, wir degustieren Oliven in verschiedenen Stadien, die letzten sind die besten, wir kaufen davon 500g, dazu Baumnüsse, Bananen und bekommen noch 3 Pfirsiche dazu geschenkt, netter, gesprächiger Mann, in Villañar Kafi-Halt (Lavazza, so fein!), hier gibt es auch Brot, kleines Oliven-Öl und Konfi von hier, die 5 hat uns wieder und wieder sind wir in der Wüste, aber auch hier blühen Blumen, wieder ein paar Observatorien auf Bergkuppen, immer wieder Minen und Berge von Abraum, über den Paso de Guanaco wieder in breites Tal bis La Serena, einkaufen im Lider (super grosser Laden, Parkplatz mit Kameras und Security) und bei der Copco endlich den GeCo waschen lassen (der Dreck ist schon uralt)

Lustige Begegnung mit einem PW: er überholt uns, hupt, verlangsamt, wir überholen mit Posthorn, sie winken, er überholt wieder, die Beifahrerin winkt dabei mit dem CH-Pass, jetzt sehen wir auch, dass es ein Mietwagen ist

A propos Mietwagen: von Unidas in Brasilien haben wir Post erhalen betr. zu schnell gefahren, gibt eine Busse von CHF 22, Formular ausgefüllt und geschickt, lange nichts gehört, jetzt nochmals Formular mit Kopien von Führerausweis und Pass geschickt, das Bezahlen der Busse kann schwierig sein, wir sind espannt, wie das ausgeht......

In Coquimbo stehen wir bei Turismo El Huerto, alle Plätze haben ein Schattendach (wir sind dafür zu hoch, aber wir stehen eh gerne in der Sonne), dazu ein privates Badezimmer

Wir geniessen die 4 Ruhetage am Meer, wenn wir auswärts essen, dann immer im Tio Coco (feine Pisco Sour und Fisch-Gerichte, nett, fussläufig), über der Strasse ist die neu gestaltete Promenade (km-weit dem Meer entlang), 1 Tag sind wir mit dem Taxi unterwegs und erledigen ein paar Pendenzen, wir laufen 6km am Strand zum grossen Leuchtturm in La Serena, immer wieder durch Nebel, der sich heute ewig nicht auflöst, trotzdem hat es recht viele Leute am Strand, einige sogar im Wasser, wir staunen über die vielen polynesischen Ausleger-Kanus, die auf dem Areal deponiert werden, es sind auch viele junge Leute hier, sie trainieren für eine Meisterschaft am Samstag

Hito Cajones/BOLIVIEN - San Pedro de Atacama SPA/Chile - Baquedano - PN Pan de Azucar   3.11. - 8.11.2022

Die Grenze ist gleich hier, aber nur für den GeCo, das TIP ist schnell ausgestempelt, wir sollen davon für uns ein Handy-Foto machen, Maru & Gon sind vor uns da (hilft evtl. bei Problemen), 5km weiter Halt für unsere Ausreise, kurz anstehen, der Stempel ist dann schnell gemacht, danach ein längeres Stück üble Strasse zum Chile-Zoll "Hito Cajon" hinauf, wir müssen durch das Gebäude fahren für Polizei, Zoll und Lebensmittel-Kontrolle, nach Längerem sieht man doch ein, dass wir dafür zu hoch sind und aussen rum müssen, die Einreise für uns und den GeCo geht zügig, der GeCo ist auch schnell kontrolliert: es dürfen keine unverarbeiteten Lebensmittel eingeführt werden, einfrieren reicht nicht, wir müssen die Milanesa-Plätzli abgeben, Limone und Zwiebel sind auch Opfer, den Rest haben wir gut versorgt, nach dem Zoll beste Strasse 27 und nur noch hinunter: auf 45km von 4'500 auf 2'400müM, wir brauchen dafür 2Std.

In San Pedro de Atacama als erstes besseren Diesel tanken, das Nötigste einkaufen bei Ketal (nicht super) und zu San Pedro Domus fahren, erst sind wir enttäuscht, kein schöner Platz, Baustelle rundherum, aber niemand arbeitet, Werkzeug liegt herum, ist mit 20'000 CLP/CHF 20 auch etwas teuer (ohne Strom), aber wir haben Privat-Dusche/-WC mit Schlüssel, zum Centro laufen wir 15Min., die Leute sind nett, wir laufen noch in's Centro: Rest-Bolivianos tauschen und gleichenorts eine SIM-Karte kaufen (Entel, auch die ist schnell eingerichtet und funktioniert), beim ATM Geld holen (beim 3. Anlauf klappt auch das), SPA gefällt uns sehr gut, trotz Staub und vielen Hunden, nette Atmosphäre, viele junge Leute, jede Menge Tour-Büros, Restaurants und Hotels/Hostals (es gibt sogar ein Hotel Corvatsch)

Einkaufen bei Mercado San Vicente (etwas besser als Ketal), Früchte und Gemüse gibt es vis-à-vis in der Nähe, dabei entdecken wir die Franchuteria (Brot, Baguette, Croissant, Pâté....), wir werkeln am und im GeCo, etwas putzen, zum Znacht gehen wir zu CKunna (www.ckunna.cl, gestern haben wir es entdeckt, der Innenhof hat es uns angetan), es ist nicht nur nett und hübsch, auch speziell fein (Pisco Sour, Ceviche, Lachs, schwarzer Risotto) und hübsch angerichtet

Wochenende, die Domes sind gut besetzt, jeden Nachmittag turnen ein paar junge Leute an der Kletterwand (sieht nicht sehr solide aus, aber trotzdem), Geni sortiert die Fotos aus (ich brauche dazu viel länger als er), ich packe die dann endlich in die Homepage (Pantanal mit Jaguaren, Anacondas ist endlich fertig), zum Znacht wieder im CKunna, Pisco Sour, Ceviche, Carpaccio, Filet, alles sehr fein

Morgen fahren wir weiter, unseren Brot-Vorrat stocken wir in der Franchuteria auf (Oliven-Brot, Baguette, Croissants), im Garten genehmigen wir uns ein Milchkafi dazu für den Durst ein Mango-/Orangen-Jus, nochmals Fotos aussortieren, mit der Homepage geht es wieder vorwärts (ich bin aber immer noch weit im Hinderlig), Geni kann Matches schauen (ja, so gut ist hier unser Internet mit Hotspot, das vom Platz ist nicht brauchbar), Znacht nehmen wir im Picada del Indio (Poulet-Filet, Fleischstreifen mit Zwiebel, knusprige Pommes)

Geni hat erst mal genug von (schlechten) Erdstrassen, deshalb fahren wir auf der 23 über Calama (Super-Laden Hiper Lider, GeCo sicher bewacht), über Pässe und durch Wüstentäler wieder auf 3'444müM hinauf, riesige Solar-Anlagen, unzählige GroWiAne, die 25 und 5 (jetzt sind wir auf der Panamericana) führt wieder durch Wüste, recht gute Strasse, Baustellen, neu 4-spurig, begleitet von Geleisen, wir sehen mehrere Züge (2 Loks, Wagen, Tanks), die bringen Material von den Minen, überall wird etwas abgebaut, der Abraum sieht manchmal nicht sehr gesund aus, wir stehen in der Wüste ausserhalb von Baquedano, ein grosser (LKW) Parkplatz der Autopista Antofagasta, auch eine Ambulanz ist hier stationiert, saubere WC und Dusche (warm), am Abend ist noch recht Betrieb, aber nachts ruhig

Auch heute immer noch Wüste, Antofagasta umfahren wir (gruusig: Alt-Pneus, Alt-Metall, Cement-/Kalk-/Metall-Fabriken, mit der Abzweigung der B-710 fahren wir in Richtung Meer anstatt in's Landesinnere, lange geht es moderat hinauf/hinunter, dann 30km steil und kurvig nach Paposa hinunter, nach Montevideo und 8 Monaten endlich wieder am Meer (wieder Müscheli für meine Sammlung, nicht nur Steine), auf der 1 fahren wir so richtig nah der Küste entlang, immer noch Wüste, sehr armselig, eher Verschläge als Häuser, immer wieder schöne Ausblicke auf die schwarze Fels-Küste, mit den C-112/110 kommen wir in den PN Pan de Azucar, 30km sehr gute, befestigte, erhöhte Erdstrasse, links und rechts trockenes Flussbett, wir werden überrascht von speziellen Fels-Formationen und -Farben, ausserhalb vom Dorf stehen wir bei der Pan de Azucar Lodge, schöne Bucht, einige Zeltcamper, unzählige Palapas mit Tisch/Bank und Feuerstelle, wäre ein toller Platz zum Bleiben, aber nur kalte Dusche (für Geni ein NO GO) und kein Internet