Sucre - Uyuni - Villa Mar - Hito Cajones/BOLIVIEN   29.10. - 2.11.2022

Bereits um 8Uhr sind wir startklar, herzliche Verabschiedung von Felicidad & Alberto und Familie, bei der YPF-Tankstelle Ausfahrt Sucre können wir problemlos volltanken, allerdings zum Touristenpreis (Hauptsache wir bekommen Diesel), auf der sehr guten 5 geht es bald in die dürren Berge, hinunter und hinauf, Aussicht auf unzählige Bergketten, über Hochebenen von 3'300 - 3'600müM, kleine Ansammlungen von Adobe-Häusern, es sieht aus, als ob das ganze Dorf auf den Feldern arbeitet: 1 Traktor oder 2 Ochsen und viele Leute, es wird gepflügt, gesäht, gedüngt, etwas wächst auch schon, für uns ist das das typische Bolivien, angenehm wenig Verkehr, viele verlassene, verfallene Häuser, neue Backsteinhäuser sind unverputzt (erst wird innen eingerichtet, wenn wieder Geld da ist, geht es aussen weiter), viele km Zug-Geleise begleiten uns, diese Strecke gefällt uns extrem gut, Potosí liegt auf 3'800müM, der GeCo spürt die Höhe bei Beschleunigung/Steigung, wir kommen durch ein rotes Tal mit Pappeln, Kakteen, Flüssen, Lamas, Ziegen, Kühe, Esel, Schafe an und auf der Strasse

In Uyuny stehen wir beim Parkplatz vor der Milität-Kaserne/Hotel Toñito, bei beiden haben wir uns quasi angemeldet und es ist OK, wir ziehen uns warm an und suchen einen Anbieter für die Salar-Tour (wir wollen nicht mit dem GeCo auf's Salz) und werden bei Tours Trans-Andino fündig, das Büro macht einen guten Eindruck und wir werden von Neyza gut beraten, also buchen wir hier eine Privat-Tour (USD 250 für 9.5Std. mit Fahrer, Guide, Verpflegung, Insel-Eintritt), zum Znacht sind wir bei Minuteman-Pizza im Hotel Toñito, wir versuchen die Pesto-Primavera-Pizza und es ist die erste richtige und beste Pizza in Südamerika!

Um 10Uhr geht es los mit Fahrer Roli und Guide Angela (englisch), beide sehr nett und gut in ihrem Job, 1. Station Cementerio de los Trenes/Eisenbahnfriedhof (gilt als grösster dieser Art, unzählige alte, ausgeschlachtete Loks und Wagen verrosten und verfallen langsam), bei Colchani besuchen wir die Salz-"Fabrik" von Don Juan, kaufen auch etwas feines und grobes Salz der Marke "Juanita", hier geht es auf den Salar, ein spezielles Gefühl, dass wir über meter-dickes Salz fahren, das aussieht wie Eis, das erste Salz-Hotel ist heute ein Museum, das Gebäude ist mit Salz-Bausteinen gebaut, zum Zmittag wird rot gedeckt, mit Sonnenschirm, Geschirr/Besteck kein Plastik, Buffet mit Fleisch, Quinoa, Gemüse, Obst, liebevoll und fein gemacht, danach geht es zur Insel Incahuasi, die ist voller Kakteen, vulkanischem Gestein und versteinerten Korallen, mit Angela machen wir einen Rundgang mit Aussicht auf den Salar, zum Abschluss geht es zum Sonnenuntergang zum Mirror (letzter Fleck auf dem Salar mit Wasser), wir bekommen Gummistiefel und stiefeln damit im Wasser herum, etwa 15 Autos mit Touristen sind da, zum ganz speziellen Sonnenuntergang nehmen wir hier den Apéro (Weisswein Kohlberg, sehr fein), trotz guter Ausrüstung wird uns bald einmal kalt und man bringt uns zurück zum GeCo

Wir erwachen früh und diskutieren die Weiterfahrt, bei Angela haben wir uns gestern nach der Lagunen-Route erkundigt, die beiden östlichen Strassen sollen ganz übel sein, die westliche jedoch gut befahrbar (die meisten Touren fahren die), und weil Karina & Dani von Chile kommen und in Villa Mar Halt machen, ändern wir wieder einmal unsern Plan, auftanken (wir warten, das System ist tot), nach einigen Fehlversuchen sind 3Std. vergangen, bis wir losfahren können, weiter auf der 5, ziemlich gute Erdstrasse, auch Baustellen mit ruppigen Umfahrungen, üble alte Strasse und Asphalt bis zum Abzweiger zur 701 in Alota, auch hier schönste Gegend, wie man sich Bolivien vostellt, Lamas, Schafe, Flamingos, Lagunen, rote Steinwand (langgezogen wie die chineschische Mauer), vor Villa Mar eine Barriere, wir bezahlen 10 BOB Peaje für den Strassenunterhalt (da wäre etwas mehr nötig als CHF 1.40), gleich bei der Barriere geht es hinunter zum Hotel Mallku Cueva, wir melden uns bei Ariel an der Recepcion, wir können auf dem hübschen Sand-/Gras-Platz neben 2 Bächlein stehen (Möwen, Störche, Vizcacha), wir bekommen Besuch von Pamela, Uma, Sergio und auch Ariel, sie sind GeCo-begeistert, leider haben wir von Karina & Dani noch nichts gehört (kein Internet?), also essen wir alleine im Restaurant vom Hotel (Buffet wie üblich, aber fein)

Wieder einmal eine kalte Nacht: um 5Uhr 1°, es ist 1.11.: Geburtstag von Schwester Erika und Schwägerin Jacqueline, und Allerheiligen: Völkerwanderung zum Friedhof mit vielen künstlichen Blumen, Karin & Dani melden sich und kommen zum Kafi, sie haben ganz in der Nähe übernachtet und leider unsere WhatsApp und SMS erst spät gesehen, schade, aber immerhin haben wir uns getroffen, über die Hochebene geht es langsam von 4'000 auf 4'200müM hinauf, den Pass hinauf geht es mit Untersetzung und 10kmh bis 4'659 ohne Problem, ringsu/CHF 40m Vulkane, weitere Hochebenen und noch mehr Vulkane, grosse Laguna Capina mit Salz und Flamingos, ab 11Uhr Gegenverkehr von Touren-Wagen (Mehrheit Toyota, Gepäck und Reserve-Kanister auf dem Dach), beim Eingang zur Reserva Nacional Eduardo Avaroa bekommen wir für 300 BOB/CHF 40 die Tickets für 4 Tage, nach einer blöden Zusatzschlaufe (soll wohl ein neues Verkehrs-Konzept sein, aber jeder sucht sich einen besseren Weg neben der eigentlichen Strasse) erreichen wir gegen 16Uhr die Laguna Colorada, herrlich die vielen Flamingos im verschieden farbigen Wasser, der Parkplatz ist noch voller Tour-Wagen und Touristen, kurzer Rund-Spaziergang mit Aussicht über die Lagune, nachts ist es kalt, Sternenhimmel, Milchstrasse, Sternschnuppen, wir sind nicht alleine, Maru & Gon (Landcruiser/ARG) treffen später noch ein

Wir unterhalten uns mit Maru & Gon, Geni hilft ihnen mit dem Trichter beim Diesel Einfüllen, ein Tour-Toyota parkt neben uns, wir werden mit einem "Guete Morge" begrüsstWeiterfahrt bis zum Geyser "Sol de Mañana" (Enttäuschung: 3 farbige Löcher) auf übler Erdstrasse, wir kommen bis auf 5'053müM hinauf, danach ist der Grader am Werk, der Fahrer fragt nach Trinkwasser und bekommt es auch, Vulkane mit schönsten Farben, wir machen Kafi-Halt bei den Termas de Polques, der Pool ist voll mit Touristen, nach dem Kafi haben wir ihn für uns alleine, Maru & Gon sind auch da, sie bleiben für die Nacht, wir fahren weiter zur Laguna Verde, hübsch türkisfarben mit dem Licancabur dahinter, übelste Strasse, wir haben wohl die falsche Abzweigung erwischt), leider ist Campieren hier nicht erlaubt, wir fahren deshalb bis zur Grenze, Ranger-Station und stehen windgeschützt hinter dem Hotel Xxxxx

Sucre   22.10. - 28.10.2022

Sucre liegt auf 2'800müM, wenn wir schnell laufen, merken wir die Höhe, vom Camping aus sind wir in Kürze beim Mercado Central mit schönsten Früchten und Gemüsen, den Marktfrauen kann man nicht widerstehen, wir müssen Chirimoya, Mango und Pfirsiche versuchen und kaufen dann natürlich auch Früchte und Gemüse (später auch die Desinfektions-Tröpfli), zum Centro mit vielen schönen Häusern, Lädeli, Restaurants auf dem Weg und um die Plaza de Armas sind es 15Min.

Mit Ilka & Günther essen wir im La Posada (fein und schöne Innenhöfe), am nächsten Abend entdecken wir das La Taverne (alles vom Feinsten, schön angerichtet, Pastis) und bleiben dabei, zur Abwechslung nehmen wir bei Napolitana eine Pizza mit, Geni muss sie mit Oliven, Kapern, Sardellen und Gewürzen upgraden, das war wohl der letzte Versuch, eine richtige Pizza zu finden, vis-à-vis vom La Taverne gibt es im Hauseingang knuspriges Bauernbrot und Baguette

Ilka & Günther brechen in Richtung Argentinien auf, trotzdem wird es auf dem Camping eng, am Morgen treffen Nina & Sergío mit Hund (Bretzel?) ein (Sprinter/Chile-Nummer), etwas später 2 Pick Ups (Ford und Land Cruiser) aus Frankreich

Es ist wieder einmal Zeit für einen Coiffeur-Besuch, beim 3. Anlauf habe ich Glück, 20Min. warten, es kommt recht gut, über den Ohren fehlt etwas viel, aber das wächst ja schnell nach Die kleine Kamera (Panasonic Lumix DMC-TZ 81) streikt, sie ist noch nicht alt, lässt sich aber nicht mehr einschalten, alle Tipps von Google und Panasonic helfen nicht, wir müssen wohl nach einer neuen Kamera Ausschau halten, wird nicht so einfach sein

Ein Taxi bringt uns hoch zum Parque Cretácico (Kreidezeit-Park/Dinosaurier), gut gemachte Nachbildungen von vielen Arten von Dinosauriern, Reptilien, Amphibien in der Flora/Fauna der Kreidezeit, mit einem Führer kommen wir in einer grossen Gruppe (viele Ausländer, auch CH) zum Fusse der 1'500m langen und 110m hohen Kalksteinwand (das war vor 68Mio. Jahren ein See-/Meeres-Ufer) mit über 12'000 Dinosaurier-Spuren von mind. 8 Arten

Wir kommen vom Einkaufen zurück und hören, dass am Freitag entschieden wird, ob in ganz Bolivien gestreikt und/oder Strassen blockiert werden, die Franzosen sind nach 1 Nacht schon wieder weg, erst wollten wir auch am Freitag weiter, dann am Montag, jetzt aber am Samstag, die Unsicherheit ist so blöd

Dank Günther's Tipp können wir wieder etwas von der Liste streichen: "Röllchen", die Holzkugeln für die Sitze, bei Hitze sind sie angenehmer als die Frottéetücher

San Ignacio de Velasco - Santa Rosa de la Mina - Santa Cruz - Samaipata - Sucre   17.10. - 21.10.2022

Auf der 10 fahren wir ein langes Stück auf Asphalt ohne Löcher, Polizei-Kontrollen (mal mit Stempel, mal ohne), viele Männer mit dicken Coca-Wangen (sieht furchtbar aus), Felder, Wälder, Hügel, Kurven wie im Tösstal, viele kleine Dörfer mit 2-3 Topes, viele Estancias, wenig Verkehr, schon 2 Tankstellen ohne Diesel, bei einer stehen die LKWs in einer langen Kolonne an, wir haben noch 1/2 Tank, aber es beunruhigt, die 3. Tankstelle hat Diesel, aber nicht für Ausländer (für Einheimische ist er subventioniert),  immer wieder Abfall am Strassenrand, in San Javier schauen wir uns die Jesuiten-Mission an (Kirche geschlossen, wie fast überall), ein Ralley (Auto + Töff) geht an der Plaza zu Ende, in Santa Rosa de la Mina stehen wir beim Club de Campo (grosse Wiese, Baño OK, Señora und Hunde nett)

Bei der 4. Tankstelle in San Ramon füllt uns der nette Tankwart 20l direkt in den Tank , dann taucht ein Kontrolleur auf, Abbruch und auf die Seite fahren, 3x20l via Kanister einfüllen, alles zum Einheimischen-Preis, auf der 9 geht es flach weiter, Mennoniten-Gebiet mit grossen Getreide-Feldern und -Silos, an der 5. Tankstelle können wir problemlos 60l zum Einheimischen-Preis auffüllen, zum Glück fasst unser Tank 255l, so hält sich der nervige Aufwand in Grenzen, der Verkehr nimmt zu, ziemlich chaotisch (man hält sich nicht an Verkehrsregeln), wit kommen aber gut durch Santa Cruz und zum Landhaus El Fuerte, am Abend begrüsst uns Sergio mit Töff, im Schlepptau ca. 10 Hunde (alle lieb), am Abend recht viele Black Flies

Regen in der Nacht, am Morgen erwachen wir mit Vogelgezwitscher und Affengebrüll, mit dem Taxi in's Centro (1Std.), wir sehen uns die Plaza und Gebäude darum an (nichts Spezielles), im BecCafé feiner Flat White/Browny, zum späten Zmittag sind wir zurück im Landhaus (Fleisch vom Grill, Pommes, Salate - alles fein), Reis und Fleisch-Reste packen wir ein für morgen, Sergio ist der Landhaus-Besitzer, er hat Infos betr. Streik und Bolivien allgemein, später treffen wir Rudy (Schwager von Sergio und zuständig für die Overlander), auch er hat uns viele Tipps und Infos, wegen dem angekündigten Streik fahren wir morgen Donnerstag bereits weiter

Im Dunkeln sind gestern Mathilda & Michel (Hilux mit Dachzelt/UY) angekommen, sie sind nach Norden unterwegs, wir erwachen früh und sind früh unterwegs, auf der 7 ein Dorf nach dem anderen, Topes unendlich, komische Polizei-Kontrolle (hässiger Polizist reitet auf dem Einreise-Datum herum), nach La Angostura kurvig und Hügel, durch's Tal dem Rio entlang, dann durch die Schlucht, 60km Baustelle, kurzer Halt hinter langer Kolonne wegen Einbahn-Verkehr, Baum-Wälder, kleine Dörfer, viele Plantagen (auch im Flussbett) von Blumen (Bougainvillea), Obst (Mandarinen, Pfirsiche) und Gemüse (Kohl), vor Samaipata führt eine schmale, steile Strasse zu "El Fuerte/Die Festung" auf 1'800müM, auf einem 2-stündigen Rundgang sehen wir uns die Anlage an (ca. 1000vChr. von Chiriguanos gegründet, später von den Inkas und dan von den Spaniern übernommen), sehr guter Überblick von den Laufstegen und Plattformen, mit Untersetzung fahren wir ganz langsam hinunter, durch Samaipata hindurch zur Quinta Gutierrez, in der Einfahrt bleiben wir stecken: GeCo + Ast + Leitung, Geni zwickt den Ast mit der Macheta ab, Aida ist zu Hause, wir könnten Terrasse, Küche und Bad benützen, sehr nett, in der Nacht immer wieder Regen, kühler, 1'660müM

Wir sind wieder früh unterwegs, bei der Baustelle Ende Dorf hat der Regen die Strasse auf ca. 1m gefährlich verschmälert, PWs und auch wir kommen noch durch, LKWs und Busse stehen Kolonne, in kurzer Zeit wird hier gar nichts mehr gehen, weiter auf der 7, asphaltiert und schön ausgebaute Strasse/Kurven, unterbrochen von kurzen Baustellen oder Stücken der alten, üblen, löcherigen Strasse, auch gute Erdstrasse, über unzählige Pässe (bis 2'000müM) von einem Tal in's andere (von eng bis breit), sehr fruchtbar, auch Trauben, mühsam für die Bewohner: die Strassen durch die Dörfer sind nicht geteert, Löcher und viel Staub, Geni Geni ereifert sich, wie hier ohne Maschinen und ohne richtiges Werkzeug gearbeitet werden muss, auffällig viele Busse und Policia kommen uns entgegen, wir nehmen an, dass sie in Santa Cruz gegen den Streik eingesetzt werden, bei La Palizada nehmen wir die 5 (auf der Karte als "befestigt" eingetragen, sie ist aber durchgehend asphaltiert - Tipp von Nicholas in San Ignacio),  wir kommen durch Felder, die steilen Pässe sind dürr, immer wieder einem Fluss entlang, Schutzgebiet für Condor und Rotbrust-Ara (gezeigt hat sich keiner), wenig Verkehr, Kühe, Ziegen und Hunde auf der Strasse, trotz des chaotischen Verkehrs kommen wir gut durch Sucre und zum Camping von Felicidad & Alberto, Ilka & Günther sind da, sowie eine Familie mit 4 Kindern aus Frankreich, mit uns ist der Platz fast voll, ganz herzig, nett und gepflegt

Corumbá/BRASILIEN - Chochis/BOLIVIEN - San José de Chiquitos - San Ignacio de Velasco   10.10. - 16.10.2022

Die beiden Brasileros fahren vor uns los, man trifft sich wieder an der Grenze, die Ausreise Brasilien für uns ist in 5 Min. erledigt, für den GeCo sollten wir bis 19Uhr warten, bis der TIP-Stempel-Spezialist auftaucht - gaahts na?! wir datieren und signieren das TIP, machen eine Kopie und geben das Original am Schalter ab, wir sind dann gespannt, wenn wir nächstes Jahr wieder nach Brasilien wollen, Einreise Bolivien für uns ist in 5 Min. erledigt, für den GeCo über 1Std., keine Organisation, sehr kompliziert, kein Parkplatz, umparkieren für Fotos von Camper und Chassis-Nr., warten (hier unterhalten wir uns mit den Brasileros und einer brasilianischen Sprachlehrerin, die deutsch spricht, sie kennt Sigriswil!), bei der Policia vis-à-vis die Orden de Circulación ausstellen lassen (kostet BOB 100/CHF 15, kein Mensch weiss, wofür das gut ist, es wird an Polizei-Posten im ganzen Land verlangt und abgestempelt), beim Kiosk kaufen wir eine SIM-Karte, man spricht deutsch und richtet unser Mobile ein (so gut und schnell wurde das in keinem Provider-Shop erledigt), damit haben wir alles beisammen und treffen die 2 Brasileros wieder: sie haben vom Orden de Circulation nichts gewusst, beim 1. Posten nach 20km werden sie an die Grenze zurück geschickt

Auf der recht guten 4 (wenig Verkehr, eintönig, viel Abfall am Strassenrand) fahren wir bis Estancia Aguas Calientes, aber der Camping El Tucan ist am Montag geschlossen, wir sind froh, fahren wir weiter bis Chochis, hier stehen wir bei der Cabaña de Cesar, herziger/freundlicher Mann, schöne Baños (Dusche kalt, aber egal)

Besuch bei Cesar, ich bin neidisch auf seine Cabaña und Garten, soo hübsch gemacht in 15 Jahren und er arbeitet immer noch daran, ausserdem schnitzt er Holz und Stein, ganz schön die riesige, rote Felswand im Hintergrund, kurze Wanderung auf Steinplatten zur Cascada "Velo de Novia/Brautschleier", immer wieder dunkle Wolken und kurzer Regensprutz, weiter auf der 4 durch die roten Fels-Formationen, nachher wieder langweilig durch Büsche links und rechts, man sieht keine Dörfer, nur Zufahrten, bei Kreuzungen Foodstände und Gomerias/Reifenflicker, in San José de Chiquitos holen wir Bolivianos/BOS bei einem ATM bei der Plaza (wir staunen, dass es funktioniert, max. BOB 500, aber mind. 4x ist möglich), dann fragen wir beim Hotel Villa Chiquitana, obwohl wir vom iOverlander wissen, dass man dort nicht mehr stehen kann - es ist definitiv NEIN, also bleiben wir beim Balneario El Quebracho, auch das eine in die Jahre gekommene Anlage, aber nett, ruhig, die Hunde bewachen uns

Mittwoch, 12.10. ist ein Feiertag, bereits ab 7 Uhr treffen vor allem Schulkinder ein, schnell haben wir gepackt und machen uns auf den Weg, im Dorf und auf der Strasse sind Mennoniten unterwegs (gut zu erkennen an ihrer Bekleidung: Latzhose, Strohhut, langer Rock), die 17 ist eine Erdstrasse, z.Zt. sind es 200km Baustelle, der Strassenzoll dafür kostet BOB 20/CHF 2.90, unverständlich, wie hier Strassen gebaut werden, die Chinesen sind da involviert (LKWs und Campamento mit China-Fahne), mit Regen zusammen ist es streckenweise sehr rutschig, ABS, eine bränzlige Situation hat Geni sehr gut gemeistert (Schieflage im Hang), Halt in San Miguel: kalte Getränke kaufen und die Missions-Kirche anschauen, Beinahe-Zwischenfall mit Tukan: er fliegt auf Geni's offenes Fenster zu und dreht im letzten Moment ab, so nah haben wir noch keinen gesehen

In San Ignacio de Velasco stehen wir bei der Lavanderia/Panaderia Suiza (Rudi, Miriam, Liliana, Lorena) im Garten, Baño gross und sauber, junger Hund Luna und Büsi Tigrita, viel Betrieb wegen Wäsche/Brot und Besuchern, am Sonntag sind wir zum feinen Brunch eingeladen (Geni bringt einen Zopf mit), Camping mit Familien-Anschluss! wir füllen den Tank mit Trinkwasser aus 20 Liter-Garafones, das Pümpeli von Mexico funktioniert immer noch, auf dem Markt kaufen wir ein, das Notwendigste finden wir, der Rest hat Zeit bis Santa Cruz, ab Samstag, 22.10. droht in Santa Cruz ein unbefristeter Streik, weshalb wir am Montag unsere Zelte hier abbrechen